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NBA Playoffs: Die Rockets vor Spiel 2 gegen die Warriors: Der Iso-Ball ist nicht das Problem

Mittwoch, 16.05.2018 | 13:32 Uhr
James Harden war in Spiel 1 in Isolations sehr effizient.
© getty
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Die Houston Rockets verloren das erste Spiel gegen die Golden State Warriors recht deutlich in heimischer Halle. Das große Problem war dabei nicht die iso-lastige Offense, sondern vor allem die vielen Fehler in der Defense. Diese waren aber absolut vermeidbar und sollten den Texanern Hoffnung machen.

Viel wurde nach dem Spiel über die Offense geredet. Der Ball läuft zu wenig, es ist zu planlos, die Rollenspieler sind nicht genug involviert oder treffen gar ihre Würfe nicht. Rockets-Coach Mike D'Antoni konnte damit wenig anfangen und wischte diese Kritik schnell weg. "Isolations waren unsere besten Plays. Die Wahrnehmung der Leute ist nicht die Realität."

Und der 67-Jährige hatte damit auch Recht. Natürlich sind 45 Isolationen jede Menge und wohl auch eine Ecke zu viel, doch aus den 33 Possessions, die tatsächlich in einer Iso-Aktion endeten, entsprangen satte 1,36 Punkte pro Play. Dies würde über das gesamte Spiel ein Offensiv-Rating von 136 bedeuten, Houston kam am Ende auf 102,7 Zähler auf 100 Ballbesitze.

Gerade James Harden, der ohnehin der Iso-King der Playoffs ist, konnte von den Warriors nicht gestoppt werden. 24 Punkte (9/12 FG) machte der Bärtige in Iso-Plays gegen Kevin Durant, Kevon Looney oder auch Stephen Curry. Auch deshalb wunderte sich D'Antoni über die Kritik. "Ich weiß nicht, warum das schlechte Offense sein soll."

Nein, Houston muss anderweitig ansetzen, um dieses scheinbar unschlagbare Warriors-Team zu kitzeln. Luft nach oben gibt es vor allem in der Defense. Die Warriors trafen mehr als die Hälfte ihrer Feldwürfe, für den Gegner fast die sichere Niederlage, ist doch Golden State seit 22 Spielen ungeschlagen, wenn dies gelingt. Über 50 Prozent der Würfe der Dubs waren gemäß stats.nba.com 'open' oder 'wide open', vor allem Klay Thompson (28 Punkte), der satte 15 Dreier werfen durfte und 6 davon traf, verloren die Rockets immer aus den Augen - ein absolutes No Go.

Klay Thompson frei wie selten

Das wunderte selbst den zweiten Splash Brother, der nach dem Spiel gefragt wurde, ob er sich an Playoff-Spiele erinnern konnte, in denen er so oft so frei zum Wurf kommen konnte. "In den Playoffs? Kaum." Dabei kollabierte die Defense der Rockets nicht wegen dem herausragenden Ball Movement des Champions, sondern weil Houston unkonzentriert agierte und die Kommunikation oft nicht passte.

Mal war es Chris Paul, der viel zu früh Hilfe schickte, mal war es Harden, der den Shooting Guard komplett aus den Augen verlor. Dies waren Fehler, die im Halbfeld gemacht wurden, doch eklatanter traten diverse Mängel in Transition auf. Vor allem, wenn Draymond Green einen Defensiv-Rebound griff, hätte dies Alarmstufe Rot für Houston bedeuten sollen, doch Golden State hatte zu häufig Überzahlsituationen im Fastbreak, die dieses Team wie kein anderes bestrafen kann.

Exemplarisch für all die Rockets-Probleme war der Dagger von Thompson. Harden verursachte auf der einen Seite mit einem verfehlten Lob für Clint Capela beim Stand von 96:103 einen Turnover und blieb quasi stehen, die Warriors hatten ein 3-gegen-1, auch wenn Stephen Curry den freien Dreier verfehlte. Der Rebound gehörte jedoch Golden State, die in der Folge einen völlig freien Longball für Thompson erspielten, weil sich Capela und P.J. Tucker nicht darauf einigen konnten, wer denn nun wen verteidigen soll.

Rockets: Korrigierbare Fehler

Das sind zwar schlimme Fehler, aber durchaus Dinge, die korrigiert werden können, vor allem durch konzentrierteres Auftreten. Die Defense gegen Kevin Durant war ohnehin mehr als solide. Trifft dieser weiterhin gefühlt jeden Wurf aus der Mitteldistanz? Möglich, aber genauso kann auch der amtierende Finals MVP einen gebrauchten, kühlen Abend erwischen.

"Damit können wir leben", erklärte auch D'Antoni zur Explosion von KD. Es waren andere Dinge, die MDA auf die Palme brachten. "Ich weiß nicht, wie viele Layups wir vergeben haben, sie haben diese dann konsequent in Fastbreaks bestraft. Klay hat 15 Dreier geworfen, das darf nicht sein", analysierte der Coach. "Wir müssen das wegnehmen und ein wenig besser verteidigen, damit wir selber schnell umschalten können."

Dies fehlte in Spiel 1 noch komplett. Gerade einmal 3 Zähler konnten die Rockets in Transition erzielen, die Warriors kamen auf 18, diese Differenz spiegelte sich entsprechend im Ergebnis wider.

Rockets werden System nicht verändern

Außerdem würde es natürlich nicht schaden, wenn die teils unsichtbaren Rollenspieler der Texaner den ein oder anderen Wurf treffen würden, die Möglichkeiten waren auch schon in Spiel 1 da. 21 Distanzwürfe (CP3 und Harden ausgeschlossen) nahmen die Rockets, versenkt wurden gerade einmal 6, wobei keinem eine direkte Vorlage der beiden Stars vorausging. Tucker (1 Punkte, 0/2 Dreier), Trevor Ariza (8, 1/5 Dreier) oder Luc Mbah a Moute (0, 0/6 FG): sie alle konnten offensiv wenig beisteuern.

Die Rockets sind davon aber abhängig. Während die Warriors vier All-Stars und drei elitäre Scorer in ihren Reihen haben, sind es in Texas eben nur Paul und Harden. "Wir müssen so spielen wie in den Runden zuvor", forderte deswegen Harden. "Deswegen stehen wir jetzt hier. Wir müssen defensiv gut stehen, uns gegenseitig helfen und einen Rhythmus finden."

Das funktionierte gegen Minnesota oder auch Utah, doch reicht es gegen das vielleicht beste Team aller Zeiten? Spiel 2 (ab 3 Uhr live auf DAZN) ist wohl schon so etwas wie die letzte Chance, sonst droht der Worst Case, ein Sweep. "Wir haben einen bestimmten Stil in dieser Saison gespielt und damit viel erreicht, das werden wir nicht ändern, sondern uns einfach auf unsere Stärken besinnen", erklärte auch CP3.

Diese Stärken waren in den regulären Saison die Brillanz von Harden und Paul sowie die starke Defense, die Platz 6 in der Regular Season und Platz 2 in den Playoffs einnimmt. Houston braucht Stops, nur so kann das beste Team der Vorrunde mithalten.

Warriors-Coach Steve Kerr brachte es nach Spiel 1 treffend auf den Punkt: "Wenn du so weit in den Playoffs kommst, kommt alles auf die Defense an. Du musst defensiv auf dem höchsten Level spielen, um eine Meisterschaft zu gewinnen", sagte Kerr. "Das ist eine Grundvoraussetzung."

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