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NBA

Celtics-Teamwork schlägt Iso-Knicks

Der Iso-Basketball von Carmelo Anthony und Derrick Rose war gegen die Celtics nicht genug

Die New York Knicks (16-14) haben ihr Heimspiel zum Auftakt des Christmas Days gegen die Boston Celtics (18-13) verloren. Beim 119:114 machte vor allem das bessere Team-Play der Gäste den Unterschied.

Den Großteil der ersten Halbzeit hatten die Knicks recht gut im Griff, dann kam die Offense aufgrund einiger Turnover jedoch ins Stocken und Boston lief von Downtown heiß - ein persönlicher 8:0-Run von Jae Crowder brachte Boston Mitte des zweiten Viertels in Front. Im Anschluss liefen die Knicks hinterher, auch wenn sie die Partie eine Minute vor Schluss noch einmal ausgleichen konnten. Ein Dreier von Marcus Smart und ein Steal von Avery Bradley gegen Carmelo Anthony besiegelten dann aber doch die Knicks-Niederlage.

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Trotz fehlender Bank-Unterstützung hatten die Knicks sich zuvor dank ihrer "Big Three" im Spiel gehalten: Melo haderte zwar mit seinem Wurf, war am Ende aber doch wieder Topscorer (29 Punkte, 9/24 FG). Derrick Rose (25, 10/19) und Kristaps Porzingis (22, 9/16, dazu 12 Rebounds) trafen um einiges effizienter, der ausgeglichenen Teamleistung der Celtics konnte das Trio am Ende aber nicht genug entgegensetzen: Sechs Celtics-Spieler punkteten zweistellig, wobei Isaiah Thomas einmal mehr die meisten Zähler auflegte (27). Kelly Olynyk lieferte von der Bank starke 16 Zähler bei 7/9 aus dem Feld.

Boston festigte durch den Sieg den dritten Platz in der Eastern Conference, die Knicks rangieren weiter auf Platz fünf.

Die Reaktionen:

Marcus Smart (Celtics): "An diesem besonderen Tag war ihr Publikum besonders laut. Aber wir haben es geschafft, nicht die Ruhe zu verlieren und jedes Mal zurückzuschlagen."

Carmelo Anthony (Knicks): "Man will natürlich überhaupt nie verlieren, aber heute tut es besonders weh."

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Der Star des Spiels: Al Horford. Die Statline Horfords war mit 15 Punkten, 7 Rebounds, 5 Assists sowie 2 Blocks und 3 Steals nicht "laut", aber das ist ja ohnehin nicht sein Ding. Extrem stark, wie Horford immer wieder die Lücken in der Defense stopfte und auch vorne fast immer die richtige Aktion lieferte: Horford demonstrierte seine Vielseitigkeit, spielte den Assist zum vorentscheidenden Dreier von Smart und blockte dann zur endgültigen Entscheidung auch noch Porzingis. Auch sehr stark: Smart und Olynyk.

Der Flop des Spiels: Das Ball-Movement der Knicks. Man könnte natürlich Melo aufgrund seiner schwachen Quote nennen, aber die Ursache dafür lag ja gewissermaßen auf der Hand - die Knicks spielten über weite Strecken einfach völlig unkreativ. Egal ob Rose, Melo oder auch Jennings, die primären Ballhandler der Knicks wollten allesamt lieber für sich selbst kreieren als für andere. Es wurden nicht viele Pässe gespielt und dann waren sie auch noch häufig ungenau. 11 Assists bei 17 Ballverlusten klingt nur bedingt nach moderner Offense - und das, obwohl New York kein einziges Triangle-Play lief.

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Das fiel auf:

  • Obwohl die Partie in den USA extrem früh angepfiffen wurde, sah man eher wenig von den sonst so oft gesehenen Startschwierigkeiten bei "early games". Beide Teams gingen von Beginn an ein recht hohes Tempo. Die Knicks starteten dabei etwas besser, obwohl weder Melo noch Porzingis im ersten Viertel Faktoren waren. Beide waren bei den Top-Verteidigern Crowder und Horford zunächst gut aufgehoben.

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  • Am Anfang konnten Rose, Lee und einige Bankspieler das recht gut kompensieren, im zweiten Viertel ging den Knicks allerdings der Faden verloren, auch weil Jennings den Spielaufbau übernahm. Es häuften sich die Ballverluste und somit geriet auch die Offense mehr und mehr ins Stocken. Die Punkte kamen fast alle durch Einzelaktionen, nicht durch Spielzüge.
  • Sehr auffällig bei Boston: Obwohl das Team von Brad Stevens keine guten Quoten schoss, gelang ihnen das Comeback - denn ganz uncharakteristisch reboundeten die Celtics richtig stark. 9 Offensiv-Rebounds hatten sie bereits zur Pause, wobei vor allem Horford und Johnson auf sich aufmerksam machten. Mit der Zeit fielen dann auch die Würfe deutlich zuverlässiger rein.
  • Stark, wie bei den C's die Scoring-Last auf viele Schultern verteilt wurde - gerade im Vergleich zu den Knicks. Die Celtics ließen den Ball sehr schön laufen und da New York nicht gerade viel Druck am Mann entfachen konnte, funktionierte das auch meist ohne Turnover (insgesamt 8). 45 Field Goals gingen 25 Assists voraus, ein guter Wert - und wenn es mal doch nicht mit Pässen funktionieren wollte, konnten Thomas oder Horford meist trotzdem hochprozentige Abschlüsse generieren.

Der Spielplan im Überblick

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