Dienstag, 18.04.2017

Game 2: Cleveland Cavaliers - Indiana Pacers 117:111

Cavs zittern sich auch zum zweiten Sieg

Die Cleveland Cavaliers haben auch ihr zweites Heimspiel gegen die Indiana Pacers gewonnen und treten somit die Reise nach Indianapolis mit einer 2:0-Serienführung an. Beim 117:111-Erfolg (BOXSCORE) dominierte der Champion nach verpatztem Start, zitterte dann den Sieg im vierten Viertel aber über die Ziellinie.

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Nach dem knappen Auftaktspiel vor zwei Tagen ließen die Cavs dieses Mal scheinbar wenig anbrennen. Ein starkes drittes Viertel (33:20) war dabei das Fundament, dass Cleveland seinen Homecourt erfolgreich verteidigen konnte. Im Schlussabschnitt starteten die Pacers noch einen Run, der aber nicht gekrönt wurde.

Verlassen konnte der Champion sich dabei auf seine Big Three (89 Punkte, so viel wie noch seit 2014). LeBron James warf zwar effizient (25 Punkte, 11/20 FG), leistete sich aber einige ungewohnte Flüchtigkeitsfehler (8 TO). Dazu griff er sich 10 Rebounds und verteilte 7 Assists (ebenfalls 4 Steals, 4 Blocks). Kyrie Irving (37 Punkte, 14/24) hatte zwar in der Defense große Schwierigkeiten, machte dies aber offensiv mit einigen grandiosen Plays wieder wett. Komplettiert wurde das Triumvirat von Kevin Love (27 Punkte, 11 Bretter), der lediglich einen Wurf danebensetzte (6/7 FG, 3/4 3FG, 12/12 FT) und dazu hinten einige wichtige Rebounds schnappte.

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James überholte derweil bereits im ersten Viertel Kobe Bryant in der All-Time Scorer List der Playoffs und steht nun mit 5.661 Punkten auf Rang drei. Auch Irving gelang Historisches. Er überholte Cavs-Legende Mark Price und ist nun hinter LeBron der beste Punktesammler Clevelands in der Postseason.

Bei Indiana trug erneut Paul George (32 Punkte) die Hauptlast im Angriff. Nach 18 Punkten (6/9 FG) in der ersten Halbzeit kühlte er aber, auch dank besserer Cavs-Defense, ein wenig ab. Unterstützung bekam er vor allem von seinem Point Guard Jeff Teague (23, 8/12), der die defensiven Schwächen von Irving ausnutzte. Lance Stephenson (13 Punkte, 4 Assists) half den Pacers zwar im Angriff von der Bank, war aber in der Verteidigung teils auf verlorenem Posten. Thaddeus Young gelangen 16 Punkte und 6 Steals.

Die Serie wechselt nun nach Indianapolis, wenn die Pacers in der Nacht von Donnerstag auf Freitag die Cavs zu Spiel drei empfangen werden.

Die Reaktionen:

LeBron James (Cavs): "Wir haben gewonnen, alles andere ist mir egal. Ich wollte einfach nur gewinnen. Wenn wir 100 Punkte abgeben und das Spiel mit einem Punkt gewinnen, ist mir das völlig egal. Es geht nur darum, zu gewinnen."

Nate McMillian (Head Coach Pacers): "Wir glauben weiter an uns. Das haben wir vor der Partie getan und das tun wir auch immer noch."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Keine Veränderungen auf beiden Seiten. Für die Cavs starteten Irving, Smith, James, Love und Thompson. Die Gäste aus Indiana begannen mit Teague, Ellis, George, Young und Turner.

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1. Viertel: Wilder Start der Gastgeber. Drei Ballbesitze, drei Turnover und drei Fastbreak-Punkte der Pacers. Auch PG-13 war voll da und hatte schnell zehn Punkte auf dem Konto. Indiana hatte aber auf die Offense um LeBron kaum eine Antwort, dazu wütete Thompson unter dem offensiven Brett. Da aber auch Teague bei Indiana aggressiv den eigenen Abschluss gegen Irving suchte, blieben die Gäste dran. 32:29 Pacers.

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2. Viertel: Nachdem der Dreier für die Cavs gut fiel (4/8) kühlte der Champion ein wenig ab. Aber auch Indiana hatte nun große Probleme den Spalding im Korb unterzubringen. Cleveland nutzte dies zu einem 12:0-Run. Zwar wehrte sich Stephenson ein wenig, doch LeBron plus die Schützen am Perimeter waren nun nicht zu stoppen. Da die Gastgeber wieder fahrlässig wurden (James hatte bereits 6 TO), hielt Indiana den Rückstand in Grenzen. 63:58 Cavs.

Die NBA-Champions der letzten 25 Jahre
1991: Chicago Bulls (4-1 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Michael Jordan
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1991: Chicago Bulls (4-1 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Michael Jordan
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1992: Chicago Bulls (4-2 gegen Portland Trail Blazers). Finals MVP: Michael Jordan
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1993: Chicago Bulls (4-2 gegen Phoenix Suns). Finals MVP: Michael Jordan
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1994: Houston Rockets (4-3 gegen New York Knicks). Finals MVP: Hakeem Olajuwon
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1994: Houston Rockets (4-3 gegen New York Knicks). Finals MVP: Hakeem Olajuwon
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1995: Houston Rockets (4-0 gegen Orlando Magic). Finals MVP: Hakeem Olajuwon
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1996: Chicago Bulls (4-2 gegen Seattle Supersonics). Finals MVP: Michael Jordan
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1996: Chicago Bulls (4-2 gegen Seattle Supersonics). Finals MVP: Michael Jordan
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1997: Chicago Bulls (4-2 gegen Utah Jazz). Finals MVP: Michael Jordan
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1998: Chicago Bulls (4-2 gegen Utah Jazz). Finals MVP: Michael Jordan
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1999: San Antonio Spurs (4-1 gegen New York Knicks). Finals MVP: Tim Duncan
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2000: L.A. Lakers (4-2 gegen Indiana Pacers). Finals MVP: Shaquille O'Neal
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2001: L.A. Lakers (4-1 gegen Philadelphia 76ers). Finals MVP: Shaquille O'Neal
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2002: L.A. Lakers (4-0 gegen New Jersey Nets). Finals MVP: Shaquille O'Neal
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2004: Detroit Pistons (4-1 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Chauncey Billups
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2005: San Antonio Spurs (4-3 gegen Detroit Pistons). Finals MVP: Tim Duncan
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2006: Miami Heat (4-2 gegen Dallas Mavericks). Finals MVP: Dwyane Wade
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2007: San Antonio Spurs (4-0 gegen Cleveland Cavaliers). Finals MVP: Tony Parker
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2008: Boston Celtics (4-2 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Paul Pierce
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2008: Boston Celtics (4-2 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Paul Pierce
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2009: L.A. Lakers (4-1 gegen Orlando Magic). Finals MVP: Kobe Bryant
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2010: L.A. Lakers (4-3 gegen Boston Celtics). Finals MVP: Kobe Bryant
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2011: Dallas Mavericks (4-2 gegen Miami Heat). Finals MVP: Dirk Nowitzki
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2012: Miami Heat (4-1 gegen Oklahoma City Thunder). Finals MVP: LeBron James
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2013: Miami Heat (4-3 gegen San Antonio Spurs). Finals MVP: LeBron James
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2014: San Antonio Spurs (4-1 gegen Miami Heat). Finals-MVP: Kawhi Leonard
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2014: San Antonio Spurs (4-1 gegen Miami Heat). Finals-MVP: Kawhi Leonard
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2015: Golden State Warriors (4-2 gegen Cleveland Cavaliers). Finals-MVP: Andre Igoudala
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3. Viertel: Smith (Oberschenkel) blieb verletzt draußen und Shumpert bekam so seine ersten Minuten der Serie. Der fügte sich gleich gut ein, stoppte George auf der einen Seite und traf auf der anderen den Corner-3. Die Defense der Cavs zog an und die Gäste produzierten nun Ballverluste. Die Offense war nicht mehr da, während für Cleveland Love gegen Stephenson keine Probleme hatte, zu scoren. Irving setzte von Downtown kurz vor der Sirene noch einen drauf. Der Fullcourt-Treffer von Stephenson kam zu spät. 96:78 Cavs.

4. Viertel: Aufgeben wollten die Pacers nicht. Der Vorsprung schmolz wieder ein wenig. So war es an Uncle Drew, der erneut drei schwere Jumper netzen konnte. Dennoch waren die Gastgeber wenig konsequent in der Defense. George verkürzte vier Minuten vor dem Ende auf unter 10 Zähler und pünktlich zur Crunchtime waren es nur noch 5. Dann vergaben George und auch Irving, doch Thompson gehörte der Rebound. Die Pacers schliefen und Irving bekam unter dem Korb einen einfachen Leger. Auf der anderen Seite blockte James Turner, doch George splashte von Downtown, 109:113 aus Pacers-Sicht. Love machte die Freiwürfe und Shumpert zog das Offensiv-Foul gegen Miles. Die Cavs gewannen mit 117:111.

Cavs vs. Pacers: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Kevin Love. Standing Ovations hatte der Power Forward im Q noch nicht so oft genossen. Nachdem er bereits in der ersten Halbzeit seinen offenen Dreier versenkte, drehte er nach der Pause ordentlich auf. Nutzte sein Mismatch gegen Stephenson konsequent und wurde darum von James immer wieder gesucht. Ebenfalls stark: Die zweite Halbzeit von Iman Shumpert und seine Defense gegen George.

Der Flop des Spiels: Myles Turner. War nach einer missglückten ersten Halbzeit (0 Punkte, 0/5 FG) sichtlich verunsichert und verweigerte in der Folge den Wurf. Das ohnehin nicht optimale Spacing der Pacers erlitt so einen herben Dämpfer. Defensiv glänzte er zwar mit einigen Blocks, doch seine Help Defense kam gegen die penetrierenden Cavs häufig zu spät. Auch schwach: Monta Ellis, der kaum in Erscheinung trat.

Die besten Scorer der Playoff-Geschichte
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PLATZ 4: Kobe Bryant - 5.640 Punkte in 220 Spielen - Los Angeles Lakers
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PLATZ 3: LeBron James - 5.670 Punkte in 202 Spielen - Cleveland Cavaliers, Miami Heat (Stand: 21. April 2017)
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PLATZ 2: Kareem Abdul-Jabbar - 5.762 Punkte in 237 Spielen - Milwaukee Bucks, Los Angeles Lakers
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PLATZ 1: Michael Jordan - 5.987 Punkte in 179 Spielen - Chicago Bulls
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Das fiel auf:

  • Die Cavs versuchten von Beginn an George deutlich aggressiver zu verteidigen. Der Star der Pacers wurde immer wieder an die Seitenlinie gedrängt und dort gedoppelt. Einen Nutzen hatte dies aber nicht. George trug sein Team und war erneut nicht zu stoppen. Nach 18 Punkten im ersten Durchgang war es dann Shumpert, der sich gegen PG-13 versuchen durfte - und der machte einen herausragenden Job und klebte am Forward. Entsprechend ging auch dessen Punkte-Produktion zurück (4/11 FG nach der Pause).
  • Anfangs versuchten die Cavs die Zone zu verstopfen. Das funktionierte teilweise recht gut mit unter anderem vier Blocks im ersten Viertel. Danach ließ die Intensität nach und Indiana generierte recht einfach gute Offense, auch durch viele Ballverluste der Cavs. Probleme gab es aber, wenn George nicht auf dem Court war oder wie im Fall von Shumpert gut verteidigt wurde. Dadurch fehlte es an Shooting, wodurch die Cavs den Ballführenden stärker unter Druck setzten und es sich so erlauben konnten, dass Pacers-Spieler am Perimeter offen blieben.
  • Auf der anderen Seite gab es bei Indiana weniger Anpassungen zu sehen. Die Pick-n-Rolls wurden weiterhin geswitched, wodurch LeBron auch gegen Teague oder Turner operieren konnte und so nach Belieben scorte. Es wirkte wie eine Kopie von der Partie vor zwei Tagen, mit der Ausnahme, dass Cleveland von draußen besser und vor allem die offenen Würfe traf. Nach der Halbzeit fiel dieser weniger, wodurch mehr und mehr der Post gesucht wurde.
  • Die Pacers attackierten Irving deutlich häufiger als am Samstag. Dabei war es vor allem Teague, der gegen den Cavs-Guard isoliert wurde und sowohl mit Speed an ihm vorbeigehen konnte, als auch aus dem Postup zu agieren. Gleichzeitig sah Teague gegen Uncle Drew im direkten Duell auf der anderen Seite keinerlei Sonne.

Das Playoff-Bracket im Überblick

Robert Arndt
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