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NBA

Thunder gewinnen dank Westbrook spektakuläres Duell mit den Sixers

Russell Westbrook erzielte 37 Punkte gegen die Sixers

Die Oklahoma City Thunder (30-20) haben in einer packenden Partie die Philadelphia 76ers (24-22) mit 122:112 geschlagen. Russell Westbrook liefert eine starke zweite Halbzeit und machte so vergessen, dass Joel Embiid den MVP mit einem fulminanten Dunk aufs Poster nahm.

Durch die Horror-Verletzung von Andre Roberson musste Thunder-Coach Billy Donovan sein Lineup verändern und setzte wieder auf Rookie Terrance Ferguson als fünften Mann. Es war von Beginn an eine umkämpfte Partie, was nach dem Triple-OT-Krimi im Dezember zu erwarten war. Joel Embiid revanchierte sich mit einem monströsen Dunk an Russell Westbrook, der den Center beim Hinspiel nach der Sirene mit einem Winken provoziert hatte.

Es war sowieso nicht das Spiel von Westbrook (6/20 FG) in der ersten Halbzeit. Ben Simmons verteidigte zunächst stark gegen den MVP, der einfach nicht ins Rollen kam. Die Sixers konnten das Spiel so ausgeglichen gestalten, auch weil sie den Thunder zahlreiche Fouls anhingen. Joel Embiid war dabei unglaublich dominant (17 Punkte in der ersten Halbzeit). Brett Brown ließ ihn deswegen sogar im Spiel, obwohl der Kameruner acht Minuten vor der Pause schon drei Fouls auf dem Konto hatte.

Als JoJo saß, begann der kleine Dunk Contest. Ohne Rim Protector überboten sich Justin Anderson, Westbrook und Simmons mit spektakulären Dunks und jeder Menge Flexing im Anschluss. Paul George beendete dann die Hälfte standesgemäß furios - mit einem tiefen Dreier mit dem Buzzer. Die Sixers führten dennoch mit 58:57.

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Nach dem Wechsel ging mit der gleichen Intensität weiter. Dario Saric, der vor der Pause mit Fouls zu kämpfen hatte, eröffnete mit acht Punkten am Stück. Embiid handelte sich aber wieder schnell ein Foul ein und musste diesmal auf die Bank. Ohne Shotblocker zogen Westbrook und Co. teilweise ungestört zum Korb. So kippte das Spiel mit einem 15:0-Lauf, bei dem Philly in alte Muster verfiel und mit unnötigen Ballverlusten auch noch dazu beitrug.

Als Russ und PG-13 saßen, kamen die Sixers aber wieder auf einen Punkt heran, weswegen Donovan Westbrook schnell wieder aufs Feld brachte. Auf ihn und Adams hatten die Gäste keine Antwort mehr. Die Thunder zogen zwei Minuten vor Schluss dank fünf Westbrook-Punkten am Stück auf 9 Zähler davon, die Entscheidung.

Topscorer der Thunder war Westbrook, der durch eine starke zweite Halbzeit auf 37 Punkte (14/33 FG, 8/11 FT), 9 Rebounds und 14 Assists kam. George steuerte 31 (9/17 FG, 9/11 FT) bei. Adams (20, 10/11 FG, 13 Rebounds) verbuchte ein starkes Double-Double. Carmelo Anthony erzielte 16 Punkte. Bei Philly überzeugten vor allem Embiid (27, 10 Rebounds) und Ben Simmons (22, 10/14 FG, 7 Assists), während Saric weitere 16 Zähler beisteuerte.

OKC Thunder vs. Philadelphia 76ers: Die wichtigsten Statistiken

  • Kein Spieler in der Liga kann Adams vom offensiven Brett fern halten, auch nicht Joel Embiid. Der Neuseeländer holte sich auch in teils schlechter Position die Abpraller seiner Mitspieler und hatte schon nach einem Viertel 5 Offensiv-Rebounds. Es war kein Zufall, dass Philadelphia plötzlich Boards sammelte, als Adams mit Foulproblemen auf der Bank schmoren musste. Am Ende hatte Adams 10 der insgesamt 17 Offensiv-Rebounds der Thunder geschnappt.
  • Die Sixers ließen sich von der harten Verteidigung der Thunder nicht beeindrucken und zogen dagegen Foul um Foul. Allein im zweiten Viertel marschierten die Gäste für 15 Freiwürfe an die Linie. Damit hatten sie zur Pause mit 22 Freebies schon fast den Saisonschnitt erreicht (23,2 pro Spiel). Nach dem Wechsel agierte OKC aber disziplinierter und verhinderte vor allem, dass die Sixers-Spieler penetrieren konnten. Am Ende hatte OKC sogar fast die gleiche Anzahl an Freiwürfen wie Philly auf dem Konto (30:31).
  • Wieder einmal waren es die Ballverluste, welche die Sixers-Pleite bescherten. Diesmal waren es 18 über das Spiel verteilt. Die Thunder nutzten dies zu 25 Punkten. Alleine 7 Turnover leisteten sich die Gäste im dritten Viertel, welches OKC mit 35:25 entschied und sich ein wichtiges Polster erspielte.
  • Die Zone gehörte, vor allem dank Adams, Oklahoma City. Mit 62:44 gewannen die Gastgeber dieses Duell. So konnten die alten Probleme kaschiert werden. Von der Bank kommend überzeugte lediglich Jerami Grant (11). Der Rest der Bank steuerte nur noch 7 Punkte bei. Auch von Downtown wollte nicht viel gelingen. 30,3 Prozent (10/33 Dreier) waren kein Ruhmesblatt.

Thunder vs. Sixers: Hier geht's zum BOXSCORE!

OKC Thunder vs. Philadelphia 76ers: Die Stimmen zum Spiel

Brett Brown (Head Coach Sixers) über Steven Adams: "Er spielt mit so viel Leidenschaft und passt in seine Rolle. Das ist ein echter Mann. Er scheut keinerlei Kontakt und hat eine tolle Beinarbeit. Er war heute ihr Motor."

Der Star des Spiels

Steven Adams. Während Russ und PG-13 scorten, machte der Center mal wieder die Drecksarbeit und tat Dinge, die nicht im Boxscore auftauchen. Seine Screens, die verhindern, dass die Hilfe beim Drive kommt, waren mal wieder essentiell. Die Arbeit am offensiven Brett (10 Offensiv-Rebounds!) ist in den letzten Monaten sowieso schon zum Standard geworden. In der Schlussphase überzeugte er zudem wieder mit starker Defense gegen Embiid und half mit seinem Einsatz, dass OKC dieses Spiel holte.

Der Flop des Spiels

Robert Covington. Die erste Halbzeit war noch sehr passabel, doch danach tauchte der Flügelspieler ab. Markierte nach der Pause nur noch 3 Zähler (1/6 FG) und steuerte kaum mehr etwas bei. Er hatte die freien Würfe, doch entweder fielen sie nicht oder er gab den Spalding wieder ab. Die starken Simmons und Embiid hätten in Abwesenheit von J.J. Redick mehr Produktion als 11 Zähler (3/11 FG) gebraucht.

Coaching Move des Spiels

Donovan passte seine übliche Rotation ein wenig an und ließ Adams mit den Reservisten ran. Das war nötig, weil so Embiid eingedämmt werden sollte. Schon am Tag zuvor hatte Pistons-Center Boban Marjanovic die Reservisten der Thunder dominiert. Dieser Plan wurde aber torpediert, weil der Kiwi schon nach 3 Minuten im zweiten Viertel sein drittes Foul kassierte. Da kurz darauf auch noch Patrick Patterson einen Cut erlitt und blutete, sah Dakari Johnson einige Minuten und machte seine Sache gegen Embiid durchaus respektabel. Ebenfalls interessant: In der Crunchtime vertraute Donovan auf Jerami Grant, um der Länge der Gäste entgegenzuwirken.

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