Suche...

San Antonio Spurs - Dallas Mavericks 112:83

Ein Abend zum Vergessen

Von Philipp Jakob
Montag, 18.01.2016 | 03:47 Uhr
Manu Ginobili (M.) und die Spurs hatten wenig Probleme mit Dallas
© getty
Advertisement
NBA
Celtics @ Cavaliers
NBA
Rockets @ Warriors
NBA
Timberwolves @ Spurs
NBA
Knicks @ Thunder
NBA
Cavaliers @ Bucks
NBA
Warriors @ Grizzlies
NBA
Hawks @ Nets
NBA
Warriors @ Mavericks
NBA
Knicks @ Celtics
NBA
Pacers @ Thunder
NBA
Celtics @ Bucks
NBA
Thunder @ Timberwolves
NBA
Cavaliers @ Pelicans

Für die Dallas Mavericks (23-19) ist an diesem Abend absolut nichts zu holen. Gegen die San Antonio Spurs (36-6) setzt es eine ebenso deutliche wie heftige 83:112-Niederlage (BOXSCORE). Besonders in Sachen Scoring geht bei den Mavs gar nichts, auch Dirk Nowitzki enttäuscht. LaMarcus Aldridge spielt den Alleinunterhalter, Rick Carlisle ist am Rande der Frustration.

Schon nach 36 gespielten Minuten hatte der Head Coach der Mavericks, Rick Carlisle, die Nase gestrichen voll. Frustriert von der unterirdischen Leistung seines Teams bemängelte der 56-Jährige einen Call der Referees. Es folgten zwei Technische Fouls und der frühzeitige Gang in die Kabine für Carlisle.

Der tat sich damit in gewisser Weise einen Gefallen, denn schön anzuschauen war der Auftritt der Mavericks definitiv nicht. Von Beginn an lief nichts zusammen, doch während die Probleme der Mavs nahezu über die komplette Partie anhielten, fand San Antonio immer besser in den Rhythmus. Vor allem LaMarcus Aldridge drehte im dritten Viertel auf und führte sein Team mit 23 Punkten sowie 7 Rebounds zum Sieg.

Der war letztendlich zu keinem Zeitpunkt gefährdet, nachdem die Spurs das zweite und dritte Viertel jeweils mit 32:20 für sich entscheiden konnten. Was folgte, nahm vielmehr fast schon blamable Züge für die Mavs an. Bei den Gästen konnte kein Akteur auch nur ansatzweise seine Normalform abrufen. Dwight Powell kam immerhin noch auf 15 Punkte, während Dirk Nowitzki (4 Punkte, 5 Rebounds) oder Chandler Parsons (5 Punkte, 4 Rebounds) maßlos enttäuschten.

Damit konnte Dallas die Siegesserien der Spurs von 11 Spielen beziehungsweise saisonübergreifend 33 Heimspielen in Folge nicht gefährden. Neben Aldridge steuerten auch Kawhi Leonard (15 Punkte), Boris Diaw (16) und Manu Ginobili (14) gute Leistungen zum Erfolg bei.

Die Reaktionen:

LaMarcus Aldridge (San Antonio Spurs): "Es ist einfach leichter, wenn jeder im Team wichtige Spielzüge machen oder eine richtig gute Nacht haben kann. Letztes Spiel hat David West stark gespielt, als ich in Foulproblemen war. Tony Parker hatte zwei oder drei starke Spiele, Kawhi Leonard ein paar davor. Das macht es für jeden von uns einfacher."

Wesley Matthews (Dallas Mavericks): "Sie sind nicht ohne Grund zu Hause ungesschlagen. Sie sind ein großartiges Team. Sie arbeiten in jedem Ballbesitz richtig hart und auch jeder der reinkommt arbeitet hart."

Boris Diaw (San Antonio Spurs) über die Bench-Production der Spurs: "Wir haben versucht, jedem ein paar gute Würfe zu ermöglichen. Das hat uns ins Laufen gebracht."

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Keine Überraschungen auf beiden Seiten. Mavs-Head-Coach Rick Carlisle schickt dementsprechend seine wohlbekannte Starting Five bestehend aus Deron Williams, Wesley Matthews, Chandler Parsons, Dirk Nowitzki und Zaza Pachulia auf's Parkett. Auf Seiten der Spurs starten Tony Parker, Danny Green, Kawhi Leonard, LaMarcus Aldridge und Tim Duncan.

8.: Viel geht bei beiden Teams noch nicht. Pachulia lässt auf der einen Seite einen weit offenen Korbleger liegen, Matthews scheitert von Downtown am Ring und am anderen Ende des Courts rutscht Aldridge der Spalding durch die Finger. In Sachen Scoring bleibt es übersichtlich - 8:8.

17.: Nowitzki in allerbester Spielmacher-Manier! Der Deutsche nutzt das Mismatch mit Tony Parker gnadenlos aus, zieht zum Korb und spielt einen tollen Kick-out-Pass zu Devin Harris. Der bedankt sich mit einem Dreier - 24:21 für die Mavericks.

22.: Die Spurs setzen sich jetzt dank Kawhi Leonard ein klein wenig ab. Der 24-Jährige versenkt erst einen Dreier und beweist dann seine Fähigkeiten im Post. Manu Ginobili macht mit einem Fastbreak-Layup den 11:0-Lauf der Spurs perfekt - San Antonio führt mit 42:31.

Die NBA live bei SPOX! Alle Spiele im LIVESTREAM-Kalender

28.: Der Start der zweiten Hälfte ist fast eine exakte Kopie des Starts der ersten Halbzeit! Auf beiden Seiten fällt erneut wenig bis gar nichts, wirklich schön anzuschauen ist das nicht. Immerhin ist Aldridge mal erfolgreich und erhöht auf 50:38 für die Spurs.

30.: Jetzt macht LaMarcus Aldridge aber gewaltig Dampf! LMA wird immer wieder im Post bedient. Ein, zwei Dribblings, Fade-Away - drin. Aldridge hat jetzt schon 11 Punkte im dritten Viertel auf dem Konto und führt die Spurs zum 58:42.

36.: Das Dilemma der Mavs geht weiter. Während Boris Diaw auf der einen Seite einen Dreier versenkt, wird Pachulias Versuch auf der anderen gnadenlos weggeblockt. Zu guter Letzt sorgt Ginobili mit dem Buzzer sogar noch für das 78:56 für San Antonio.

40.: Dallas probiert es mittlerweile mit einer Zonen-Verteidigung, den Publikumsliebling Boban Marjanovic lässt das allerdings kalt. Bei seinem ersten Korb in der Garbage Time rasten die Fans in San Antonio fast aus. Die Spurs führen mit 89:63.

Folge NBA.de bei Twitter - wie Dirk Nowitzki!

45.: Wieder Marjanovic, der sich dieses Mal einen Fehlwurf von Green schnappt und sofort durch die Reuse hämmert. Anschließend gibt es noch ein paar Worte an den Verteidiger mit auf den Weg - spätestens jetzt ist das Publikum in Ekstase - 96:75 für die Spurs.

48.: Niemand verlässt die Arena, denn die Reservisten der Spurs liefern ihren Fans zum Abschluss des Tages nochmal ein wahres Dunk-Festival. Dallas hat sich schon lange aufgegeben. San Antonio gewinnt mit 112:83.

San Antonio Spurs vs. Dallas Mavericks: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: LaMarcus Aldridge. Auch der 27-Jährige hatte mit anfänglichen Problemen zu kämpfen (wie eigentlich jeder auf dem Parkett), fand jedoch relativ schnell in die Partie und später auch als nahezu einziger in seinen Rhythmus. Das war zu Beginn des dritten Viertels der Fall, als LMA mit schnellen 11 Zählern quasi im Alleingang für die Führung der Spurs und damit auch für die Vorentscheidung sorgte. Insgesamt steuerte Aldridge 23 Punkte (9/15 FG) und 7 Rebounds bei.

Der Flop des Spiels: Dirk Nowitzki. Schon in den vergangenen vier Aufeinandertreffen mit den Spurs hatte der Deutsche Probleme und kam in den Duellen mit Tim Duncan und Co. gerade einmal auf 12 Zähler pro Partie bei einer Wurfquote von 38,3 Prozent. An diesem Abend war die Ausbeute des 37-Jährigen sogar noch enttäuschender. Nur 4 Punkte bei 2 von 10 aus dem Feld und 5 Rebounds sowie 3 Assists standen am Ende im Bocscore. Auch das direkte Duell mit Timmy D endete nur in einem Block des Spurs-Veteranen.

Das fiel auf:

  • Das Niveau der Partie war über die kompletten 48 Minuten gesehen doch recht überschaubar. Vor allem in der Offensive hatten beide Teams mit enormen Problemen zu kämpfen, was gleich im ersten Viertel mit einem Backstein-Festival seinen negativen Höhepunkt fand. Die Spurs versenkten in den ersten 12 Minuten gerade einmal 22,7 Prozent ihrer Feldwurfversuche (5/22 FG), Dallas machte es mit 30,4 Prozent (7/23 FG) nur bedingt besser.
  • Wenn die Mavericks mal erfolgreich waren, dann hauptsächlich nach hohen Pick & Rolls am Perimeter. Der Blocksteller stellte dabei zumeist eine gefährliche Waffe dar und durfte sich über recht viel Platz unter dem Korb freuen. Zudem switchten die Spurs recht häufig, sodass sich zum Beispiel Dirk Nowitzki ab und an einem Mismatch gegenüber sah. Das konnte der Deutsche immerhin relativ gut ausnutzen.
  • An dem Endergebnis sollte das aber herzlich wenig ändern. Dafür war die Offensiv-Leistung der Mavs viel zu schwach. Im Gegensatz zu San Antonio bekamen die Gäste die Probleme aus dem ersten Viertel nicht unter Kontrolle und beendeten die Partie mit katastrophalen Quoten. Aus dem Feld fanden gerade einmal 35,8 Prozent der Würfe den Weg durch die Reuse, von Downtown waren es 26,1 Prozent (6/23 Dreier).
  • Kein Wunder also, dass Mavs-Head-Coach Rick Carlisle ziemlich frustriert war. Anfang des vierten Viertels ließ der 56-Jährige all seinem Ärger freien Lauf und handelte sich ein Technisches Foul ein. Höhnisches Klatschen über die Entscheidung der Referees (oder doch eher über die Leistung seines eigenen Teams?) brachte ihm sofort das zweite Technische Foul und damit auch den frühzeitige Gang in die Kabine ein.
  • Ein weiterer Grund für den unterirdischen Auftritt der Mavericks war die gute Defense der Gastgeber. San Antonio lässt durchschnittlich nur 89,8 Punkte pro Partie zu und stellt damit eine der besten Verteidigungen der NBA. Das musste auch Dallas am eigenen Leibe erfahren. Zudem waren auch die Reservisten zur Stelle, als gerade zu Beginn noch von den Startern relativ wenig kam. Angeführt von Boris Diaw mit 16 Zählern entschied die Spurs-Bank das Duell der Reservisten mit 66:49 für sich.

Der Spielplan im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung