Samstag, 01.11.2014

NBA-Schlaglichter

Suns lehren Spurs das Fürchten

An Halloween muss der Meister die erste Niederlage der neuen Saison einstecken. Angeführt von einer bärenstarken Bank um Isaiah Thomas lehrt Phoenix San Antonio das Fürchten. Die Lakers bieten den Clippers lange Paroli, unterliegen aber knapp. Milwaukee demontiert Philly im vierten Viertel, Memphis bezwingt Indiana.

Eric Bledsoe und die Suns drehten das Spiel im Schlussviertel
© getty
Eric Bledsoe und die Suns drehten das Spiel im Schlussviertel

Indiana Pacers (1-1) - Memphis Grizzlies (2-0) 89:97 (BOXSCORE)

Angeführt von Zach Randolph entführen die Grizzlies den Sieg aus dem Bankers Life Fieldhouse. Der in Indiana geborene Power Forward kam mit 22 Punkten und 13 Rebounds auf ein starkes Double-Double. Die Pacers erspielten sich mit einem guten zweiten Viertel eine Acht-Punkte-Führung zur Halbzeit. Die Grizzlies gingen Mitte der dritten zwölf Minuten wieder in Front und gaben die Führung bis zum Ende nicht mehr ab.

"Wir sind gut gestartet, haben dann auch ihrem Run widerstanden und weiter gekämpft", so Randolph: "Wir haben einfach weitergemacht und endlich auch Defense gespielt." Unterstützung erhielt der 33-Jährige von Marc Gasol (20 Punkte, 6 Rebounds) und Mike Conley (17 Punkte). Courtney Lee musste das Spiel mit einer leichten Gehirnerschütterung verlassen, nachdem er das Knie von Roy Hibbert abbekommen hatte.

Indianas C.J. Miles, der 13 Punkte erzielte, musste die Leistung der Grizzlies anerkennen: "Sie sind ein erfahrenes Playoff-Team und haben den Druck erhöht, wie es gute Teams eben machen. Das müssen wir noch lernen."

Chris Copeland kam von der Bank auf 16 Punkte und 6 Rebounds, Rookie Damjan Rudez hinterließ in 20 Minuten einen guten Eindruck (11 Punkte, 3/4 Dreier). Point Guard Donald Sloan beendete das Spiel mit 12 Punkten, 7 Assists und 5 Rebounds.

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Milwaukee Bucks (1-1)- Philadelphia 76ers (0-2) 93:81 (BOXSCORE)

Beim ersten Spiel in Milwaukee bereiteten die Fans Rookie Jabari Parker einen warmen Empfang. Der Forward dankte es dem Publikum und hinterließ bei seinem Heimdebüt einen guten Eindruck (11 Punkte, 10 Rebounds). Die Show stahl ihm ein Shooting Guard, mit dem nach einer schwachen Saison kaum noch jemand gerechnet hatte. O.J. Mayo scheint unter seinem Ex-Teamkollegen Jason Kidd das Selbstbewusstsein der alten Mavs-Tage wiedergefunden zu haben und legte von der Bank schon das zweite starke Spiel in Serie hin. Mit 25 Punkten bei 5/7 Dreiern zeigte er erneut seine Klasse von Downtown.

Der Schlüssel zum Sieg für die Bucks war das vierte Viertel. Lediglich 7 Punkte ließ die Milwaukee-Defense in den letzten 12 Minuten zu und sorgte so für den ersten Erfolg der Saison. Die Sixers verwarfen ihre letzten 14 Versuche aus dem Feld, nachdem sich in den 36 Minuten zuvor kein Team entscheidend absetzen konnte.

"Es geht nur datum, sich gegenseitig zu vertrauen und mit Energie und Einsatz zu spielen", sagte Mayo nach dem Spiel: "Das hat uns heute gewaltig geholfen."

Neben Mayo steuerten Brandon Knight (13 Punkte, 8 Assists, 7 Rebounds) und Larry Sanders (8 Punkte, 15 Rebounds, 4 Blocks) ihren Teil zum Erfolg bei. Auf Seiter der 76ers, die unterirdische Quoten aus dem Feld vorzuweisen hatten (37,2% FG, 21,7% Dreier) war Nerlens Noel mit 14 Punkten, 10 Rebounds und 3 Blocks noch der beste Akteur. Hollis Thompson (15), Tony Wroten (12) und KJ McDaniels (12) scorten ebenfalls zweistellig.

In der Endphase fehlte den 76ers der Go-to-guy, das sah auch Coach Brett Brown so: "Wir müssen Nerlens in bessere Positionen bringen, aber ich denke generell, dass wir so etwas als Kollektiv auffangen müssen", so der Coach: "Das entwickelt sich bei uns aber gerade erst."

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Phoenix Suns (2-0) - San Antonio Spurs (1-1) (BOXSCORE)

Der Meister kommt einfach nicht in die Gänge. Trotz der Rückkehr von Finals-MVP Kawhi Leonard musste sich das Team von Gregg Popovich einem hoch motivierten Suns-Team geschlagen geben. Die Spurs starteten gut und lagen nach dem ersten Viertel mit 13 Zählern in Front. Dann übernahm Phoenix mehr und mehr die Initiative und knabberte den Vorsprung Stück für Stück ab, um dann mit einem furiosen Schlussviertel die Sensation perfekt zu machen.

Vor allem Isaiah Thomas (23 Punkte, 10/17 FG), der 10 Punkte im vierten Viertel erzielte, und Markieff Morris (20 Punkte, 11 Rebounds, 3 Assists) ragten bei Phoenix heraus. Obwohl der Dreier überhaupt nicht fiel (2/18) und Eric Bledsoe sowie Goran Dragic einen durchwachsenen Abend erlebten, reichte es dank guter Hilfe von der Bank zum Sieg. Sophomore-Center Alex Len kam erstmals in seiner Karriere auf ein Double-Double (10 Punkte, 11 Rebounds) und hatte mit einigen wichtigen Plays in der Endphase ebenfalls Anteil am Sieg.

Tim Duncan (16 Punkte, 9 Rebounds), Tony Parker (19 Zähler, 6 Assists) und Boris Diaw (13 Punkte, 6 Rebounds) waren die einzigen Spieler, die für die Spurs zweistellig scorten. In der Zone dominierte Phonix nach Belieben (54:36 Points in the Paint).

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Sacramento Kings (1-1) - Portland Trail Blazers (1-1) 103:94 (BOXSCORE)

Dank eines 13:0-Laufs Mitte des vierten Viertels sicherten sich die Kings den Sieg gegen die Blazers. Bis dahin war das Spiel hart umkämpf, kein Team konnte sich absetzen.

Rudy Gay schrammte mit 40 Punkten nur einen Zähler an seinem Career-High vorbei und präsentierte sich in glänzender Verfassung (13/19 FG). DeMarcus Cousins (17 Punkte, 9 Rebounds) und Darren Collison (17 Punkte, 8 Rebounds, 8 Assists) halfen tatkräftig mit.

Für Portland rissen die Starter wieder massig Minuten ab, weil die Bank - wie schon häufig in der vergangenen Saison - unproduktiv war. LaMarcus Aldridge (22 Punkte, 4 Rebounds) und Damian Lillard (20 Punkte, 7 Assists) waren die Punkbesten im Team von Terry Stotts, trafen zusammen aber nur 11 ihrer 31 Wurfversuche. Wesley Matthews kam auf 16 Zähler bei 7/14 aus dem Feld.

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Los Angeles Lakers (0-3) - Los Angeles Clippers (2-0) 111:118 (BOXSCORE)

Wenn zu diesem frühen Zeitpunkt über den Season-MVP diskutiert wird, dann muss der Name Blake Griffin nach diesem Spiel definitiv fallen. Mit 39 Punkte, 7 Rebounds und 4 Assists war der Power Forward bester Spieler auf dem Parkett.

Das Team von Doc Rivers ging im Duell der Stadt-Rivalen früh in Führung, ein Run der Lakers im dritten Viertel wendete das Blatt. Aber dank Griffin und einer starken Clutch-Performance von Jamal Crawford (22 Punkte, 5 Assists) verließen die Clippers das Staples Center als Sieger. Für Chris Paul standen am Ende 11 Punkte und 10 Assists zu Buche, der Point Guard haderte aber mit seinem Wurf (2/9 FG). DeAndre Jordan kam ebenfalls auf ein Double-Double (11 Zähler, 13 Rebounds).

Die Lakers erarbeiten sich zwar mehr Würfe und trafen hochprozentig (51,2% FG), konnten Chris Paul und Co. in der Defense aber oft nur mit einem Foul stoppen. Und die Clippers waren traumhaft sicher von der Linie (38/44).

Kobe Bryant hatte noch die Chance, das Spiel mit einem Dreier in die Verlängerung zu schicken, scheiterte aber, sodass die Clippers den zweiten Sieg der Saison erfahren konnten. Die Black Mamba kam insgesamt auf 21 Punkte (6/15 FG), 7 Assists und 4 Rebounds. Ebenfalls ein starkes Spiel machte Jordan Hill (23 Punkte, 10/15 FG, 5 Rebounds). Der Lakers-Center beeindruckte vor allem durch seinen sicheren Midrange-Jumper.

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