Dallas Mavericks - Memphis Grizzlies 104:83

Mavs spielen Grizzlies an die Wand

Von Martin Gödderz
Sonntag, 13.01.2013 | 06:28 Uhr
Dirk Nowitzki (l.) ließ Darrell Arthur (r.) und seinen Memphis Grizzlies keine Chance
© spox
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War das der Befreiungsschlag? Die Dallas Mavericks (14-23) zeigen ihre mit Abstand beste Saisonleistung und verpassen einem der besten Teams der Liga, den Memphis Grizzlies (24-10), eine erhebliche Klatsche. Mit mehr als 20 Punkten Unterschied fertigen Nowitzki und Co die Grizzlies ab. Überragend war dabei vor allen Dingen die Dreierquote.

Bei ihrem ersten Heimsieg nach zuletzt vier Niederlagen im American Airlines Center verwandelten die Dallas Mavericks 11 von 17 Dreiern und rollten über die Memphis Grizzlies hinweg.

Angeführt von Dirk Nowitzki (17 Punkte, 5/8 FG, 3/3 Dreier) und Top-Scorer Shawn Marion (20 Punkte, 9/13 FG, 2/3 Dreier) punkteten gleich sechs Spieler der Mavericks zweistellig.

Chris Kaman kam auf 14 Punkte und 7 Rebounds, O.J. Mayo auf 11 Punkte (4/7 FG, 2/2 Dreier). Darren Collison war vor allen Dingen in der Verteidigung präsent und sammelte neben 10 Punkten und 6 Assists auch 4 Steals. Elton Brand (10 Punkte, 9 Rebounds) erzielte von der Bank kommend beinahe ein Double Double.

Bei den Memphis Grizzlies war Rudy Gay mit 12 Punkten (5/11 FG) bereits der beste Punktesammler. Nur Josh Selby (10 Punkte, 3/6 FG) und Darrell Arthur (11 Punkte, 9 Rebounds) kamen noch in den zweistelligen Punktebereich, weil sie in der Garbage-Time einige leichte Würfe verwandelten.

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Die Reaktionen

Dirk Nowitzki (Dallas Mavericks): "Es war ein gutes Spiel für uns, aber sie waren auch ein wenig müde. Es hat sich gut angefühlt, einmal auf der anderen Seite beim Blowout zu stehen. Jetzt machen wir weiter."

Shawn Marion (Dallas Mavericks): "Wir müssen es beibehalten, Baby-Schritte zu machen. Wir müssen anfangen, zu krabbeln, damit wir eventuell anfangen können, zu gehen."

Rick Carlisle (Trainer Dallas Mavericks): Das ist die Art von Spiel, die wir brauchen. Wir brauchen mehr davon, aber solche Spielen sind schwer zu bekommen."

Rudy Gay (Memphis Grizzlies): "Sie haben heute Schüsse gemacht, die ich sie das ganz Jahr noch nicht habe machen sehen."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tipoff: Es scheint so, als hätte Carlisle seine favorisierte Starting Five gefunden. Wieder starten Collison, Mayo, Marion, Nowitzki und Kaman. Die erste Fünf der Grizzlies ist in dieser Saison nahezu in Stein gemeißelt: Conley, Allen, Gay, Randolph, Gasol.

5.: Die Mavs tun sich im Fastbreak schwer. Marion vergibt den leichten Korbleger im Schnellangriff. Im Angriff zuvor hatten Collison, Mayo und Kaman nacheinander im Fastbreak vergeben. Kaman startet eiskalt, er hat bereits fünf Würfe genommen, allerdings erst einen getroffen. 10:6 Grizzlies.

10.: Die Mavs haben sich warm gespielt. Der offensive Motor läuft gerade wie geschmiert, auch wenn Carter einen ganz fürchterlichen Air Ball von der Dreierlinie wirft. Collison macht es im Anschluss besser. Er wird von Mayo angespielt, nachdem dieser in Richtung Korb penetriert hatte. Collison nimmt Maß und trifft den Dreier. 21:16 Mavs.

16.: Per Slam Dunk bringt Gasol den Grizzlies die ersten Punkte des zweiten Viertels. Die Mavs antworten im Gegenzug mit Jae Crowder, der beim Drive gefoult wird und seine beiden Freiwürfe verwandelt. Bislang hat Dallas gerade den Frontcourt der Grizzlies unter Kontrolle. Gay, Gasol und Randolph mit 4 von 13 aus dem Feld. 32:20 Mavs.

22.: Nowitzki mit seinen ersten Punkten aus dem Feld und es sind gleich drei. Er wird schön von Collison freigespielt und steht völlig frei an der Glocke. Das lässt er sich nicht nehmen. Die Dreierquote der Mavericks zu diesem Zeitpunkt? 6 von 8. Richtig stark. 50:35 Mavs.

28.: Die Mavericks kommen stark aus der Kabine und lassen nicht locker. In der Offensive kommt nun auch Kaman ins Rollen. Erst der schöne Fade Away von der Baseline, dann zwei starke Low-Post-Punkte. 20-Punkte-Führung für Dallas. 63:43 Mavs. Lionel Hollins nimmt die Auszeit.

32.: Die Grizzlies sehen gar kein Land mehr. Jetzt dreht Collison auf. Zweimal klaut er den Ball, rennt allen davon und legt den Ball in den Korb. Vier grandiose Coast-to-Coast-Punkte. 75:49 Mavs. Wenn sie sich das noch nehmen lassen, ist den Mavs nicht mehr zu helfen.

35.: Carter nimmt den Dreier: Drin. Mayo nimmt den tiefen Dreier: Drin. Die Mavs laufen heißer und heißer. 30-Punkte-Vorsprung jetzt. Bei den Grizzlies steht kein Starter mehr auf dem Feld. 86:56 Mavs.

42.: Die Mavericks lassen gar nichts mehr anbrennen und Lionel Hollins lässt seine besten Spieler schon seit Mitte des dritten Viertels auf der Bank. Nowitzki verlässt das Feld nach einem sehr effizienten Auftritt. Fraglich, ob er jetzt noch einmal zurückkommt. Mayo trifft im Vorbeigehen noch einen Dreier. Das Spiel ist durch. 102:68 Mavs.

48.: Die Grizzlies betreiben zum Schluss noch etwas Ergebniskosmetik und starten einen "Run" zum Ende des Spiels. 104:83 Mavs heißt es am Ende nur noch.

Der Star des Spiels: Shawn Marion. Der Small Forward erlebte in der Offensive einen absoluten Sahneabend und erzielte mit 20 Punkten einen neuen Höchstwert in dieser Saison, nachdem er im letzten Spiel gegen die Kings schon 19 Punkte erzielt hatte. Das letzte Mal, dass Marion zwei Spiele in Folge mindestens 19 Punkte sammeln konnte, war im April 2011. Die Grizzlies dachten, dass sie Marion mit seinem hässlichen Wurf alleine in der Ecke stehen lassen könnten, doch der bestrafte Memphis mit zwei Dreiern bei drei Versuchen. Marion traf allerdings nicht nur den Dreier hochprozentig, er glänzte auch mit Punkten in der Transition, aus dem Halbfeld oder im Low Post. Am Ende verwandelte er 9 seiner 13 Wurfversuche. In der Defensive war Marion wie das gesamte Team sehr aufmerksam.

Der Flop des Spiels: Der Grizzlies-Frontcourt. Es fällt relativ schwer, irgendeinen Spieler herauszupicken, weil Memphis im Kollektiv versagte. Das lag aber vor allen Dingen an der völlig indisponierten Vorstellung des sonst so starken Frontcourts. Randolph? 6 Punkte, 3/7 FG. Gasol? 8 Punkte, 3/8 FG. Rudy Gay? 12 Punkte, 3 Turnovers und eine Punktedifferenz von -26. Auch in der Reboundarbeit versagten die Big Men der Grizzlies. Alle drei zusammen sammelten 13 Rebounds. So viele holt sich Randolph meistens alleine. Doch nicht nur in der Offensive lief beim Trio wenig zusammen, auch defensiv war es kaum auf der Höhe. Gasol verteidigte Nowitzki bei dessen drei verwandelten Dreiern so gut wie gar nicht und Gay hatte keine Antwort auf Marion.

Die Analyse: Ein solches Spiel hat den Mavericks zu diesem Zeitpunkt wohl niemand zugetraut. Von der ersten Minute an ging das Team von Coach Rick Carlisle höchst konzentriert zu Werke und nutzte die Müdigkeit der Grizzlies nach deren Overtime-Sieg gegen die Spurs in der letzten Nacht gnadenlos aus.

Schon zur Halbzeit hatten die Mavs lediglich 39 Grizzlies-Punkte zugelassen, so wenige wie gegen keinen anderen Gegner in dieser Saison. Das lag vor allen Dingen daran, dass sie den ansonsten so starken Frontcourt der Grizzlies absolut im Griff hatten. Randolph, Gay, Gasol und Arthur kamen in der ersten Hälfte zusammen auf lediglich sieben erfolgreiche Würfe bei 24 Versuchen. Die Help-Defense stimmte, der Weg zur Zone wurde häufig dicht gemacht (5 Blocks).

In der Offensive waren die Mavs sehr fokussiert, leisteten sich insgesamt nur neun Ballverluste, wovon allerdings fast keiner zur Kategorie "völlig unnötig" zählte. Nach anfänglichen Problemen liefen sie auch den Fastbreak sehr gut (21:10 Fastbreak-Punkte). Vor allem schossen sie aber extrem gut aus allen Lagen.

Die Statistiken verzerren das Bild ein wenig, weil die Bankspieler der Mavs im letzten Viertel viel verballerten. Bis zum dritten Viertel lag die Wurfquote aber bei beeindruckenden 57 Prozent. Insbesondere von der Dreierlinie liefen die Mavs komplett heiß (65 Prozent). Marion, Nowitzki, Crowder, Mayo - sie alle hatten keine Probleme mit einem der besten Defensivteams der Liga.

Dieses war zugegebenermaßen nicht einmal annähernd auf der Höhe. Nach dem harten Spiel gegen San Antonio merkte man den Grizzlies die Strapazen eines Back-to-Back-Spiels deutlich an. Lediglich einmal ließen die Grizzlies in dieser Saison den Gegner mehr als 100 Punkte erzielen. Das war gegen die Houston Rockets, ebenfalls ein Back-to-Back-Spiel. Memphis lebt in der Defense von der enormen Physis seines Frontcourts und dem Forcieren von Ballverlusten. Dazu braucht man ein fittes Team, welches gegen Dallas definitiv nicht auf dem Feld stand. Deshalb hatte Grizzlies-Coach Lionel Hollins auch schon vor dem letzten Viertel die komplette Reserve ins Spiel gebracht.

Nichtsdestorotz sollte der Sieg der Mavs auch nicht unterbewertet werden. Frische hin oder her: Die Grizzlies gehören noch immer zu den besten Teams der NBA. Man besiegt Gasol, Randolph und Co nicht einfach so. In der Defensive glänzte vor allen Dingen Collison mit sein cleveren Steals. Außerdem war die Arbeit der Mavs unter den Brettern sehr stark. Memphis verfügt über die ligaweit zweitbeste Rebound-Differenz. Die Mavericks gewannen das Rebound-Duell trotzdem deutlich mit 48:41. Allerdings hatten sie auch jede Menge Gelegenheiten, um Defensiv-Rebounds abzugreifen, weil Memphis kümmerliche 38 Prozent aus dem Feld schoss.

Der Kantersieg sollte den Mavericks nun einen Aufschwung geben vor den anstehenden Aufgaben. Mit Heimspielen gegen die Timberwolves warten keine leichten, aber machbare Gegner. Die Grizzlies haben nun zwei Tage Zeit, um sich auszuruhen, ehe es gegen die Clippers und Spurs geht.

Der NBA-Spielplan im Überblick

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