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Dallas Mavericks: Tops und Flops des Saisonstarts

Chandler macht's wie früher

Von Martin Gödderz
Dienstag, 16.11.2010 | 12:22 Uhr
Tyson Chandler wechselte in der Sommerpause von den Charlotte Bobcats zu den Dallas Mavericks
© Getty
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Tyson Chandler überrascht mit Athletik und Energie. DeShawn Stevenson kommt aus der Versenkung geschossen und die Team-Verteidigung der Mavericks ist beeindruckend. Caron Butler dagegen findet nicht in die Saison, Rookie Dominique Jones fällt der Rotation zum Opfer und an J.J. Barea scheiden sich die Geister. Nach Dallas' Sieg über New Orleans wagt SPOX eine Einschätzung des Mavs-Kaders.

Die drei Tops des Saisonstarts:

Tyson Chandler: Der Center ist der bisher größte Gewinner der noch jungen Saison. Es zweifelten viele an der Leistungsfähigkeit des 28-Jährigen. Würden sie in Dallas den energiegeladenen Chandler sehen, der bei den Hornets Alley-Oop-Anspiele am Stück verwertete und seine enorme Athletik gerade in der Defense gewinnbringend einsetzen konnte?

Oder würden sie den müde wirkenden Chandler sehen, der in Charlotte viel mit sich selbst zu kämpfen hatte? Bisher sehen sie den Chandler aus Hornets-Zeiten. In der Offensive profitiert er enorm von Kidd, in der Defensive nutzt er seinen Körper. So hebt der Center die Mavericks auf ein anderes Niveau. Seine Gesundheit ist sicher der entscheidende Faktor, aber zudem gehört Chandler zu den zwölf Akteuren, denen der WM-Sieg im Sommer vor allem mental geholfen hat.

DeShawn Stevenson: Null Punkte, null Assists, null Rebounds und gerade einmal zwei Minuten Spielzeit. Das war Stevensons Bilanz nach fünf Spielen. Als eigentlich keiner mit dem Shooting Guard rechnete, beförderte Rick Carlisle ihn gegen die Celtics in die Starting 5, weil die Bank der Mavericks bis zu diesem Zeitpunkt der Saison grauenvoll spielte.

Der Schachzug zahlte sich aus. In den letzten vier Spielen startete Stevenson, seitdem sind die Mavs unbesiegt. Gerade in der Verteidigung hilft seine Energie und Härte enorm. Das mussten schon Teams wie die Boston Celtics und New Orleans Hornets spüren. "Er ist ein echter Profi", lobte Carlisle die Nummer 92 zuletzt ausdrücklich. "Er spielt starken Basketball, seine Präsenz verleiht unserem Team mehr Stabilität."

Defense: Die Verteidigung der Mavericks gehört derzeit zur Creme de la Creme der NBA und ist eng mit den beiden oberen Namen verknüpft. Kein Team lässt die Gegner schlechter aus dem Feld treffen (42 Prozent), nur zwei Teams lassen weniger Punkte des Gegners zu (91,5).

Dazu holte Dallas die siebtmeisten Rebounds und Blocks der Liga. Und das, obwohl die Mavs außer Marion und mit Abstrichen Chandler und Stevenson keinen überragenden Eins-gegen-Eins-Verteidiger in ihren Reihen haben. Entscheidend ist vielmehr, dass die Abstimmung untereinander stimmt, jeder bereit ist dem anderen zu helfen und Chandlers Präsenz den Gegner vielfach vom Zug in die Zone abhält.

Die drei Flops des Saisonstarts:

Caron Butler: In der letzten Saison sah man die schwierige Zeit der Eingewöhnung noch als Ursache dafür, dass Butler trotz passabler Statistiken kein riesiger Faktor im Spiel der Mavs war, diese Ausrede gilt nun nicht mehr. Der 30-Jährige ist derzeit von der Rolle und traf über die Saison gesehen gerade einmal 39 Prozent seiner Feldwürfe und 66 Prozent seiner Freiwürfe.

Seit drei Spielen ist Butler verletzt und die Mavericks spielen über 48 Minuten gesehen ihren besten Basketball. Kein gutes Zeichen für den Small Forward. Trotzdem ist Dallas weiterhin auf seine Fähigkeiten angewiesen. Und: Marions Leistung war als Starter bislang nicht entscheidend besser als als Reservist.

J.J. Barea: Zugegebenermaßen: Barea hat sich in den letzten Spielen absolut gesteigert und sorgt mittlerweile auch für Schwung von der Bank. Doch was der 1,83 m kleine Puerto Ricaner zu Beginn der Saison veranstaltete, war abgrundtief schlecht und rief die Frage auf, warum Rick Carlisle ihn doch jedes Mal 20 Minuten aufs Feld schickte.

Die Antwort: Barea ist derzeit der einzige wirkliche Ersatz für Point Guard Jason Kidd. Das macht Sorgen. Denn obwohl sich Barea zuletzt stabilisiert hat, produziert er weiterhin zu viele sinnlose Ballverluste und ist in der Defensive bei aller Energie ein Loch. Da er vor allem ein Scorer ist und noch immer große Probleme hat, wenn er dem Mavs-Spiel Struktur verleihen soll, muss man sich die Frage stellen, ob Roddy Beaubois nicht genauso gut die Eins spielen kann, wenn er wieder fit ist.

Der Franzose war als Starter auf der Shooting-Guard-Position eingeplant, bis er sich den Fuß brach. Mittlerweile sollte man aber überlegen, ob in Dallas' Backcourt nicht Barea derjenige ist, der aus der Rotation fallen könnte und sollte. Stevenson auf der Zwei wird seinen Platz mit Sicherheit nicht kampflos räumen, Terry ist als sechster Mann sowieso gesetzt.

Dominique Jones: Der Rookie spielte eine gute Preseason und durfte sich vor dem Start der neuen Saison wegen der Verletzung von Rodrigue Beabouis berechtigte Hoffnungen auf einige Minuten Spielzeit machen.

Nachdem er in den ersten drei Spielen in seinen durchschnittlich zehn Minuten auf dem Feld eher durchwachsen spielte und die Rotation der Mavs gar nicht funktionierte, stellte Carlisle um. Seitdem steht Stevenson vor dem 22-Jährigen. Die Folge: Jones spielte in den letzten vier Spielen nur noch zwei Minuten im Schnitt.

Die nächste schlechte Nachricht für Jones: Beaubois durfte seinen Walking Boot abnehmen und darf sich langsam mental auf ein Comeback vorbereiten. Auch wenn es noch ein paar Wochen dauern wird: Ist Beaubois wieder dabei, droht Jones die Abschiebung in die D-League.

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