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NBA

Mavs überrollen müde Bulls

Von Robert Arndt
Deron Williams führte hervorragend Regie

Nach zwei Niederlagen am Stück haben die Dallas Mavericks (4-15) gegen die Chicago Bulls (11-8) einen letztlich souveränen 107:82-Erfolg eingefahren. Die Garanten für den Sieg waren dabei Harrison Barnes und Wesley Matthews.

Vierter Saisonsieg der Dallas Mavericks, die im kompletten Spiel nicht eine Sekunde zurücklagen. Stark war dabei einmal mehr Harrison Barnes, der 17 seiner 22 Punkte (9/21 FGs) bereits in der ersten Halbzeit erzielte. Die zweite Halbzeit gehörte dann eher Wesley Matthews, der 26 Zähler einstreute und insgesamt sieben Würfe von draußen versenkte. Damit war er Topscorer der Partie.

Andrew Bogut hielt den Laden hinten weitgehend zusammen (8 Punkte, 11 Rebounds), kämpfte aber mit Fouls und musste deswegen sieben Minuten vor dem Ende bereits den Court verlassen. Deron Williams führte gut Regie und setzte seine Mitspieler immer wieder gekonnt ein (15 Assists) und kreierte jede Menge offene Würfe. Von der Bank kommend streute Dwight Powell 17 Punkte ein, was für ihn ein Career High bedeutete.

Bei den Bulls, die auf den geschonten Dwyane Wade verzichteten, war Jimmy Butler mit 26 Zählern fleißigster Punktesammler. Unterstützung bekam Butler fast ausschließlich von Robin Lopez, der 15 Punkte und 7 Rebounds auflegte.

Paul Zipser kam in den letzten vier Minuten zum Einsatz, sein einziger Wurf war jedoch ein Airball und so wartet der deutsche Nationalspieler weiter auf seine ersten NBA-Punkte.

Die Reaktionen:

Rick Carlisle (Head Coach Mavs): "Matthews war der Star des Spiels. Ohne Dirk ist er unser Anführer, in der Kabine und auf dem Court."

Jimmy Butler (Bulls): "Keiner von uns hat heute seine Leistung gebracht. Wir haben offensiv und defensiv ohne Energie gespielt."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off:

Die Mavericks mussten erneut ohne Nowitzki auskommen, der wieder länger ausfällt. Das Lineup setzte sich so aus Williams, Matthews, Finney-Smith, Barnes und Bogut zusammen. Fred Hoiberg verzichtete beim zweiten Spiel des Back-to-Backs der Bulls mal wieder auf Dwyane Wade, für den Nikola Mirotic startete. Die weiteren Starter waren Rondo, Butler, Gibson und Lopez.

1. Viertel: Beide Teams starteten das Spiel äußert rostig. Erst der achte Wurfversuch saß, als Barnes das And-One zog. Bei Chicago lief dagegen zunächst nichts. Außer einem Putback von Lopez brachten die Gäste in den ersten sechs Minuten keine Punkte auf das Board. Die Mavs zeigten sich deutlich wacher und provozierten einige Turnover. Vor allem Barnes zeichnete sich dabei durch einige Hustle Plays aus. In den letzten drei Minuten fingen sich die Bulls ein wenig, dennoch führten die Mavs mit 29:18.

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2. Viertel: Es entwickelte sich nun ein offenes Spiel, in dem beide Teams gut aus dem Feld trafen, wobei viele Würfe offen waren. Bogut hatte bereits nach drei Minuten acht Punkte auf dem Konto, was ein Season High bedeutete. Die Offense der Mavs kam jedoch ins Stocken, erst ein Dreier von Devin Harris in Transition küsste Dallas aus der Lethargie. Butler und Lopez ließen den Vorsprung der Mavs aber nicht zu groß werden. Speziell Lopez zeigte sich aktiv und stand kurz vor der Pause bereits bei 13 Punkten. Doch der aktive Powell und Barnes brachten den Mavs ein versöhnliches Ende des Viertels. Dallas führte mit 57:45.

3. Viertel: Die Mavs kamen erneut besser aus der Kabine. Ein Dreier von Matthews sorgte für die bis dato höchste Führung der Texaner, die gar auf 21 Punkte anwuchs. Dabei halfen natürlich die Würfe von draußen, die das Schlusslicht der Western Conference gut traf. Diese Führung konnte dann, anders als in der ersten Halbzeit, auch gehalten werden. Speziell Matthews fiel in dieser Phase mit einigen schwierigen Abschlüssen auf, die er mit ablaufender Shotclock versenkte. Die Mavs gingen mit einer 82:66-Führung ins Schlussviertel.

4. Viertel: Hoiberg probierte noch mal alles und schickte ein kleines Lineup heraus. Und tatsächlich - nach seinem Dreier von Valentine schrumpfte die Führung der Mavs wieder auf zwölf Punkte. Finney-Smith und Williams konterten jedoch den Mini-Run und beruhigten die Gemüter der Mavericks. Bogut kassierte derweil bereits sieben Minuten vor dem Ende sein sechstes Foul. Am Spiel änderte dies aber wenig, sodass auch Paul Zipser noch ein paar Minuten sah. Anderson sorgte mit einem Block gegen Portis noch für ein echtes Highlight. Dallas siegte mit 107:82.

Mavericks - Bulls: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Wesley Matthews, der endlich mal wieder gut aus dem Feld traf (9/17 FGs) und auch tiefe Dreier versenkte. Beendete das Spiel mit 26 Punkten und sieben getroffenen Würfen von draußen. Hinzu kam natürlich wie gewohnt starke Defense gegen den besten Spieler des Gegners - in diesem Fall Jimmy Butler.

Der Flop des Spiels: Rajon Rondo. Glänzte zuletzt immer gegen sein Ex-Team aus Dallas - jedoch nicht heute. Wirkte nach seinem Triple-Double vom Vortag von Beginn an unkonzentriert und leistete sich schlimme Turnover. Unter anderem dribbelte er sich unbedrängt auf den eigenen Fuß. Stand letztlich nur knapp 24 Minuten auf dem Court. Es standen magere 2 Punkte und 2 Assists zu Buche. Auch schwach: Nikola Mirotic.

Das fiel auf:

  • Jimmy Butler haderte zunächst ein wenig mit dem eigenen Wurf, erarbeitete sich aber in typischer Manier zahlreiche Möglichkeiten an der Freiwurflinie heraus (10/12 FTs) und brachte Bogut so gegen Ende der ersten Halbzeit in Foulprobleme. Trotz seiner 26 Punkte war es nicht der beste Abend von Jimmy Buckets.
  • Es war ein gebrauchter Abend für die Bulls. Der Kraftakt gegen die Cavs am Vorabend war den Gästen aus Michigan deutlich anzumerken. Insgesamt gab man den Ball 20 Mal her, was die Mavericks zu 24 Punkten nutzen. Es war die Blaupause eines Schedule-Loss.
  • Die Offense der Mavs bleibt diese Saison eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Teilweise lief der Ball ansehnlich, doch in einigen Phasen war es doch sehr schwere Kost, in denen Bogut teilweise bis zu acht Sekunden den Ball an der Birne ohne Anspielstation hielt.
  • Was allerdings erneut vorzüglich funktionierte, waren die Isolations für Harrison Barnes, der gegen Gibson und Mirotic teils nach Belieben scoren konnte. Lediglich Butler konnte die Kreise von Dallas' Nummer 40 zu Teilen einschränken.
  • Dwight Powell zeigte ebenfalls ein starkes Spiel. Neben seiner Saisonbestleistung in Punkten (17 Zähler, Career High) war er der Energizer von der Bank. Krachende Alley-oops brachte das Publikum einige Male aus ihren Sitzen. Außerdem rieb er sich am hinteren Ende des Courts gegen Lopez als Center auf, als Bogut mit Foulproblemen zu kämpfen hatte.

Der Spielplan im Überblick

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