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NBA

Rockets überstehen Russ-Triple-Double

Von Robert Arndt
Russell Westbrook legte sein siebtes Triple Double in Folge auf

Nach sechs Siegen am Stück mussten die Oklahoma City Thunder (14-8) gegen die Houston Rockets (15-7) mal wieder eine Niederlage einstecken. Trotz der 99:102-Pleite legte Russell Westbrook sein siebtes Triple-Double am Stück auf. Dies gelang zuletzt Michael Jordan in der Saison 1988/89.

Weder James Harden noch Russell Westbrook lieferten ihre besten Leistungen ab, doch am Ende stand für Russ das siebte Triple-Double in Folge (27 Punkte, 10 Rebounds, 10 Assists, 8 TO, 8/25 FG) und der Bart verbuchte ein Double Double (21 Punkte, 12 Assists, 8 TO, 6/23 FG).

Harden hatte jedoch den besseren Supporting Cast an seiner Seite. Eric Gordon (17 Punkte) und Nene (11 Zähler) produzierten gut und auch Ryan Anderson versenkte in der zweiten Halbzeit einige wichtige Dreier. Patrick Beverley überzeugte derweil mit guter Defense gegen Westbrook und reboundete stark (12 Boards).

Die Thunder trafen zwar besser als Houston (42,0 Prozent zu 39,1) ließen aber zu viele offensive Bretter zu, obwohl Steven Adams ein starkes Double Double (24 Punkte, 10 Rebounds) auflegte. Victor Oladipo begann gut, baute aber im zweiten Durchgang ab und beendete die Partie mit 12 Punkten.

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Die Reaktionen:

Patrick Beverley (Rockets) über die Strategie gegen Westbrook: "Wir wollten körperlich gegen ihn spielen und es ihm so schwer wie möglich zu machen."

Russell Westbrook (Thunder): "Ich habe heute einfach eine Menge leichter Würfe vergeben."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Beide Teams hatten keine Verletzungen zu beklagen und traten mit voller Kapelle an. Das bedeutete, dass die Thunder mit der gewohnten Starting Five aus Westbrook. Oladipo, Roberson, Sabonis und Adams antraten. Für die Rockets begannen Harden, Beverley, Ariza, Anderson und Capela.

1. Viertel: Blitzstart der Rockets durch Capela, der in einer Minute gleich sieben Punkte auflegte. Die Thunder reagierten mit hohem Tempo und nach fünf Minuten brachte ein Roberson-Layup die Gastgeber erstmals in Führung. Es entwickelte sich ein schnelles und fehlerbehaftetes Spiel mit vielen Backsteinen. Dekker sorgte per Dunk über Kanter mit Foul zumindest für ein Highlight. Die Rockets trafen zwar nur ein Drittel ihrer Würfe, führten aber dennoch mit 25:23.

2. Viertel: Die Bank der Thunder drehte das Spiel zunächst. Kanter wühlte unter dem Korb und Morrow traf den tiefen Dreier. Nachdem die Rockets von draußen lange kalt blieben, fanden sie in Gordon die heiße Hand, der zwei schnelle Triples einstreute. Houston spielte sich einen kleinen Vorsprung heraus, da OKC zahlreiche Ballverluste verbuchte. Harden verfehlte derweil jeden seiner fünf Würfe, erst mit fünf Minuten übrig im Viertel hatte seine Dürre ein Ende. Westbrook polsterte im Anschluss ein wenig seine Stats, stand aber auch schon bei sechs Turnover. Houston nahm eine 55:49-Führung mit in die Pause.

3. Viertel: Die Rockets trafen nun besser. Nach Dreiern von Anderson und Ariza nahm Thunder-Coach Donavan eine schnelle Auszeit. Adams verkürzte wieder auf sieben und hatte mit 22 Zählern bereits ein neues Career High erreicht. Sabonis räumte dann Ariza ab, während Oladipo auf der anderen Seite den Fastbreak veredelte. Doch Anderson versenkte auf der anderen Seite wieder zwei Distanzwürfe und erstickte die Hoffnung der Thunder im Keim. Die Rockets bauten ihre Führung auf 86:75 aus.

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4. Viertel: Ein Dreier von Morrow verkleinerte den Vorsprung und läutete die Aufholjagd ein. In der Folge wollte bei beiden Teams nichts mehr fallen. Grant (4 Blocks im Viertel) blockte Harden spektakulär und brachte die Menge zum Kochen. Durch ein Clear Path Foul von Anderson an Westbrook verkürzte dieser auf zwei Zähler, doch Harden konterte per Layup auf der anderen Seite. Knapp zwei Minuten konnte Russ per And One ausgleichen, doch er vergab den Freebie. Anderson erhöhte per Leger nach Offensiv-Rebound wieder auf drei. Freiwürfe von Russ machten es wieder ein Ein-Punkt-Spiel. Harden verlor dann 30 Sekunden vor dem Ende den Ball. Westbrook legte im Anschluss daneben, doch Houston konnte den Rebound nicht sichern. Doch der anschließende Dreier von Russ war ein Airball. Ariza versenkte dann beide Freiwürfe. Morrows Dreier berührte nicht den Ring. Houston siegte mit 102:99.

Thunder vs. Rockets: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Die Bank der Rockets. Klar, Harden führte wieder gut Regie, aber sein Wurf wollte heute einfach nicht fallen. Dafür zeigten sich die Reservisten in guter Form und outscoren ihre Kollegen aus OKC mit 44:22. Alle eingesetzten Bankspieler punkteten. Besonders Gordon, Nene und Dekker entlasteten dabei die teils schwächelnen Starter exzellent.

Der Flop des Spiels: Domantas Sabonis. Der Rookie hatte große Probleme gegen Ryan Anderson und kam einige Male viel zu spät gegen den Scharfschützen. Auch in der Offensive war der Litauer kein Faktor und traf lediglich einen seiner fünf Versuche und beendete das Spiel mit mageren drei Punkten in 25 Minuten Spielzeit, da er auch in der Crunchtime nicht mehr auf dem Parkett war.

Das fiel auf:

  • Beverley setzte gleich gegen Westbrook ein Zeichen und zog nach 30 Sekunden den Charge noch direkt unter dem Korb der Thunder. Er sollte Westbrook über das ganze Spiel quer über das Feld jagen und spielte mit höchstem Einsatz immer an der Grenze der Legalität.
  • Entscheidend für den Sieg waren auch die zahlreichen Offensiv-Rebounds, die sich die Rakten griffen. Insgesamt waren es am Ende 16. Dadurch fielen auch die viele vergebenen Würfe nicht ins Gewicht. Elfmal warfen die Rockets mehr auf den Korb, zwischenzeitlich betrug die Differenz gar 20.
  • Der Gameplan der Rockets sah vor, die Kreise von Westbrook einzudämmen. Das gelang dies gut. Russ produzierte so zahlreiche Turnover, dass er oft gleich zwei Gegenspieler gegen sich hatte. Das gab aber auch Platz. Speziell Adams stand unter dem Korb einige Male völlig blank und konnte so etwas für sein Punktekonto tun.
  • Im ersten Durchgang hatte Houston große Probleme von der Dreierlinie (5/19 3FG) und auch an der Freiwurflinie fiel wenig (6/13 FT). Auch nach der Pause wollten die Longballs oft nicht fallen, allerdings waren die wenigen meist ein Stich ins Herz der Thunder. Im vierten Viertel wollte dann kaum mehr etwas fallen, doch die starke Defense schaukelte das Spiel nach Hause.

Der Spielplan im Überblick

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