Mittwoch, 19.03.2014

Cleveland Cavaliers - Miami Heat 96:100

Überragender LeBron rettet Miami

Ein souveränes Auftreten sieht definitiv anders aus. Gegen die verletzungsgeplagten Cleveland Cavaliers (26-42) können die Miami Heat (46-19) nur einen knappen 100:96-Sieg (BOXSCORE) einfahren. LeBron James und Chris Bosh retten die Heat nach einer insgesamt schwachen Leistung.

LeBron James (r.) überragte besonders im ersten Viertel und erzielte insgesamt 43 Punkte
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LeBron James (r.) überragte besonders im ersten Viertel und erzielte insgesamt 43 Punkte

Besonders in der Verteidigung wusste Miami überhaupt nicht zu überzeugen, wirkte oftmals lustlos und zeigte keinerlei Intensität. So konnten die Cavaliers eigentlich das ganze Spiel über sehr gut mithalten und das, obwohl Head Coach Mike Brown auf Kyrie Irving und Luol Deng verzichten musste.

In Abwesenheit der beiden Superstars zeigte das komplette Team eine starke Leistung und konnte mit gutem, mannschaftsdienlichem Basketball die Fans in Cleveland begeistern. 6 Spieler der Cavs punkteten zweistellig, wobei Jarrett Jack (22 Punkte), Anderson Varejao (16 Punkte und 11 Rebounds) und Dion Waiters (17 Punkte und 11 Assists (Career-High)) besonders hervorzuheben sind.

Die Heat dürfen sich für diesen Sieg hauptsächlich bei LeBron James bedanken, der mit einem fantastischen ersten Viertel ein Ausrufezeichen setzte. Am Ende kam der Ex-Cavalier auf 43 Punkte, 6 Rebounds, 4 Assists und 3 Blocks bei fabelhaften Feldwurf-Quoten (14/19 FG, 6/8 3FG).

Doch gegen Ende der Partie war es Chris Bosh, der die Heat mit 9 Punkten am Stück auf die Siegerstraße brachte. Insgesamt hatte der 29-Jährige 21 Punkte und 6 Rebounds im Boxscore stehen. Enttäuschend war dagegen der Backcourt der Heat. Ohne Dwyane Wade schossen Mario Chalmers, Toney Douglas, Norris Cole und Ray Allen zusammengerechnet nur sehr magere 30 Prozent aus dem Feld (9/30 FG) und leisteten sich 10 Turnover.

Die Reaktionen:

LeBron James (Heat): "Ich weiß nicht, ich war einfach im Rhythmus. Als das Spiel losging, hatte ich das Gefühl ich könnte 50 oder 60 Punkte erzielen."

Erik Spoelstra (Heat-Coach): "Das macht LeBron einzigartig in dieser Liga. Heutzutage gibt es viele Spieler, die nach so einem Start 70 Punkte machen wollen. LeBron versucht aber einfach nur das Spiel auf die richtige Art und Weise weiter zu spielen. Er ist sehr selbstlos."

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Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Tip-Off: Die Cavaliers müssen nicht nur auf Kyrie Irving, sondern auch auf Luol Deng verzichten. Somit stehen Jarrett Jack, Dion Waiters, Alonzo Gee Tristan Thompson und Spencer Hawes in der Starting Five. Auf Seiten der Heat bekommt Dwyane Wade eine Pause. Mario Chalmers, Tony Douglas, LeBron James, Chris Bosh und Greg Oden starten für Miami.

6.: LeBron James is on fire! Jeder seiner 6 Wurfversuche finden den Weg durch die Reuse: 16 Punkte für LBJ. In der Defense sorgt Greg Oden mit zwei Blocks für Furore - 23:9 Heat.

10.: Trotz 18 Punkte von James und eine klasse Dreierquote der Heat (6/8 3FG) schaffen es die Cavaliers das Spiel eng zu halten. Vor allem dank ihrem Vorteil unter dem Korb: 14 Punkte in der Zone für Cleveland, keine für Miami - 30:22 Heat.

17.: Varejao klaut den Spalding und der Big Man leitet den Fastbreak ein. Am anderen Ende des Courts versenkt Matthew Dellavedova den Layup und wird gefoult: And One - nur noch 40:38 für Miami!

24.: Nach dem dominanten ersten Viertel von LeBron, reißen die Cavaliers das Spiel im zweiten Abschnitt an sich. Cleveland trifft 10/15 aus dem Feld und geht zwischenzeitlich sogar in Führung - aber dennoch 59:54 Miami.

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29.: Die Cavaliers kommen etwas besser aus der Kabine und stellen die Heat mit ihrer intensiven Defense vor relativ große Probleme. Doch durch leichtsinnige Turnover bringen sie Miami wieder ins Spiel - 69:68 Heat.

35.: Es geht hin und her, kein Team kann sich absetzen, es ist extrem ausgeglichen. Aber: Die Cavaliers treffen zum aktuellen Zeitpunkt immer noch mehr als 60 Prozent ihrer Feldwürfe - 77:75 Cleveland.

41.: Durch leichtsinnige Fehler geben die Cavaliers immer wieder den Spalding aus der Hand. Bereits 19 Turnover stehen auf dem Konto der Cavs und nun leistet sich Cody Zeller auch noch das nächste Offensiv-Foul - 86:83 Heat.

45.: Jarrett Jack sammelt die nächsten 3 seiner insgesamt 16 Punkte und sorgt von Downtown für den Ausgleich. Die Wurfquoten gehen im vierten Viertel bei beiden Teams deutlich nach unten, aber es ist immer noch alles offen - 88:88.

48.: Ohne Auszeit und mit 6 Punkten Rückstand muss es für die Cavaliers schnell gehen und Jack verwandelt sogar noch zwei Dreier in der letzten Minute. Die Heat zeigen sich aber in der entscheidenden Phase sicher von der Freiwurflinie und bringen den Sieg nach Hause - 100:96.

Cleveland Cavaliers - Miami Hear: Hier geht's zum BOXSCORE

Der Star des Spiels: LeBron James. Bei seiner Rückkehr in die alte Heimat machte LBJ schon von der ersten Spielminute an deutlich, warum die Cavs-Fans ihn so vermissen. Allein nach dem ersten Viertel standen schon 25 Punkte auf dem Konto des 29-Jährigen, am Ende kam er auf 43. Dazu noch fabelhafte Quoten aus dem Feld (14/19 FG, 6/8 3FG) und die nächste, unglaublich starke LeBron-Performance ist perfekt.

Der Flop des Spiels: Der Backcourt der Heat. Ohne Dwyane Wade war der Backcourt von Miami keine große Hilfe für James, Bosh und Co., vielmehr ein einziges Desaster. Mario Chalmers traf nur 1 seiner 7 Würfe und hatte drei Turnover, genauso viele wie Toney Douglas und Ray Allen. Auch Allen lieferte schwache Wurfquoten (5/13 FG, 2/9 3FG) ab und enttäuschte ebenso wie Norris Cole (1 Punkt, 0/3 FG). Diese Partie war der Beweis, wie wichtig Wade für dieses Team ist.

Das fiel auf:

  • LeBron James war von Beginn an unglaublich heiß und legte ein überragendes erstes Viertel hin: 25 Punkte, 2 Assists, 2 Steals und 1 Rebound. Und das Ganze bei phänomenalen Wurfquoten von 10/11 aus dem Feld und 5/6 von Downtown. Nichts und niemand konnte den selbsternannten King in den ersten 12 Minuten der Partie stoppen.
  • Ein großer Faktor beim Comeback der Cavaliers im zweiten Viertel war die Dominanz in der Zone. Das Rebound-Duell gewann Cleveland zur Halbzeit mit 20:14 und in der Zone erzielte das Team von Head Coach Mike Brown fast fünf Mal so viele Punkte wie Miami (28:6). Die Probleme der Heat unter dem Korb sind bekannt und Cleveland nutzte dies mit aggressivem Zug in die gegnerische Zone gut aus.
  • Die Championship-Parade der Heat
    Strahlender Sonnenschein in Florida. Nichts neues, für eine Championship Parade aber dennoch immer wieder nützlich
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    Strahlender Sonnenschein in Florida. Nichts neues, für eine Championship Parade aber dennoch immer wieder nützlich
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    Dicke Sonnenbrille? Check! Zigarre? Check! Wasserpistole? Check! Fazit: LeBron James ist optimal vorbereitet
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    Chris Bosh genügt dagegen die Larry O'Brien Trophy. War ja auch ein hartes Stück Arbeit
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    Während vorne herausragende Kopfbedeckungen auffallen, wird im Hintergrund das Motto von Miamis zweiter Meisterschaft unterstrichen
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    Repeat! Damit sind die Heat in einen illustren Kreis aufgestiegen
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    Dwyane Wade betätigt sich als Wedler
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    All hail to the King! Da lässt sich auch auf'm Bau ein kleines Päuschen einlegen
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    Von der Straße ging es in die American Airlines Arena. Dort präsentiert sich LeBron James erst like a boss...
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    ...dann ganz bescheiden
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    Ob einfacher Sieg, oder Championship - in den USA gilt: Kein Konfetti, keine Feier
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    Na, wer kommt denn da inkognito?
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    ...Shane Battier. Manchem vielleicht besser bekannt als "Der Scharfschütze aus Spiel 7"
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    Nach dem Erfolg heißt es erst mal: zurücklehnen und genießen. Ob sich die Heat noch mal Spiel 7 ansehen?
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    Auch in Sachen Gesichtsakrobatik ist LeBron James seinen Kollegen einiges voraus
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    Erik Spoelstra macht den Oliver Kahn. "Da is' das Ding!"
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  • Die Miami Heat setzten dagegen ihr vollstes Vertrauen in den Dreier. Zu Beginn der Partie fand das Inside-Game der Heat so gut wie gar nicht statt. 20 von 42 Würfen nach den ersten 24 Minuten kamen von Downtown - aber immerhin waren 11 davon auch erfolgreich (55 Prozent). In der zweiten Hälfte wollte von der Dreierlinie allerdings nichts mehr fallen (1/7 3FG).
  • Bei Miami fehlte es an Intensität in der Verteidigung. Der eigene Mann wurde oft nur sporadisch angegangen, die Hilfe kam meistens zu spät und die Würfe der Cavaliers wurden nur in den seltensten Fällen wirklich aggressiv verteidigt. So konnte Cleveland über drei Viertel lang an der 60-Prozent-Marke kratzen.
  • Erst im letzten Spielabschnitt zeigte Miami mehr Energie in der Defense und lieferte drei unglaublich wichtige Blocks, die halfen, das Spiel zu entscheiden. Im letzten Viertel trafen die Cavs nur noch 6 ihrer 20 Versuche aus dem Feld (30 Prozent) und mussten sich so Miami letztlich geschlagen geben.

Ergebnisse und Spielplan im Überblick

Philipp Jakob

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