Freitag, 20.05.2016

Game 2: Cavaliers - Raptors 108:89

Nächste Machtdemonstration der Cavs

Die Cleveland Cavaliers haben auch das zweite Spiel der East Finals gegen die Toronto Raptors deutlich für sich entschieden. Beim 108:89-Sieg (BOXSCORE) kam nur im ersten Viertel Spannung auf, danach zeigte sich ein ähnliches Bild wie in Game 1. LeBron James dominierte mit einem Triple-Double.

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Damit sind die Cavs als erstes Team seit den Spurs 2012 mit 10 Siegen in Folge in die Playoffs gestartet. Großen Anteil daran hatte LeBron James, der in 33 Minuten ein Triple-Double auflegte (23 Punkte, 11 Rebounds, 11 Assists). Damit zog er in der All-Time Scoring List der Playoffs an Shaquille O'Neal vorbei auf Platz vier. Topscorer des Spiels wurde Kyrie Irving mit 26 Zählern (12/22 FG).

Die Raptors lagen zwar im ersten und zu Beginn des zweiten Viertels des öfteren knapp in Front, brachen kurz vor der Halbzeit aber ein. Dass sie sich davon nicht mehr erholten, lag auch an der schwachen Leistung von Kyle Lowry (10 Punkte, 1/8 Dreier). DeMar DeRozan zeigte Lichtblicke mit 22 Zählern.

Spiel 3 der Serie steigt in der Nacht auf Sonntag in Kanada, dort stehen die Raptors also mit dem Rücken zur Wand.

Die Reaktionen:

LeBron James (Cavs, darüber, Shaq überholt zu haben): "In solchen Momente denke ich immer an meine Kindheit, in der ich Spieler wie Shaq bewundert habe und niemals gedacht hätte, mal in einem Atemzug mit ihnen genannt zu werden. Das bedeutet mir sehr viel."

Kyle Lowry (Raptors): "Ich bin nach wie vor voller Selbstvertrauen. Ich habe zwar in dieser Serie viele Würfe daneben gesetzt, in der Serie davor aber viel getroffen. Ich denke mehr an die Würfe, die ich getroffen habe."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Die Cavs hatten wahrlich keinen Grund, um irgendwas an der Starting Five zu ändern. Folglich standen Irving, Smith, James, Thompson und Love auf dem Parkett. Auf der anderen Seite fiel weiterhin Valanciunas aus (Knöchel), für ihn begann Biyombo auf der Fünf. Dazu: Lowry, DeRozan, Carroll und etwas überraschend Scola.

© spox

1. Viertel: Die Cavs ließen es zunächst gemächlich angehen und legten sich die Raptors-Defense zurecht. Viel lief über LeBron, der meist einen zweiten Verteidiger auf sich zog und die Scharfschützen Irving und Love bediente (18:10). Auf der anderen Seite hatten die Kanadier zunächst mehr Mühe, doch DeRozan und Lowry kämpften sich zum Brett vor. Durch diese Erfolgserlebnisse kam das Team in einen Fluss und schaffte einen 9:0-Run. Irving hatte aus der Halbdistanz die Antwort: 30:28.

2. Viertel: Bei den Raptors übernahm Ross Verantwortung und punktete mehrfach aus der Halbdistanz. Dadurch lagen die Gäste knapp vorne, doch James sorgte mit einem Steal samt spektakulärem Reverse-Dunk für die gewohnten Verhältnisse (39:35). Allerdings ließen sich die Kanadier nicht abschütteln und blieben mit simplen Setplays dran. Doch wie schon im Viertel zuvor gehörte die Schlussphase dem produktiven Irving und dem dominanten LeBron mit einem 16:2-Run zum 62:48.

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3. Viertel: Lowry versenkte endlich seinen ersten Dreier der Serie, doch da hatten sich die Cavs schon gefährlich abgesetzt (69:53). Das lag auch an Thompson, der seinen Wert durch starke Defense und wichtige Offensiv-Rebounds unter Beweis stellte. Lowry holte sich derweil sein viertes Foul ab und musste erstmal sitzen, wodurch die Raptors-Offense etwas planlos wurde. Da die Wurfquote auf der anderen Seite aber auch etwas sank, war zumindest theoretisch noch alles möglich: 86:69.

4. Viertel: Die Cavs schraubten kurzzeitig das Tempo nach oben und stellten durch einen Dreier von Frye auf 91:69 - langsam festigte sich der nächste Blowout. LeBron beeindruckte nach wie vor mit seinem All-Around Game und machte sein Triple-Double perfekt, Irving und wieder Frye unterstützten ihn freundlich. Den Raptors fehlten die Antworten, sodass der Sieger wieder früh feststand.

All-Time Scorer Playoffs: LeBron überholt den Diesel
PLATZ 25: Clyde Drexler - 2.963 Punkte in 145 Spielen - Portland Trail Blazers, Houston Rockets
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PLATZ 25: Clyde Drexler - 2.963 Punkte in 145 Spielen - Portland Trail Blazers, Houston Rockets
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PLATZ 24: Reggie Miller - 2.972 Punkte in 144 Spielen - Indiana Pacers
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PLATZ 23: James Worthy - 3.022 Punkte in 143 Spielen - Los Angeles Lakers
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PLATZ 22: Julius Erving - 3.088 Punkte in 141 Spielen - Philadelphia 76ers
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PLATZ 21: Dennis Johnson - 3.116 Punkte in 180 Spielen - Seattle Supersonics, Phoenix Suns, Boston Celtics
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PLATZ 20: Paul Pierce - 3.159 Punkte in 163 Spielen - Boston Celtics, Brooklyn Nets, Washington Wizards, Los Angeles Clippers (Stand 2. Mai 2016)
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PLATZ 20: Paul Pierce - 3.159 Punkte in 163 Spielen - Boston Celtics, Brooklyn Nets, Washington Wizards, Los Angeles Clippers (Stand 2. Mai 2016)
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PLATZ 19: Kevin McHale - 3.182 Punkte in 169 Spielen - Boston Celtics
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PLATZ 18: Wilt Chamberlain - 3.607 Punkte in 160 Spielen - Philadelphia und San Francisco Warriors, Philadelphia 76ers, Los Angeles Lakers
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PLATZ 17: Elgin Baylor - 3.623 Punkte in 134 Punkte - Minneapolis und Los Angeles Lakers
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PLATZ 16: Scottie Pippen - 3.642 Punkte in 208 Spielen - Chicago Bulls, Houston Rockets, Portland Trail Blazers
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PLATZ 15: Dirk Nowitzki - 3.663 Punkte in 145 Spielen - Dallas Mavericks (Stand: 26. April 2016)
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PLATZ 14: Magic Johnson - 3.701 Punkte in 190 Spielen - Los Angeles Lakers
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PLATZ 11: Hakeem Olajuwon - 3.755 Punkte in 145 Spielen - Houston Rockets, Toronto Raptors
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PLATZ 12: Dwyane Wade - 3.781 Punkte in 165 Spielen - Miami Heat (Stand: 20. Mai 2016)
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PLATZ 11: John Havlicek - 3.776 Punkte in 172 Spielen - Boston Celtics
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PLATZ 11: John Havlicek - 3.776 Punkte in 172 Spielen - Boston Celtics
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PLATZ 10: Tony Parker - 3.885 Punkte in 213 Spielen - San Antonio Spurs (Stand 14. Mai 2016)
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PLATZ 9: Larry Bird - 3.897 Punkte in 164 Spielen - Boston Celtics
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PLATZ 8: Jerry West - 4.457 Punkte in 153 Spielen - Los Angeles Lakers
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PLATZ 7: Karl Malone - 4.761 Punkte in 193 Spielen - Utah Jazz, Los Angeles Lakers
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PLATZ 6: Tim Duncan - 5.172 Punkte in 251 Spielen - San Antonio Spurs (Stand: 14. Mai 2016)
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PLATZ 6: Tim Duncan - 5.172 Punkte in 251 Spielen - San Antonio Spurs (Stand: 14. Mai 2016)
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PLATZ 5: Shaquille O'Neal - 5.250 Punkte in 216 Spielen - Orlando Magic, Los Angeles Lakers, Miami Heat, Phoenix Suns, Cleveland Cavaliers, Boston Celtics
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PLATZ 5: Shaquille O'Neal - 5.250 Punkte in 216 Spielen - Orlando Magic, Los Angeles Lakers, Miami Heat, Phoenix Suns, Cleveland Cavaliers, Boston Celtics
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PLATZ 4: LeBron James - 5.572 Punkte in 199 Spielen - Cleveland Cavaliers, Miami Heat
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PLATZ 3: Kobe Bryant - 5.640 Punkte in 220 Spielen - Los Angeles Lakers
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PLATZ 2: Kareem Abdul-Jabbar - 5.762 Punkte in 237 Spielen - Milwaukee Bucks, Los Angeles Lakers
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PLATZ 1: Michael Jordan - 5.987 Punkte in 179 Spielen - Chicago Bulls
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Cavaliers vs. Raptors: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: LeBron James. Die Dominanz des Königs war beängstigend - schien es doch so, als müsse er sich für das 15. Playoff-Triple-Double seiner Karriere gar nicht strecken. Er nutzte jede Lücke in der Raptors-Defense für einen messerscharfen Pass oder einen Drive für eigene Punkte. Auch defensiv war er präsent und hatte seinen Anteil daran, dass die Gäste nur 28 Punkte in der Zone erzielten.

Der Flop des Spiels: Kyle Lowry. Man kann ihm nicht vorwerfen, dass er zu passiv oder zurückhaltend spielt - er trifft nur einfach seine Würfe nicht (4/14 FG, 1/8 Dreier). Dadurch ließ sich der All-Star merklich aus dem Konzept bringen und traf einige falsche Entscheidungen (5 Turnovers).

Das fiel auf:

  • Die Cavs leiteten zunächst fast jeden Angriff ein, indem sie James auf der linken Seite gegen Carroll isolierten. Dort musste er praktisch nur ein paar Dribblings machen oder mit der Schulter zucken, um die Helpside-Rotation der Raptors in Bewegung zu setzen. Dank des starken Spacings seiner Kollegen boten sich gute Anspielstationen, die LeBron für 6 Assists innerhalb der ersten 6 Minuten nutzte.
  • Die Raptors hatten im zweiten Viertel mit Terrence Ross (10 Punkte in 7 Minuten) die dringend benötigte dritte Kraft in der Offense. Er sorgte mit seinen selbst kreierten Punkten dafür, dass die Pause von Lowry und DeRozan erstmal nicht dazu führte, dass die Cavs wegziehen konnten. Allerdings nahm er sich mit einem unnötigen dritten Foul selbst aus dem Spiel. Danach gelang ihm nicht mehr viel.
  • Angeführt von James penetrierten die Cavs immer wieder in die Zone. Dort waren die Raptors zwar etwas präsenter als noch in Game 1, konnten sich gegen die wendigen Slasher aber oft nur mit Fouls wehren. So traten diese immer wieder den Gang an die Freiwurflinie an, ließen dort aber einiges liegen (25/37). Auch die Foul-Bilanz sprach mit 16:31 eine deutliche Sprache.

Der Spielplan im Überblick

Thorben Rybarczik

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