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Cleveland Cavaliers - Chicago Bulls 94:106

Bulls überraschen den Champ

Von Robert Arndt
Donnerstag, 05.01.2017 | 04:35 Uhr
Dwyane Wade traf drei seiner vier Distanzwürfe
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Die Chicago Bulls (18-18) haben einen wichtigen Sieg bei den Cleveland Cavaliers (26-8) eingefahren. Der Champion, der erneut ohne Love und Irving antrat, verlor trotz einer guten Vorstellung von LeBron James mit 94:106.

Kyrie Irving und Kevin Love verletzt, LeBron James mit einer Grippe geschwächt - beste Voraussetzungen für die Chicago Bulls einen überraschenden Sieg aus der Quicken Loans Arena mitzunehmen und das taten sie auch. Nach einem schwachen Start schossen sich die Bulls zurück in die Partie und stellten mit 13 verwandelten Dreiern (bei 30 Versuchen) einen neuen Saisonrekord auf.

Den Löwenanteil lieferten dabei Doug McDermott (17 Punkte) und Nikola Mirotic (16), die je drei Würfe von draußen versenkten. Im vierten Viertel schlug dann einmal mehr die Stunde von Jimmy Butler, der zuvor blass geblieben war. 14 seiner 20 Punkte (7/20 FG) erzielte Jimmy Buckets in den letzten zwölf Minuten.

Dwyane Wade erlebte einen eher mittelmäßigen Abend mit nur 10 Punkten (3/9 FG). Besser lief es für Taj Gibson, der nur einen seiner zehn Würfe daneben setzte und auf 18 Punkte und 7 Rebounds kam. Rajon Rondo wurde erneut nicht eingesetzt.

Bei den Cavs stand und fiel natürlich alles mit LeBron, der trotz Krankheit 31 Punkte (12/21 FG), 8 Rebounds und 7 Assists bei 5 Turnover auflegte. Neben ihm überzeugte Irving-Ersatz Jordan McRae mit 21 Zählern. Tristan Thompson griff sich derweil gleich 9 Offensiv-Rebounds (insgesamt 11 Bretter).

Die Reaktionen:

Jimmy Butler (Bulls): "So ein Typ mit der Nummer drei auf dem Rücken kam zu mir und sagte: 'Gewinne das Spiel für uns'. Mir blieb also gar nichts anderes übrig."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Neben den verletzten Kyrie Irving (Oberschenkel) und Kevin Love (krank) war auch lange der Einsatz von LeBron James (Grippe) fraglich. Erst Minuten vor Tip-Off gab der King grünes Licht. Neben ihm starteten erneut McRae, Liggins, Frye und Thompson. Bei den Bulls zitterte man um Wade, doch auch er konnte spielen. Seine Mitspieler zu Beginn waren Carter-Williams, Butler, Gibson und Lopez.

1. Viertel: Anders als zuletzt starteten die Cavs stark in die Partie. James orchestrierte die Offense souverän. Die Bulls hatten dagegen Probleme gute Würfe zu erspielen oder überhaupt in die Zone zu kommen. Nach einem 15:2-Start der Cavs erarbeitete sich Chicago zumindest einen Vorteil unter den Brettern und punktete nach Putbacks. Butler und Wade blieben zunächst ohne Field Goal. Da Cleveland aber auch nichts mehr traf, hielt sich der Rückstand in Grenzen. 23:16 Cavaliers.

2. Viertel: Mit Felder als Spielmacher lief nichts mehr im Angriff der Cavs. McDermott und Mirotic brachten den Bulls endlich das benötigte Shooting und einen 13:0-Lauf und gingen in Führung, welche sie auch behaupteten. Mirotic und McDermott hatten zusammen bereits 23 Punkte. Auch Taj Gibson war zu diesem Zeitpunkt noch perfekt aus dem Feld (5/5 FG). Die Bulls führten mit 52:46.

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3. Viertel: Diesmal kamen die Starter der Bulls besser aus der Kabine. Die Würfe waren besser und entsprechend offen. Nach Dreiern von Butler und Wade wuchs die Führung auf über zehn Punkte. Carter-Williams sorgte derweil für das Highlight des Spiels, als er bei einem Dunk McRae mit aufs Poster nahm. Zu allem Überfluss knickte LeBron auch noch nach einer Kollision mit MCW um und ging erstmal auf die Bank. Ohne den King war es McRae, der mit einigen guten Aktionen für ein wenig Hoffnung durch einen 7:0-Run sorgte. 83:74 Chicago.

4. Viertel: Es wurde wieder enger. Ohne LBJ knabberten die Cavs am Rückstand, da sie nun auch entschlossener zum Korb zogen. LeBron kam bei vier Zählern Rückstand doch wieder zurück und sofort war die Halle da. Das schien Butler zu motivieren, der zuvor nichts getroffen hatte und dann zehn Punkte für die Bulls in Folge machte. Die Comeback-Hoffnungen waren damit zerschlagen. Die Führung pendelte sich bei zehn Zählern ein, obwohl LeBron noch einmal alles versuchte. Die Bulls holten den Sieg und gewannen mit 106:94.

Cavaliers vs. Bulls: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Doug McDermott. Nach dem schlimmen ersten Viertel der Bulls war er es, der dem Team Leben einhauchte und mit seinem Shooting für die Wende sorgte. Verwandelte jeden seiner sechs Würfe, welche zumeist offen waren, da er sich mit guten Finten Freiraum verschaffen konnte. Deswegen stand Dougie McBuckets auch in der Crunchtime auf dem Feld, wovon vor allem Butler profitierte. Ähnliches galt für Mirotic, der ebenfalls einen großen Anteil hatte.

Der Flop des Spiels: DeAndre Liggins. Startet seit der Verletzung von JR Smith regelmäßig, war aber am heutigen Tag kein Faktor. Wurde von den Bulls in der Offense völlig ignoriert und konnte auch die offenen Dinger nicht versenken (2 Punkte, 1/5 FG). Ließ zudem die Schützen der Bulls ein um andere Mal offen stehen. Obendrauf kamen noch 4 Turnover.

Das fiel auf:

  • Das erste Viertel der Bulls war schlicht und ergreifend grauenhaft. Es wurde erneut sichtbar, dass wenig Struktur und Spacing in Angriff vorhanden ist. Was vor allem fehlt, ist ein Point Guard, der weiß, wo der Korb hängt. Carter-Williams und Grant warfen einige grauenhafte Backsteine. Am Ende standen 16 Zähler und das zweitschlechteste Viertel der Saison. Direkt am Korb versenkte man fünf der acht Würfe, von jeder anderen Position waren es 2/16 FG.
  • Ohne Love und Irving fehlt es dem Cavs-Team an Tiefe. So sah selbst James Jones bereits im ersten Viertel Minuten. Die Bulls nutzen dies im Verlauf der Partie aus, als sie Mirotic gegen Jones in den Post schickten und großen Erfolg damit hatten. Auch auf Point Guard klafften teils große Lücken. Während McRae an der Seite von James seine Sache noch recht gut machte, schien Felder in der ersten Halbzeit völlig überfordert. Entsprechend sah dann auch die Bankproduktion beider Teams im Vergleich aus (39:23 für die Bulls)
  • Nach 52 Punkten vor zwei Tagen war Jimmy Butler drei Viertel lang kein Faktor. Der Small Forward agierte teils passiv und attackierte auffällig selten den Korb. In der ersten Halbzeit traf er lediglich einen Wurf (ein Dreier kurz vor Ende des zweiten Viertels) und stand nicht einmal an der Freiwurflinie. Dort stand er dann acht Minuten vor dem Ende das erste Mal. Das gab ihm Sicherheit und so machte er einige wichtige Körbe, als die Cavs wieder in die Partie fanden.
  • Das Comeback der Cavs nach 17-Punkte-Rückstand wurde mit dem Lineup Felder-Shumpert-Jones-Jefferson-Thompson gestartet. Diese Kombo funktionierte im ersten Durchgang überhaupt nicht, später dafür umso besser. Vor allem Felder wirkte wie ausgewechselt und zog mutig zum Korb und traf. So war auch sein Vertrauen in den Jumper (1. HZ: 0/5 FG) wieder da.

Der Spielplan im Überblick

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