Freitag, 07.10.2016

Indiana Pacers - Chicago Bulls 115:108

Bulls verlieren bei Zipser-Debüt

Erster Einsatz für Paul Zipser für die Chicago Bulls. Der Nationalspieler kam auf 7 Punkte und 2 Rebounds, konnte aber die 108:115-Niederlage seiner Bulls bei den Indiana Pacers nicht verhindern.

Es war über die komplette Spielzeit eine Partie, in dem sich kein Team absetzen konnte. Erst im vierten Viertel konnte der Großteil der Pacers-Starter einen Run starten, als die Bulls nur noch mit der Reserve auf dem Feld waren.

Topscorer der Partie war Rodney Stuckey, der von der Bank kommend, 20 Punkte machte. Auch fünf andere Pacers kamen auf mehr als zehn Punkte. Paul George hatte ein wenig Probleme mit seinem Wurf und kam lediglich auf 7 Zähler (3/11 FG). Al Jefferson (15 Punkte,11 Rebounds) erzielte ein Double-Double, Thaddeus Young (16 Zähler, 8 Bretter) kratzte daran.

Bester Werfer auf Seiten der Chicago Bulls war Spencer Dinwiddie, der alle seine 19 Zähler nach der Pause erzielte. Jimmy Butler spielte nur das erste Viertel, nahm lediglich einen Wurf, den er danebensetzte (4/4 FT). Dywane Wade ließ es erneut ruhig angehen und kam auf 10 Zähler. Rajon Rondo trat mit 14 Punkte vor allem als Scorer auf, leistete sich aber auch 5 Turnover.

Paul Zipser durfte rund 14 Minuten aufs Feld und lieferte solide 7 Punkte und 2 Rebounds (2/4 FG) und zeigte dabei einige energische Drives zum Korb. Sein Jumper wollte jedoch nicht fallen.

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Die Stimmen:

Nate McMillan (Head Coach Indiana Pacers): "Rodney Stuckey war richtig stark im Training Camp. Er spielt mit viel Tempo und trifft gute Entscheidungen."

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Head Coach: Fred Hoiberg (seit Juni 2015)
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General Manager: Gar Forman (seit Mai 2009)
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Topscorer der vergangenen Saison war Jimmy Butler mit 20,9 Punkten im Schnitt
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PG: Rajon Rondo, Saison 2015/16 bei den Kings: 11,0 Punkte, 6,0 Rebounds, 11,7 Assists
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SG: Dwyane Wade, Saison 2015/16 bei den Miami Heat: 19,0 Punkte, 4,1 Rebounds, 4,6 Assists
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C: Robin Lopez, Saison 2015/16 bei den New York Knicks: 10,3 Punkte, 7,3 Rebounds, 1,6 Blocks
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All-Time-Rebounding-Leader: Michael Jordan (1984-1993, 1995-1998) mit 5.836 Rebounds
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Die Nummern #23 und #33 von Michael Jordan und Scottie Pippen hängen inzwischen unter dem Hallendach und werden nicht mehr vergeben
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Auch die Nummer 10 von Bob Love (1968-1976) ist auf ewige Zeiten unantastbar
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Jerry Sloan erlangte vor allem Bekanntheit als Trainer der Utah Jazz. Doch auch bei den Bulls (1966-1976) hinterließ er Spuren. Auch seine Nummer 4 hängt unter dem Dach des United Center
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Die größten Erfolge? Ratet mal. Angeführt von MJ gewannen die Bulls 1991-93 und 96-98 stolze sechs Titel
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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Die Pacers beginnen unverändert zum ersten Preseason-Spiel bei den Pelicans. Jeff Teague und Monta Ellis besetzen die kleinen Positionen. Paul George, Thaddeus Young und Kevin Seraphin ergänzen das Lineup. Myles Turner fehlt weiterhin wegen einer Gehirnerschütterung. Bulls-Coach Fred Hoiberg nimmt dagegen einen Wechsel vor. Für Taj Gibson startet Nikola Mirotic. Rajon Rondo, Dwyane Wade, Jimmy Butler und Robin Lopez komplettieren die erste Fünf.

1. Viertel: Die Pacers kommen besser in die Partie und drücken mächtig aufs Tempo und erspielen sich früh eine 9-Punkte-Führung. Ein 11:2-Run, angeführt von sechs schnellen Punkten von Rondo, gleicht die Begegnung wieder aus. Doug McDermott trifft gegen Ende des Viertels drei Dreier, doch die Pacers halten in Person von Al Jefferson und George dagegen. Das Spiel ist komplett ausgeglichen. 33:33.

2. Viertel: Es kann sich weiterhin kein Team absetzen. Wade ist wieder auf dem Parkett und spielt hauptsächlich mit der zweiten Reihe. Bei den Pacers kann Joe Young fünf Punkte einstreuen und auch Rodney Stuckey kommt vor allem an der Freiwurflinie zu einigen einfachen Punkten. Defense wird von beiden Teams kaum gespielt - Wurfquoten um die 50 Prozent sind die Folge. Rondo versenkt einen Bank Shot mit dem Buzzer. Die Bulls führen mit 65:63.

3. Viertel: Die Bulls bringen nach der Pause wieder ihre Starter. Nur Snell ersetzt Butler. Bei den Pacers darf Big Al mit der ersten Fünf auf den Court. Indiana kommt erneut besser aus der Kabine und erspielt sich durch einige Fast Breaks eine kleine Führung. Paul Zipser gibt Mitte des Viertels sein Debüt und legt den Ball nach schönem Drive in den Korb. Dennoch prägen Turnover den Abschnitt (beide je 7). Indiana führt 84:83.

4. Viertel: Zipser bleibt auf dem Feld und spielt weiter solide. Unter anderem wird er bei seinem Dreierversuch gefoult und versenkt alle Freebies. Die Pacers laufen wieder heiß von draußen und Teague sowie Robinson treffen ihre Dreier und bringen die Pacers mit sechs Punkten in Front. Diesen Vorsprung können die Pacers souverän verwalten. Freiwürfe von Glenn Robinson III eine halbe Minute vor dem Ende entscheiden die Partie endgültig. Indiana gewinnt mit 115:108.

Pacers vs. Bulls: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Rodney Stuckey. Starker Anführer der Reserve der Pacers. Zog immer wieder ohne Furcht Richtung Korb und traf dann zumeist die richtige Entscheidung. Hing seinen Gegenspielern geschickt Fouls an und blieb an der Linie eiskalt (9/10 FT). Hatte auch immer wieder ein Auge für seine Mitspieler.

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Der Flop des Spiels: Nikola Mirotic. Der Spanier durfte diesmal für Gibson starten, konnte seine Chance aber nicht nutzen. Sein Dreier fiel wieder nicht (0/5 Dreier). Er leistete sich zudem einen haarsträubenden Turnover beim Inbound und hatte erneut große Probleme in der Verteidigung. Einziger Lichtblick: ein starker Block gegen PG13.

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Das fiel auf:

  • Die Pacers scorten vor allem, wenn sie das Tempo erhöhten. Dies geschah zumeist mit den Startern, die den behäbigen Bulls nach einem Rebound wieder und wieder davonliefen. Einfache Korbleger und weit offene Dreier waren die Folge.
  • Mit McDermott funktionierte die Offense der Bulls deutlich flüssiger. Mit den restlichen Startern sorgte Dougie McBuckets für besseres Spacing, das Räume für Rondo öffnete. Außerdem versenkte McDermott jeden seiner drei Dreier im ersten Viertel, kühlte dann aber ab.
  • Wade agierte als Point Guard der zweiten Garde im zweiten Viertel. Der Neuzugang traf dabei zumeist die richtigen Entscheidungen und fand den freien Big in der Zone oder den Schützen in der Ecke.
  • Defensiv zeigten beide Teams eine äußerst schwache Vorstellung. Immer wieder offenbarten Pacers und Bulls eklatante Lücken in der Zone. Viele einfache Punkte resultierten daraus.
  • Hoiberg setzte Zipser in einem ultrakleinen Lineup auf der Vier ein. Dabei zog er zweimal vorbildlich zum Korb und schloss erfolgreich ab. Einen Dreier setzte er weit daneben. Gegen Thad Young hatte der Nationalspieler anfangs Probleme, dann stabilisierte er sich ein wenig. Pech hatte Zipser, als sein Chase-Down-Block gegen Stuckey als Goaltending gewertet wurde.
Robert Arndt

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