Freitag, 10.04.2015

Warriors - Trail Blazers 116:105

Curry brilliert in der Rekordnacht

Die Golden State Warriors (64-15) setzen vor den Playoffs das nächste Ausrufezeichen und gewinnen zum zweiten Mal in dieser Saison ihr 15. Heimspiel in Serie. Stephen Curry stellt mit seinem 273. Dreier in dieser Saison einen neuen Rekord auf. Die Portland Trail Blazers (51-28) können ihre Hoffnungen auf den Heimvorteil in der ersten Playoff-Runde dagegen langsam begraben.

Während die Warriors die beste Bilanz der NBA bereits vor dem Spiel sicher hatten, muss Portland immer noch um den Heimvorteil kämpfen. Dank ihres Titels in der Northwest Division haben die Blazers den 4. Rang in der Western Conference zwar bereits in der Tasche, würden bei einer schlechteren Bilanz in der ersten Runde jedoch trotzdem auswärts ran müssen.

Der überragende Stephen Curry (45 Punkte, 8/13 Dreier, 10 Assists) stellte mit seinem 273. Dreier in der laufenden Saison einen neuen NBA-Rekord auf und verbesserte damit seine eigene Bestmarke, die er vor zwei Jahren aufstellte. Neben dem Point Guard zeigten auch Klay Thompson (26 Punkte, 10/21 FG) und Draymond Green (11 Punkte, 14 Rebounds) starke Leistungen.

Topscorer auf Seiten der Blazers war LaMarcus Aldridge, der auf 26 Punkte und 6 Rebounds kam. Damian Lillard legte zwar auf 20 Punkte, 8 Assists und 6 Rebounds auf, hatte jedoch Probleme von Downtown (1/9 3FG). C.J. McCollum überzeugte mit 17 Punkten (8/14 FG).

Wer steht wo? Die aktuellen STANDINGS der Eastern und Western Conference

Die Reaktionen:

Stephen Curry (Golden State Warriors): "Es kommt mittlerweile nicht mehr darauf an so viele Spiele wie möglich zu gewinnen, sondern unser Momentum mit in die Playoffs zu nehmen. Wenn wir in Topform sind, sind wir schwer zu schlagen. Nun müssen wir unseren Heimvorteil verteidigen und dann wird man sehen, was möglich ist."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Die Superstars schonen? Nicht mit den Warriors. Steve Kerr schickt sein bestes Lineup ins Rennen. MVP-Kandidat Stephen Curry beginnt zusammen mit Klay Thompson, Harrison Barnes, Draymond Green und Andrew Bogut. Bei den Blazers, denen Wes Matthews bis zum Sommer fehlen wird, starten Damian Lillard, Arron Afflalo, Nicolas Batum, LaMarcus Aldridge und Robin Lopez.

4.: Die Oracle Arena kocht bereits! Stephen Curry feuert direkt zu Beginn zwei Dreier durch die Reuse. Zudem erarbeitet sich Golden State durch überragendes Ball Movement sofort einige einfache Abschlüsse in der Zone. Die Blazers suchen den Weg über ihre Big Men, können sich aber noch keine klaren Würfe erarbeiten. 14:7 Warriors.

8.: Das Duell zwischen Aldridge und Green könnte eines der Key-Matchups im heutigen Spiel sein. Den besseren Start erwischt der Blazer: Aldridge sammelt 8 schnelle Punkte und hängt Green ein frühes Foul an. Damian Lillard (1/5 FG) ist dagegen noch nicht im Spiel. Curry zeigt sich von Beginn an aggressiv und hat bereits 11 Zähler auf dem Konto. 25:23 Warriors.

16.: Der Dreier (0/8) fällt noch nicht und dennoch bleiben die Blazers im Spiel. Die Gäste zwingen die Warriors immer wieder zu Midrange-Jumpern. Darüber hinaus haben die Warriors mit Green auf der Bank Probleme im Kampf um Rebounds. Noch führt Golden State aber mit 34:33.

20.: Die Warriors erwischen einen schwachen Start (2/13 FG) ins zweite Viertel. Vorallem Thompson bekommt kaum Freiraum bei seinen Würfen. Den Run der Blazers stoppt dann - natürlich - Stephen Curry. Mit seinem 273. Dreier der Saison toppt er seinen eigenen Rekord. Nummer 274 folgt nur Sekunden später. Dennoch: 49:42 Blazers.

24.: Mit Aldridge auf Seiten der Blazers kommt bei den Warriors auch Green zurück. Zusammen mit Bogut schafft dieser es tatsächlich LMA einigermaßen kalt zu stellen. Auf der Gegenseite läuft nun dagegen auch noch Thompson heiß. Der Shooting Guard sammelt 13 Punkte, zusammen kommen die Splash Brothers auf 34 und die Warriors holen sich die Führung zurück. Zur Pause steht's 57:54.

30.: Die Warriors erwischen den besseren Start in die zweite Hälfte und setzen sich dank drei schnellen Green-Körben auf 69:60 ab. Die Blazers schlagen allerdings umgehend zurück. Nach dem Switch von Green zu Bogut findet Aldridge besser ins Spiel und streut sogar seinen zweiten Dreier ein. Ein weiterer Dreier von Batum bringt Portland auf 70:71 heran. Kerr nimmt die Auszeit.

Die NBA-Champions der letzten 25 Jahre
1991: Chicago Bulls (4-1 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Michael Jordan
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1991: Chicago Bulls (4-1 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Michael Jordan
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1992: Chicago Bulls (4-2 gegen Portland Trail Blazers). Finals MVP: Michael Jordan
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1992: Chicago Bulls (4-2 gegen Portland Trail Blazers). Finals MVP: Michael Jordan
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1993: Chicago Bulls (4-2 gegen Phoenix Suns). Finals MVP: Michael Jordan
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1993: Chicago Bulls (4-2 gegen Phoenix Suns). Finals MVP: Michael Jordan
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1994: Houston Rockets (4-3 gegen New York Knicks). Finals MVP: Hakeem Olajuwon
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1994: Houston Rockets (4-3 gegen New York Knicks). Finals MVP: Hakeem Olajuwon
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1995: Houston Rockets (4-0 gegen Orlando Magic). Finals MVP: Hakeem Olajuwon
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1995: Houston Rockets (4-0 gegen Orlando Magic). Finals MVP: Hakeem Olajuwon
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1996: Chicago Bulls (4-2 gegen Seattle Supersonics). Finals MVP: Michael Jordan
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1996: Chicago Bulls (4-2 gegen Seattle Supersonics). Finals MVP: Michael Jordan
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1997: Chicago Bulls (4-2 gegen Utah Jazz). Finals MVP: Michael Jordan
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1998: Chicago Bulls (4-2 gegen Utah Jazz). Finals MVP: Michael Jordan
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1999: San Antonio Spurs (4-1 gegen New York Knicks). Finals MVP: Tim Duncan
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1999: San Antonio Spurs (4-1 gegen New York Knicks). Finals MVP: Tim Duncan
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2000: L.A. Lakers (4-2 gegen Indiana Pacers). Finals MVP: Shaquille O'Neal
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2001: L.A. Lakers (4-1 gegen Philadelphia 76ers). Finals MVP: Shaquille O'Neal
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2002: L.A. Lakers (4-0 gegen New Jersey Nets). Finals MVP: Shaquille O'Neal
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2003: San Antonio Spurs (4-2 gegen New Jersey Nets). Finals MVP: Tim Duncan
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2004: Detroit Pistons (4-1 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Chauncey Billups
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2005: San Antonio Spurs (4-3 gegen Detroit Pistons). Finals MVP: Tim Duncan
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2006: Miami Heat (4-2 gegen Dallas Mavericks). Finals MVP: Dwyane Wade
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2007: San Antonio Spurs (4-0 gegen Cleveland Cavaliers). Finals MVP: Tony Parker
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2008: Boston Celtics (4-2 gegen L.A. Lakers). Finals MVP: Paul Pierce
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2009: L.A. Lakers (4-1 gegen Orlando Magic). Finals MVP: Kobe Bryant
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2011: Dallas Mavericks (4-2 gegen Miami Heat). Finals MVP: Dirk Nowitzki
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2012: Miami Heat (4-1 gegen Oklahoma City Thunder). Finals MVP: LeBron James
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2013: Miami Heat (4-3 gegen San Antonio Spurs). Finals MVP: LeBron James
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2014: San Antonio Spurs (4-1 gegen Miami Heat). Finals-MVP: Kawhi Leonard
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2015: Golden State Warriors (4-2 gegen Cleveland Cavaliers). Finals-MVP: Andre Igoudala
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36.: Golden State gönnt Superstar Curry zum Ende des dritten Viertels eine Pause. In dessen Abwesenheit übernimmt Thompson den Großteil der Scoring-Last. Die Blazers versuchen ihr Glück dagegen mit einem kleinen Lineup und Aldridge auf der Fünf. Zusammen mit McCollum und Blake, der den Halfcourt-Shot mit dem Buzzer nur knapp verpasst, setzt dieser Golden State unter Druck. Mit 84:84 geht's in das letzte Viertel.

43.: Curry übernimmt! Zwei traumhafte Assists, einen Floater und einen weiteren Dreier verbucht der Point Guard in vier aufeinanderfolgenden Angriffen. Lillard und Aldridge werfen auf der Gegenseite Fahrkarten. 98:93 Warriors.

48.: Der überragende Mann dreht jetzt nochmal richtig auf. Dreier, Midrange-Jumper, Ball-Fake vor dem Lay-Up. Curry greift nochmal ganz tief in die Trickkiste und streut 10 Punkte in den letzten Minuten ein. Völlig zurecht darf sich der Point Guard mit MVP-Gesängen feiern lassen. Am Ende wird's somit doch deutlicher: 116:105.

Warriors vs. Trail Blazers: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: Stephen Curry. Eine Nacht, die eines neuen NBA-Rekords würdig ist! 45 Punkte, 8/13 von Downtown, 17/23 FG, 10 Assists in nur 35 Minuten - viel mehr muss man eigentlich nicht mehr sagen. Auch seine Defense gegen Lillard war ohne Fehl und Tadel. Bester Blazer am heutigen Abend: C.J. McCollum.

Der Flop des Spiels: Arron Afflalo. Normalerweise gehört der Swingman zu den besten Three-and-D-Guys der gesamten Liga. Gegen die Warriors konnte Afflalo diese Qualitäten allerdings kaum zeigen. Defensiv verschlief der 29-Jährige so manche Rotation. Offensiv agierte er mit 4/6 FG zwar effektiv, blieb aber ohne Dreierversuch äußerst passiv. McCollum und Crabbe machten ihre Sache heute besser. Die Schlussminuten musste Afflalo wegen einer Schulterverletzung in der Kabine verbringen.

Reich und sexy auch ohne Erfolg
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Auch ohne sportlichen Erfolg strahlen die Lakers immer noch Glanz aus. Sie sind stolze 2,6 Milliarden Dollar wert
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Das fiel auf:

  • Der Blazers-Gameplan sah von Beginn an vor, hinter die aggressive Defense der Warriors zu kommen. Vor allem als Aldridge eine Pause bekam, suchten die Gäste immer wieder über Backdoor-Cuts und schnelle Drives den Weg zum Korb. Während ihre Rim-Protector Bogut und Green gemeinsam draußen saßen, hatten die Warriors damit einige Probleme.
  • Während Curry von Beginn an heiß war, fand Thompson schwerer ins Spiel. Die Warriors versuchten ihren Shooting Guard über einige Pindowns in Szene zu setzen. Gegen die starke Defense von McCollum und Lopez konnte sich der zweite Teil der Splash Brothers jedoch kaum gute Würfe erarbeiten. Erst gegen Afflalo und Lillard fielen die ersten Würfe.
  • Green zeigte auch gegen die Blazers, wieso er für viele ein echter Kandidat für den Award des Defensive Player of the Year ist. Anfangs noch mit Problemen gegen die Länge von Aldridge, fand der Forward nach dem ersten Viertel einen Weg den All-Star besser zu kontrollieren. In der Folge setzten die Blazers alles daran, ihrem Power Forward durch Switches andere Matchups zu ermöglichen.
  • Terry Stotts versuchte den Schaden durch Lillard in der Defensive so klein wie möglich zu halten und wies diesem immer wieder andere Matchups zu. Während McCollum und Batum defensiv starke Arbeit verrichteten, fiel der Point Guard immer wieder durch Nachlässigkeiten auf. Ob Curry, Thompson oder auch Barnes: Lillards Gegenspieler fand am einfachsten Wege zu Punkten.

Der Spielplan im Überblick

Jan Dafeld

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