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OKC besiegelt Saisonende für Dallas

Dienstag, 26.04.2016 | 05:01 Uhr
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Für die Dallas Mavericks ist die Saison beendet. In der Playoff-Serie mit den Oklahoma City Thunder kassierte die Truppe von Dirk Nowitzki mit 104:118 (BOXSCORE) die vierte Niederlage (4-1). Der Deutsche sammelte bei Dallas erneut die meisten Punkte, war gegen das OKC-Duo Westbrook/Durant aber machtlos.

Mit einer respektablen Leistungen haben sich die Dallas Mavericks aus den Playoffs und damit aus der laufenden NBA-Saison verabschiedet. Trotz eines gut aufgelegten Dirk Nowitzki (24 Punkte, 3/6 3FG), der Scottie Pippen in der ewigen Playoff-Scoringlist überholte (jetzt 14.), sowie starken Auftritten von Dwight Powell (16 Punkte) und Justin Anderson (14 Punkte) war die Truppe von Coach Rick Carlisle nur selten in der Lage, die Offensiv-Power der Oklahoma City Thunder einzudämmen.

Allen voran Russell Westbrook (36 Punkte, 9 Assists, 12 Rebounds) und Kevin Durant (33 Punkte, 7 Rebounds) spielten vor stimmungsvoller Kulisse groß auf. Dabei kam Westbrook fast zu seinem ersten Triple-Double in den Playoffs, während Dion Waiters (11 Punkte, 3/6 3FG) von der Bank immer wieder Nadelstiche setzen konnte. Einzig die Verletzung von Enes Kanter trübte auf Seiten von Oklahoma City ein wenig die Stimmung.

Für Dallas geht es nun in den Urlaub. Die Thunder ziehen wiederum ins Halbfinale der Western Conference ein, wo man es mit den San Antonio Spurs zu tun bekommt, die ihr letztes Spiel gegen die Memphis Grizzlies bereits am Sonntag absolviert haben. Das erste Spiel der Serie steigt am 30. April.

Die Reaktionen:

Dirk Nowitzki (Mavericks) über seine Zukunft: "Ich habe vor einiger Zeit für drei Jahre unterschrieben. Mein Ziel war es immer, diesen Vertrag zu erfüllen. Ich bin wirklich stolz auf das Team, wir haben alles gegeben, was in unserer Macht stand."

Rick Carlisle (Head Coach Mavericks): "Wir hoffen, dass dies nicht das letzte Spiel von Dirk war. Ich werde im Sommer nach Deutschland fliegen und ihn davon überzeugen."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Auf Seiten der Gäste versucht Coach Rick Carlisle seinem Team mehr Athletik zu schenken und verhilft Anderson zum ersten Playoff-Start seiner Karriere. Mejri (Hüfte) kann nur zuschauen, auch Williams und Lee fehlen. So ergänzen Felton, Matthews, Pachulia und Nowitzki das Line-Up. OKC sieht dagegen überhaupt keinen Grund für Veränderungen. Es beginnen Westbrook, Roberson, Durant, Ibaka und Adams.

1. Viertel: Bei OKC gab es kaum etwas zu beanstanden. Die Würfe fielen (60 Prozent), die Zone war in Thunder-Hand und gerade das Superstar-Duo Durant/Westbrook fand sofort den Rhythmus. Einzig die zwei frühen Fouls von Serge Ibaka trübten den sonst so erfolgreichen Start. Dallas hatte dagegen große Probleme, auf die Spielgeschwindigkeit einzuwirken. Nowitzki, der Scottie Pippen in der ewigen Playoff-Scoringliste überholte, war stetig damit beschäftigt, seine Mitspieler anzuweisen und motivierend auf sie einzureden. Mit 35:24 endet das erste Viertel.

2. Viertel: Beide Mannschaften spielten unglaublich konzentrierten Basketball. Ballverluste und daraus folgende Fastbreak-Points waren seltene Ereignisse. Dallas konnte zur gleichen Zeit deutlich besser im Kampf um die Rebounds mithalten. Speziell in der Offensive machte man einen ausgezeichneten Job. Das Problem? OKC traf dennoch unbarmherzig seine Würfe oder durfte regelmäßig an die Freiwurflinie. Trotzdem gelang den Mavs mit Nowitzki auf der Bank ein 15:6-Run, der das Team etwas heranbrachte (68:61).

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3. Viertel: Nach dem Pausentee zeigte sich OKC wieder deutlich konzentrierter in der Defense, wodurch der Rückstand der Mavs wieder anwuchs. Vor allem Nowitzki konnte gut isoliert werden, der erst eine Minute vor Ende des dritten Viertels seine ersten Punkte nach dem Seitenwechsel erzielen konnte. Gleichzeitig legte Westbrook noch einmal eine Schippe drauf und erzielte 10 Punkte im dritten Abschnitt. Der Durchgang ging schließlich mit 25:22 an die Gastgeber.

4. Viertel: Immer wieder waren es Powell und Anderson, die OKC die größten Probleme bereiteten. Die Thunder mussten zudem einen kleinen Schock verdauen, nachdem Kanter in die Kabine humpelte. Schließlich traten Westbrook und Durant aber aufs Gaspedal, Dallas kühlte immer mehr ab und verlor defensiv den Faden. Der letzte Aufreger war ein Bodengerangel zwischen Anderson und Westbrook, bis die Thunder einen 118:104-Erfolg feiern konnten.

Oklahoma City Thunder vs. Dallas Mavericks: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Russell Westbrook. Ein ziemlich humorloser Auftritt des OKC-Spielmachers, der 48 Minuten unter Dauerstrom stand und zu keinem Zeitpunkt einen Zweifel am vierten Sieg seines Teams aufkommen lassen wollte. Westbrook demonstrierte erneut seine Vielseitigkeit, indem er fast sein erstes Triple-Double in den Playoffs verzeichnen konnte.

Der Flop des Spiels: Devin Harris. Es ist eigentlich gemein, hier irgendeinen Dallas-Spieler aufzuführen, da jeder einzelne Akteur nach Kräften versuchte, das Wunder in Oklahoma City noch wahr werden zu lassen. Matthews und Felton hatten bereits in der Defense reichlich Schwerstarbeit zu verrichten, Barea war ohnehin mit einer Verletzung gehandicapt. Harris genoss auf dem Court bei ähnlichen Quoten deutlich mehr Freiheiten, konnte sie aber nicht nutzen.

Das fiel auf:

  • Die Thunder machten sich die Überlegenheit in Sachen Geschwindigkeit und Athletik zunutze, indem man konsequent den Korb attackierte und in der Folge regelmäßig an die Linie schreiten durfte. So kamen Kevin Durant und Russell Westbrook früh in einen Rhythmus. Die zwei OKC-Stars standen bereits in der Halbzeit bei zusammen 36 Punkten (12/23 FG).
  • Dallas schlug sich im Vergleich zu den vorherigen Partien überraschend stark im Kampf um die Rebounds. Dies lag besonders an den beherzt kämpfenden Dwight Powell (9 Rebounds) und Justin Anderson (4). Als im zweiten Viertel die Abpraller auf einmal regelmäßig an Dallas gingen, konnten die Mavs plötzlich in der Offensive mithalten. Die beiden Youngster machten zudem mit guten Offensiv-Aktionen auf sich aufmerksam.

  • OKC schien zwischenzeitlich mit den Gedanken bereits bei den Spurs, als man sich in der Defense immer wieder Unkonzentriertheiten leistete. Gerade die Switches unter dem Korb wurden gerne verschlafen, was Zaza Pachulia mit intelligenten Anspielen auf seine Kollegen bestrafte. Am Ende stellte der Georgier eine persönliche Playoff-Bestleistung von 9 Assists auf.
  • Eine große Stärke der Thunder, so scheint es, ist die Fähigkeit, auf die unterschiedlichsten Spielweisen des Gegners reagieren zu können. Egal, was Dallas versuchte - ob mit geduldigem Aufbau oder mit schnellen Gegenstößen, ob aggressive Drives oder Pick'n'Pop - OKC bot für jede Spielsituation das passende Spielermaterial auf. Die Spurs werden in dieser Hinsicht nun ein echter Härtetest.

Der Spielplan im Überblick

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