Dienstag, 22.11.2016

San Antonio Spurs - Dallas Mavericks 96:91

Pop schimpft! "Keinen Respekt für den Gegner"

Die Dallas Mavericks (2-11) kommen nicht aus dem Tal der Tränen heraus. Auch gegen die San Antonio Spurs (11-3) musste das Team von Rick Carlisle eine Niederlage hinnehmen und unterlag mit 91:96 (BOXSCORE). Dabei machte es die Rumpftruppe der Mavs lange spannend.

Die von Verletzungen gebeutelten Mavericks musste gleich auf mehrere Spieler verzichten, doch die Rumpftruppe schlug sich gegen die Spurs gut. Das Genick brachen Dallas einige Ballverluste spät in der Partie, bis dahin agierte Dallas auf Augenhöhe.

Kawhi Leonard war mit 24 Punkten (8/19 FG) der erfolgreichste Punktesammler auf Seiten der Sieger, Pau Gasol steuerte 16 Punkte (7/13 FG) und 8 Rebounds bei. Für Dallas kam Seth Curry auf 23 Zähler (9/16 FG), Harrison Barnes und Wes Matthews kamen auf je 20 Punkte.

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Die Reaktionen:

Gregg Popovich (Coach Spurs): "Das war eine pathetische Performance der Spurs. Bei ihnen fehlten Spieler, bei uns fehlten Spieler. Aber sie hatten deutlich schwerwiegender Ausfälle. Uns hat es heute an Demut gefehlt und wir hatten keinen Respekt für den Gegner. Es war eine schreckliche Leistung. Sie hätten es verdient gehabt, das Spiel zu gewinnen - das hätte ich fast vergessen zu sagen."

Rick Carlisle (Coach Mavs): "Es ist hart, aber unsere Jungs haben sich abgerackert und es gibt einige positive Dinge, die wir aus diesem Spiel mitnehmen können. Darauf müssen wir aufbauen. Man wird nie alle Würfe treffen können, aber das war einer unserer besseren Shooting-Abende diese Saison."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Die Mavs sind von Verletzungen gebeutelt. Curry, Matthews, Barnes, Dorian Finney-Smith und Salah Mejri starteten für Dallas. Gregg Popovich schonte Tony Parker und LaMarcus Aldridge, er setzte auf Dejounte Murray, Danny Green, Leonard, Davis Bertans und Gasol.

1. Viertel: Langsamer Start in San Antonio, beide Teams mussten sich erst einmal finden. Während Gasol mit Jumpern zum Erfolg kam, suchte Leonard sein Heil im Drive. Curry machte ordentlich Dampf und traf zwei Dreier, Barnes machte auch gegen Kawhi eine gute Figur in der Offensive. Dallas spielte sehr kontrolliert (nur ein Ballverlust). Die vielen Verletzten zwangen Rick Carlisle schon früh tief in die Rotation, doch die Reservisten vom Ende der Bank hielten die frühe Führung der Mavs fest. 28:24.

2. Viertel: Dallas musste nun häufiger zu Fouls greifen und die Spurs nutzten das, um erstmals seit der Anfangsphase wieder in Front zu gehen. Die Mavs-Offensive stockte zu Beginn des Viertels merklich, Punkte waren Mangelware. Der zuletzt starke Jonathan Gibson konnte keine Akzente setzen, doch Curry hatte seine Range von Downtown gefunden und bescherte den Gästen die Halbzeit-Führung. 49:48 Dallas.

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3. Viertel: Drei Dreier von Matthews eröffneten Hälfte zwei und erstmals verschaffte sich Dallas ein kleines Polster. Doch wie so oft, wenn San Antonio dieser Tage Punkte braucht, setzte Gregg Popovich auf Leonard in Isolation. David Lee sorgte für das bisherige Highlight, als er Mejri für einen And-one-Dunk aufs Poster bat. Dallas hielt die Zone zwar weitgehend dicht, doch die Spurs fanden nun immer wieder einen offenen Mann am Perimeter. Von Downtown fiel fast alles (7/11 Dreier bisher). Auch der 39-jährige Ginobili durfte zwei Mal jubeln. Mit 73:73 ging es ins Schlussviertel.

4. Viertel: Das Momentum war nach einem kleinen Run auf der Seite der Spurs, doch Dallas blieb dank Barnes und Curry dran. Lee gab den Spurs erneut wertvolle Minuten. Mehrere kritische Turnover raubten Rick Carlisle jetzt den Nerv, die Spurs bedankten sich für die einfachen Fastbreak-Punkte. Denn die Dallas-D machte in dieser Phase im Halfcourt einen richtig guten Job. In der letzten Minute vergaben die Mavs zahlreiche Möglichkeiten zum Sieg. Die Spurs wankten, aber sie fielen nicht. Barnes und Curry waren dann doch nicht clutch genug - und Dirk Nowitzki wurde schmerzlich vermisst. Die Spurs gewannen mit 96:91.

Spurs vs. Mavs: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: David Lee. In Abwesenheit von Aldridge bekam Lee viele Minuten - und erzahlte das Vertrauen von Pop zurück. Seinem Einsatz war es zu verdanken, dass San Antonio im dritten Viertel nicht den Anschluss verlor. Und der Ex-Maverick war einfach überall: 12 Punkte (Season High), 4 Rebounds, 3 Assists, 2 Steals, 1 Block. Ebenfalls stark: Kawhi Leonard.

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PLATZ 6: Tim Duncan - 5.172 Punkte in 251 Spielen - San Antonio Spurs (Stand: 14. Mai 2016)
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PLATZ 2: Kareem Abdul-Jabbar - 5.762 Punkte in 237 Spielen - Milwaukee Bucks, Los Angeles Lakers
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PLATZ 1: Michael Jordan - 5.987 Punkte in 179 Spielen - Chicago Bulls
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Der Flop des Spiels: Dwight Powell. Die Erwartungen vor der Saison waren hoch in Bezug auf Powell, der auf beiden großen Positionen als starker Backup gesehen wurde. Inzwischen überwiegt die Enttäuschung ob seiner Leistung, die auch gegen die Spurs erneut zu wünschen übrig ließ. Ohne seinen Jumper ist Powell kaum eine Gefahr (2 Punkte). Und auch defensiv konnte er das Fehlen von Andrew Bogut nicht kompensieren.

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Das fiel auf:

  • Neuzugang Barnes spielt bisher eine gute Saison, auch defensiv hilft er Dallas enorm. Gerade in Transition ist es für Dallas deutlich einfacher mit zwei starken On-Ball-Defendern in Person von Wes und Harry B.
  • Leonard verwarf im viertel Viertel einen Freiwurf. Warum das erwähnenswert ist? Es war erst Kawhis sechtster Fehler von der Linie bei 101 Versuchen. Beeindruckend.
  • Curry konnte noch nicht so richtig an seine starke zweite Saisonhälfte in Sacramento und seine außergewöhnliche Summer League anknüpfen. Immer wieder hatte er zwischendurch gute Spiele, gegen San Antonio zeigte sich erneut, wie abhängig er von den ersten Würfen ist. Mit Selbstvertrauen fällt einiges beim MVP-Bruder, ohne aber auch dementsprechend wenig.
  • Nicht ein einziges Mal setzte Carlisle auf die Mavs-Zone, die zuletzt wieder häufiger zu sehen war. Das lag daran, dass die Spurs vom Perimter treffsicher waren, erst in der Schlussphase fiel ihre Quote von Downtown auf 40 Prozent. Und Carlisle hatte keine große Lust, sie noch häufiger zum Longball einzuladen.
  • Mit dem Sieg hat Coach Pop nun 1.100 NBA-Erfolge auf dem Konto. Diesen Meilenstein erreichte er in lediglich 1.588 Spielen. Einzig Phil Jackson war schneller.

Der Spielplan im Überblick

Martin Klotz

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Martin Klotz(Redaktion)

Martin Klotz, Jahrgang 1988, ist seit Anfang 2014 bei SPOX.com. Den gebürtigen Bremer zog es zuletzt immer weiter Richtung Süden. Nach vier Jahren beim NDR in Hannover und einem Journalistik-Studium an der Uni Leipzig kam er nach Unterföhring. Als Volontär Mitglied der NBA-Redaktion und darüber hinaus zuständig für die Euroleague.

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