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Epischer Thomas entscheidet OT-Schlacht

Mittwoch, 03.05.2017 | 05:23 Uhr
Isaiah Thomas
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Die Boston Celtics haben auch das zweite Spiel der East Semis gegen die Washington Wizards für sich entschieden. Beim 129:119-Sieg nach Verlängerung (BOXSCORE) lieferten sich Isaiah Thomas und John Wall ein episches Duell, an dessen Ende der Celtic den längeren Atem hatte.

Thomas erzielte insgesamt 53 Zähler, womit er den Franchise-Rekord für erzielte Punkte in einem Playoff-Spiel nur knapp verpasste. Dieser liegt bei 54 und gehört John Havlicek. 29 seiner 53 Punkte erzielte IT4 im vierten Viertel und in der Overtime.

Mit John Wall hatte er einen würdigen Gegenspieler. Dieser legte 40 Punkte auf und verteilte 13 Assists - doch anders als Thomas baute er in den entscheidenden Phasen ab und leistete sich einen verheerenden Ballverlust gegen Avery Bradley kurz vor Schluss.

Es ging im Garden über die vollen 53 Minuten sehr physisch zur Sache. Markieff Morris und Al Horford gerieten früh aneinander. Wall verletzte sich nach einem schweren Sturz am Handgelenk, Bradley an der Hüfte, Otto Porter musste zwischenzeitlich am Arm und wegen starken Nasenblutens behandelt werden. Auch Thomas und Morris lieferten sich Gefechte und kassierten Double-Technicals. Allerdings konnten alle betroffenen Akteure zu Ende spielen.

Spiel 3 der Serie findet in der Nacht auf Freitag in Washington statt.

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Die Reaktionen:

Isaiah Thomas (Celtics): "Es ist großartig, nun zusammen mit all den Celtics-Legenden in einem Satz genannt zu werden. Aber solange man keine Championship gewinnt, hat man nicht das Recht, als großartiger Spieler bezeichnet zu werden."

Scott Brooks (Wizards-Coach): "Heute haben zwei Teams ihr Herz auf dem Court gelassen. Zwei großartige Spieler haben großartig gespielt."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Celtics-Coach Brad Stevens nahm eine Änderung an der Starting Five vor: Big Man Amir Johnson startete für Flügel Gerald Green, um das Rebounding zu stärken. Dazu das übliche Bild mit Isaiah Thomas, Avery Bradley, Jae Crowder und Al Horford. Bei den Wizards war alles wie gehabt: John Wall, Bradley Beal, Otto Porter, Markieff Morris und Marcin Gortat.

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1. Viertel: Es wurde direkt ungemütlich, als Morris Horford im Rebound-Duell in die Kamera-Leute schubste. Kurze Zeit später beging Thomas sein zweites Foul, blieb aber auf dem Court. Schließlich hatte er schon zwei Dreier versenkt. Auch Wall war schnell im Rhythmus - und hatte mehr Unterstützung als IT4. Besonders Morris und Gortat setzten Akzente, sodass sich die Wizards - dank zahlreicher And-one-Plays, erneut die frühe Führung holten. Allerdings gab es Grund zur Sorge: Wall stürzte hart auf sein einst gebrochenes Handgelenk. Aber es ging weiter. 42:29.

2. Viertel: Horford setzte zwei defensive Ausrufezeichen gegen Oubre, woraus sein Team Fastbreak-Punkte erzielte. Als er kurze Zeit später einen Alley-Oop von Thomas verwertete, waren die Celtics endgültig im Spiel. Ihr Ball Movement war in dieser Phase herausragend. Ein Rozier-Dreier aus der Ecke nach vier schnellen Pässen war der perfekte Beleg. Doch Washington ließ sich nicht beeindrucken, sodass sich ein spektakulärer, offensiver Schlagabtausch abspielte. Was die Begeisterung dämpfte: Bei den Celtics humpelte Bradley in die Kabine, kurze Zeit später ging Porter zu Boden und verletzte sich am Arm. Er versenkte aber seine beiden Freiwürfe nach einer kurzen Behandlung: 67:64 Washington.

3. Viertel: Die Celtics kamen kalt aus der Kabine (1/6 FG), was die Gäste direkt zu einem 11:0-Run nutzten. Wall sah sich stets wechselnden Verteidigern gegenüber, fand aber meist einen Weg, um zu punkten oder seine Mitspieler einzusetzen. Auf der anderen Seite konnte Thomas nicht an seine starke erste Halbzeit anknüpfen und warf zahlreiche Fahrkarten. Allerdings sprangen seine Kollegen in die Bresche, die sich Punkte am Brett erarbeiteten. So blieb der Rückstand im annehmbaren Bereich: 89:84 Washington.

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4. Viertel: Ein Dreier von Thomas, der auf 2 Punkte verkürzte, weckte den Garden wieder auf - wovon sich das Team inspirieren ließ. 8 weitere schnelle Punkte von Thomas sowie ein Triple von Bradley brachten die Führung, Scott Brooks hatte also Redebedarf. Wall und Thomas lieferten sich ein individuelles Duell, das elektrisierte. Dann rückte Morris in den Vordergrund, der erst Crowder abräumte und vorne punktete. Dann war wieder Thomas dran. Erst nahm er den Dreier selbst - drin. Dann bediente er Rozier - auch drin. Der Ausgleich. 32 Sekunden vor Schluss traf Porter einen wichtigen Dreier, der Boston unter Zugzwang setzte. IT glich das Ding von der Freiwurflinie aus, der letzte Angriff gehörte Washington. Wall traf nicht, Beal konnte die zweite Chance auch nicht nutzen. Overtime (114:114)!

Overtime: Ein Steal mit anschließendem Dunk von Bradley brachte die Celtics in Front. Thomas war auch zur Stelle, doch Oubre hielt die Wizards im Spiel. Dann packte IT ein verrücktes And-one-Play aus - dieser Mann war nicht zu stoppen! MVP-Chöre hallten durchs weite Rund. 44 Sekunden vor Schluss machte Horford aus dem Post den Deckel drauf. Die Celtics gewannen dieses epische Spiel mit 129:119.

Celtics vs. Wizards: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Isaiah Thomas. Dieser Mann ist ein Phänomen. Im dritten Viertel sah es so aus, als bekämen die Wizards ihn in den Griff - doch wie so oft drehte IT4 im Schlussabschnitt auf. Er traf von draußen, aus dem Drive, zog Fouls - er machte, was er wollte, und legte in der Overtime sogar noch eine Schippe drauf. Mit unfassbaren 53 Punkten (18/33 FG) lieferte er eine der besten Playoff-Performances aller Zeiten ab. Besonders beeindruckend: Er leistete sich dabei nur 2 Ballverluste!

Der Flop des Spiels: Bradley Beal. Im Schatten von Thomas und Wall ging er etwas unter. Seine Energie erreichte nicht das Level, das die Spieler um ihn herum an den Tag legten. Darunter litt auch seine Effizienz: Von 9 Dreiern traf er nur einen, insgesamt stand er bei 4/15 aus dem Feld. Zudem ließ er den potenziellen Gamewinner aus vielversprechender Position liegen.

Das fiel auf:

  • In Spiel 1 dauerte es gut fünf Minuten, ehe die Celtics ihren ersten Rebound holten. Wohl deshalb stellte Stevens seine Starting Five um und wurde mit Johnson für Green größer. Die Maßnahme wirkte dahingehend, dass das Rebound-Duell zunächst ausgeglichen war. Das lag aber eher weniger an Johnson, denn die Kobolde boxten als Team stark aus.
  • Allerdings: Wirklich viel zu holen gab es im ersten Viertel an Bostons Brett nicht. Denn die Wizards wurden ihrem Status als bestes Team des Anfangsviertels gerecht und trafen in den ersten 12 Minuten 69 Prozent ihrer Würfe. Boston hatte zwar auch ordentlich Zielwasser getrunken, ging aber schlampig mit dem Ball um. So stand es bei den Ballverlusten flugs 8:0, weshalb die Hausherren wieder einem zweistelligen Rückstand hinterher liefen.
  • Jedoch: Im zweiten Viertel wendete sich das Blatt. Durch riskantes, aber erfolgreiches Spekulieren in den Passwegen störten die Celtics das gegnerische Ball Movement nun viel besser und generierten fast minütlich einfache Ballgewinne. So sahen die Fans eine erste Halbzeit, die praktisch identisch mit der aus dem ersten Spiel war: Nach einem bärenstarken Start konnte die zweite Garde Washingtons das Niveau nicht halten, sodass die Angelegenheit zur Halbzeit wieder ausgeglichen war.
  • In der Defense begann Thomas zunächst, Wall zu verteidigen. Dieser nutzte das Mismatch aus, indem er den kleineren Thomas an den Zonenrand drängte und dort aufpostete. Die Celtics reagierten mit Double-Teams, was Wall mit einem klasse Auge bestrafte. In der zweiten Halbzeit gab es dieses Duell dann nicht mehr. Oft knöpfte sich Crowder Wall vor, in der OT war es Bradley. IT deckte zum Ende die meist in der Ecke lungernden Porter oder Oubre.

Das Playoff-Bracket im Überblick

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