Samstag, 20.11.2010

NBA: Dallas Mavericks - Chicago Bulls 83:88

Nowitzki in der Crunchtime kalt gestellt

Die Dallas Mavericks (7-4) haben ihre dritte Heimpleite der Saison hinnehmen müssen. Gegen die Chicago Bulls (7-4) verlor das Team von Dirk Nowitzki mit 83:88. Der Superstar erzielte 36 Punkte.

Dirk Nowitzki war der beste Spieler der Mavericks, im letzten Viertel aber praktisch unsichtbar
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Dirk Nowitzki war der beste Spieler der Mavericks, im letzten Viertel aber praktisch unsichtbar

Von Nowitzki abgesehen war Caron Butler (12 Punkte) allerdings der einzige Akteur, der für die Mavericks zweistellig punktete.

Für die Gäste aus Chicago waren Derrick Rose (22) und Taj Gibson (17) am erfolgreichsten. Schon in der Nacht von Samstag auf Sonntag geht es für die Mavs mit dem Spiel bei den Atlanta Hawks (So., 2.00 Uhr im LIVESCORE) weiter.

Reaktionen:

Rick Carlisle (Trainer Dallas): "Es gibt Abende, an denen ist Dirk fantastisch. Aber wenn man 20 Offensivrebounds und 25 Second-Chance-Punkte zulässt, dann nützt einem das nichts. Dann fordert man das Schicksal etwas zu sehr heraus."

Tom Thibodeau (Trainer Chicago): "Wir wollten uns unter dem Korb Respekt verschaffen. Deshalb sollte Gibson den Ball dort bekommen. Ich habe Vertrauen in seinen Wurf, aber er ist einer unserer besten Low-Post-Scorer. Das muss man ausnutzen."

Taj Gibson (Chicago): "Der Trainer weiß, dass ich täglich an meinem Jumper arbeite. Trotzdem hat er mir gesagt, dass ich zum Korb ziehen soll. Die letzten zwei Spiele wollte mein Wurf nicht fallen, deshalb habe ich diesmal etwas anderes ausprobiert."

Joakim Noah (Chicago): "Ich kann nicht einfach nur nüchtern meine Arbeit verrichten. Ich bin ein emotionaler Spieler, ein Kämpfer. Das ganze Team ist so. Wir geben niemals auf."

Mavericks - Bulls: Die Highlights zum Spiel im Video bei ESPN

SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tipoff: Beide Teams starten wie erwartet. Chicago mit Rose, Bogans, Deng, Gibson und Noah. Dallas mit Kidd, Stevenson, Butler, Nowitzki und Chandler.

5. Minute: Rose mit einem super Start. Zwei Würfe, zwei Treffer. Chicago insgesamt gut drauf. 13:7 Bulls.

13.: Kommt nicht oft vor, dass man Barea für seine Defense lobt: Nowitzki verdribbelt sich und verbucht einen überflüssigen Turnover, Rose ist scheinbar auf und davon. Aber Barea spurtet mit und schlägt seinem Gegner den Ball aus der Hand, als der zum Layup hochsteigt. 19:13 Bulls.

19.: Die Mavs starten ihr Comeback. Gegen die beiden starken Rebounder Haywood und Marion steht Noah allein auf weiter Flur, sodass Dallas in Korbnähe immer wieder zu leichten Punkten kommt. 8:0-Lauf der Mavs, 29:25 Bulls.

30.: Was für ein Start in die zweite Hälfte für die Mavs! 15:2-Lauf, die Bulls haben offensiv keine Antwort auf Dallas' Defense, die auf der anderen Seite immer wieder zu leichten Punkten führt. Butler ganz stark in dieser Phase. 50:41 Mavs.

35.: Die Bulls geben nicht auf. Chicago kommt mit viel Dampf aus der Auszeit und erzielt sechs Punkte in Folge - alle direkt am Ring. 55:51 Mavs.

39.: Nowitzki on fire! Zwei weitere Jumper bringen die Mavs wieder etwas deutlicher in Führung, der Deutsche hat 35 von 65 Dallas-Punkten erzielt. 65:58 Mavs.

46.: Gibson für drei! Der überragende Mann des Abends bekommt durch Zufall nach einem Chandler-Block den Ball und muss mit ablaufender Shot-Clock werfen. Das ist der erste Dreier in Gibsons junger Karriere, und er hätte zu keinem günstigeren Zeitpunkt kommen können. 79:77 Bulls.

Der Star des Spiels: Taj Gibson. Der Power Forward der Bulls ist zwar noch ein relativ unbeschriebenes Blatt in der NBA, mit weiteren Vorstellungen wie der gegen Dallas wird das aber nicht mehr lange so bleiben. Gibson war eine Macht am Brett, nutzte - obwohl der Fokus der Offense keineswegs auf ihm lag - jede sich bietende Chance zu scoren und war in der Crunchtime auf beiden Seiten der MVP. Sein Dreier brachte Chicago in Front, seine Defense gegen Nowitzki im Schlussviertel war exzellent.

Der Flop des Spiels: J.J. Barea. Der Puertoricaner wird langsam zum Dauerkandidaten für diese "Auszeichnung". Barea sammelte zwar 5 Assists, ansonsten stand in den Boxscores praktisch bei jeder Kategorie die Null. Halt, dem kleinen Point Guard unterlief auch ein Turnover, und er versemmelte 7 zum Teil wilde Würfe. Besonders schlimm: Sein Ego-Trip im letzten Viertel, als Nowitzki den Ball an der Freiwurflinie erwartete, Barea aber lieber unter arger Bedrängnis zum Korb zog und kläglich scheiterte.

Analyse: Es war ein Spiel, das ständig auf und ab ging. Chicago erwischte den besseren Start, aber Dallas brachte sich im Verauf der ersten Hälfte zurück ins Spiel, um nach der Pause sogar zum Teil deutlich in Führung zu gehen.

Aber dann wiederum schlugen die Bulls zurück. Einzige Konstante an diesem Abend: Die eklatante Dominanz der Gäste an den Brettern (34:59 Rebounds). Einmal mehr konnte die Defense der Mavericks im Großen und Ganzen überzeugen, aber einzelne Ausfälle in der Off-Ball-Verteidigung (Barea, Terry) gestatteten Luol Deng, Ronnie Brewer und Co. immer wieder leichte Punkte nach Cuts zum Korb.

Offensiv verteilte sich die gesamte Scoring-Last auf genau zwei Schultern: die rechte und die linke von Dirk Nowitzki. Bis tief ins vierte Viertel hatte der Deutsche mehr als die Hälfte aller Mavs-Punkte markiert, insbesondere von Jason Terry (9), aber auch von Jason Kidd (3), darf da ruhig mehr kommen.

Beinahe hätte es trotzdem gereicht, wäre da nicht Taj Gibson gewesen. Der Power Forward schaltete Nowitzki in der Crunchtime komplett aus, sodass dieser in den letzten zehn Minuten nur noch einen einzigen Punkt erzielte.

Insgesamt eine ärgerliche und durchaus vermeidbare Niederlage gegen ein von Rookie-Headcoach Tom Thibodeau defensiv allerdings stark eingestelltes Team. Es war bereits die dritte Heimpleite im siebten Spiel. Die Bulls wiederum werden erleichtert aufatmen. Für sie war es erst der vierte Erfolg in Dallas in den letzten 25 Partien.

NBA: Ergebnisse und Tabellen

Die NBA-Champions der letzten 25 Jahre
1991: Chicago Bulls (4-1 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Michael Jordan
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1991: Chicago Bulls (4-1 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Michael Jordan
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1992: Chicago Bulls (4-2 gegen Portland Trail Blazers). Finals MVP: Michael Jordan
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1992: Chicago Bulls (4-2 gegen Portland Trail Blazers). Finals MVP: Michael Jordan
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1993: Chicago Bulls (4-2 gegen Phoenix Suns). Finals MVP: Michael Jordan
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1993: Chicago Bulls (4-2 gegen Phoenix Suns). Finals MVP: Michael Jordan
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1994: Houston Rockets (4-3 gegen New York Knicks). Finals MVP: Hakeem Olajuwon
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1994: Houston Rockets (4-3 gegen New York Knicks). Finals MVP: Hakeem Olajuwon
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1995: Houston Rockets (4-0 gegen Orlando Magic). Finals MVP: Hakeem Olajuwon
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1995: Houston Rockets (4-0 gegen Orlando Magic). Finals MVP: Hakeem Olajuwon
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1996: Chicago Bulls (4-2 gegen Seattle Supersonics). Finals MVP: Michael Jordan
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1996: Chicago Bulls (4-2 gegen Seattle Supersonics). Finals MVP: Michael Jordan
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1997: Chicago Bulls (4-2 gegen Utah Jazz). Finals MVP: Michael Jordan
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1998: Chicago Bulls (4-2 gegen Utah Jazz). Finals MVP: Michael Jordan
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1999: San Antonio Spurs (4-1 gegen New York Knicks). Finals MVP: Tim Duncan
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2000: L.A. Lakers (4-2 gegen Indiana Pacers). Finals MVP: Shaquille O'Neal
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2001: L.A. Lakers (4-1 gegen Philadelphia 76ers). Finals MVP: Shaquille O'Neal
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2002: L.A. Lakers (4-0 gegen New Jersey Nets). Finals MVP: Shaquille O'Neal
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2003: San Antonio Spurs (4-2 gegen New Jersey Nets). Finals MVP: Tim Duncan
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2004: Detroit Pistons (4-1 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Chauncey Billups
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2005: San Antonio Spurs (4-3 gegen Detroit Pistons). Finals MVP: Tim Duncan
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2006: Miami Heat (4-2 gegen Dallas Mavericks). Finals MVP: Dwyane Wade
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2007: San Antonio Spurs (4-0 gegen Cleveland Cavaliers). Finals MVP: Tony Parker
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2008: Boston Celtics (4-2 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Paul Pierce
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2009: L.A. Lakers (4-1 gegen Orlando Magic). Finals MVP: Kobe Bryant
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2010: L.A. Lakers (4-3 gegen Boston Celtics). Finals MVP: Kobe Bryant
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2012: Miami Heat (4-1 gegen Oklahoma City Thunder). Finals MVP: LeBron James
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2013: Miami Heat (4-3 gegen San Antonio Spurs). Finals MVP: LeBron James
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2014: San Antonio Spurs (4-1 gegen Miami Heat). Finals-MVP: Kawhi Leonard
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2015: Golden State Warriors (4-2 gegen Cleveland Cavaliers). Finals-MVP: Andre Igoudala
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Philipp Dornhegge

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