Freitag, 22.01.2016

NBA-Schlaglichter

Hawks-Pleite trotz Schröder-Dreier

Die Atlanta Hawks müssen sich in einem unschönen Spiel den Sacramento Kings geschlagen geben, obwohl Dennis Schröder trotz durchwachsener Leistung am Ende eiskalte Nerven zeigt. Die beweisen auch die Memphis Grizzlies mal wieder. Anthony Davis siegt im Gigantenduell gegen Andre Drummond und die Spurs machen es im Schongang.

Dennis Schröder (l.) stand gegen die Kings 25 Minuten auf dem Feld
© getty
Dennis Schröder (l.) stand gegen die Kings 25 Minuten auf dem Feld
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New Orleans Pelicans (15-27) - Detroit Pistons (23-20) 115:99 (BOXSCORE)

Gigantenduell in The Big Easy. Nachdem Anthony Davis vor zwei Tagen schon Top-Pick Karl-Anthony Towns zum heißen Tanz empfing und diesen mit einer überragenden Vorstellung in den Schatten stellte, kam nun mit Andre Drummond nochmal ein ganz anderes Kaliber nach New Orleans. Das Duell zwischen den beiden elitären Big Men sollte halten, was es versprach.

Drummond, der seinen ersten Einsatz als Starter beim All-Star-Game nur knapp verpasste, wühlte wie gewohnt unter dem Korb. Der Pistons-Center holte sich nicht nur 19 Punkte, sondern auch 22 Rebounds. Es war Drummonds siebtes Spiel in dieser Saison mit mindestens 20 Rebounds, kein anderer NBA-Spieler hat in dieser Spielzeit bisher mehr als zwei gesammelt.

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Und doch musste sich der Pistons-Center relativ deutlich geschlagen geben. Das lag nicht nur am überragenden Anthony Davis, der sein zweites 30-Punkte-Spiel in Folge zeigte (32 Punkte, 7 Rebounds, 2 Blocks), sondern an der dieses Mal insgesamt starken Leistung der Pelicans.

New Orleans kam schon gut aus den Startlöcher und entschied das erste Viertel mit 35:27 für sich, zur Halbzeit hatten die Pelicans, bei denen Tyreke Evans mit 22 Punkten und 10 Assists ein Double-Double auflegte, bereits 72 Punkte auf ihrem Konto, so viele wie noch nie in dieser Saison. Zwar kämpften sich die Pistons nach der Pause noch etwas ran, hatten am Ende aber keine Chance.

Denver Nuggets (16-27) - Memphis Grizzlies (25-19) 101:102 (BOXSCORE)

Ob Head Coach Dave Joerger seine Grizzlies während des Trainings dauerhaft in die Eistonne steckt? Verwundern würde es angesichts der eiskalten Nerven seines Teams jedenfalls nicht. Wieder einmal entschied Memphis ein hart umkämpftes Spiel in den letzten Sekunden.

Auch vor den Augen von NBA-Commissioner Adam Silver, der in Denver anwesend war, gab sich Memphis am Ende keine Blöße. Dieses Mal war es Marc Gasol, der mit einem Three-Point-Play 12 Sekunden vor Schluss für die Entscheidung sorgte. Der Spanier, der mit 27 Punkten (9/14 FG) auch Topscorer war verwandelte erst den Layup und blieb dann cool von der Freiwurflinie, Mike Conley (20 Punkte, 5/9 FG) machte schließlich von eben jener alles klar.

Rookie Emmanuel Mudiay (14 Punkte, 6/13 FG, 8 Assists) traf zwar mit dem Buzzer noch einen Dreier und verkürzte auf einen Punkt Abstand, doch da war das Spiel schon vorbei. Dass es am Ende überhaupt so spannend wurde, lag an einer tollen Aufholjagd der Nuggets. Memphis hatte im zweiten Viertel bereits mit 18 Punkten Vorsprung geführt, am Ende ging den Grizzlies aber etwas die Luft aus.

Angeführt von Will Barton, der 10 seiner 14 Punkte im letzten Viertel erzielte, sowie Double-Double-Maschine Kenneth Faried (17 Punkte, 12 Rebounds) kämpfte sich Denver im letzten Viertel zurück. So waren letztlich also wieder die Finisher-Qualitäten der Grizzlies gefragt, die diese einmal mehr unter Beweis stellten.

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Sacramento Kings (19-23) - Atlanta Hawks (26-18) 91:88 (BOXSCORE)

Schön war es nicht unbedingt, was die Fans in Sacramento geboten bekamen. Beide Teams waren mit je drei Siegen in Folge und somit mit einer Portion Selbstvertrauen angetreten, weswegen man in Verbindung mit den offensiven Qualitäten der Kings und Hawks eigentlich ein attraktives Spiel erwarten konnte. Doch die Korbanlage auf beiden Seiten schien wie zugeklebt und der Ball umso rutschiger.

Die Folge: Eine hohe Fehleranzahl beider Teams, die sich je 19 Turnover leisteten sowie eher ungünstige Wurfquoten. Während Atlanta immerhin noch 41,7 Prozent der Feldwürfe verwandelte, blieben die Kings bei 33 getroffenen Feldwürfe und 92 Versuchen hängen. Trotzdem gingen die Kalifornier am Ende als Sieger vom Feld, weil die Hawks am Ende keinen kühlen Kopf bewahrten.

Ausgerechnet Dennis Schröder, der die Attribute des Spiels wie kaum ein anderer vorlebte und sowohl Probleme mit seinem Wurf (12 Punkte, 5/14 FG) wie auch der Ballkontrolle (4 Assists, 6 Turnover) offenbarte, hatte Atlanta mit seinem einzigen Dreier des Spiels 28 Sekunden vor Schluss auf 88:88 herangebracht. Doch die starken Nerven des Deutschen besaßen seine Teamkollegen nicht.

Als Rajon Rondo, der mit 11 Punkten, 10 Rebounds und 11 Assists sein fünftes Triple-Double der Saison auflegte, die Kings per Layup mit zwei Punkten in Führung gebracht hatte, blieb den Hawks, bei denen Paul Millsap mit 14 Punkten, 14 Rebounds, 5 Steals und 4 Blocks der beste Mann war, eigentlich noch reichlich Zeit für einen entscheidenden Wurf, doch Atlanta gab den Spalding gleich zweimal per Turnover wieder her. So jubelten am Ende die Kings um den bärenstarken DeMarcus Cousins (24 Punkte, 15 Rebounds, 5 Assists).

Phoenix Suns (13-31) - San Antonio Spurs (37-6) 89:117 (BOXSCORE)

Die Spurs traten in Arizona beim derzeit wohl formschwächsten Team der Liga an, das lediglich eines seiner letzten 15 Spiele gewinnen konnten. Wer die Spurs kennt, der war nicht verwundert, dass die Texaner angesichts des anstehenden Back-to-Back-Games gegen die Lakers nicht in Bestbesetzung antraten. Tony Parker war angeschlagen, der 39-Jährige Tim Duncan erhielt mal wieder eine Ruhepause.

Wenig überraschend hat es für die Spurs trotzdem zum Sieg gereicht. Zur Halbzeit hatte San Antonio bereits mit 12 Punkten Vorsprung geführt. Als die Suns Anstalten machten, noch einmal heranzukommen, startete das Team von Gregg Popovich Anfang des Schlussviertels den entscheidenden Run, der schließlich einen 28-Punkte-Vorsprung brachte.

So mussten auch die restlichen Stars nicht allzu lange ran. Kawhi Leonard, der am Abend erfuhr, dass er erstmals in seiner Karriere als Starter bei einem All-Star-Game auflaufen wird, erledigte höchst souveräne seine Arbeit und war mit 21 Punkten (6/15 FG) Topscorer seines Teams. Ray McCallum, der statt Parker als Point Guard startete kam auf 11 Punkte (5/10 FG). Der heimliche Star des Spiels war aber Boban Marjanovic, der mit 17 Punkten und 13 Rebounds ein Double-Double auflegte.

Während Popovich aus dem Vollen schöpfte und insgesamt 13 Spieler einsetzte, griff Jeff Hornacek auf der Gegenseite lediglich auf neun Spieler zurück. Dabei sorgte Tyson Chandler mit 20 Rebounds für Aufsehen, Rookie Devin Booker machte zwei Tage nach seiner Karriererekord-Nacht mit 24 Punkten (8/16 FG) ein weiteres gutes Spiel und war Topscorer eines einseitigen Spiels.

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