Freitag, 26.03.2010

NCAA March Madness: Sweet 16

Wie Phönix aus der Asche!

Die March Madness macht ihrem Namen weiter alle Ehre. Butler wirft mit Syracuse einen der Titelfavoriten aus dem Turnier, Kansas State muss gegen Xavier Extra-Schichten einlegen und auch West Virginia hat anfangs Probleme. Nur Kentucky sorgt schnell für ein standesgemäßes Ergebnis - und beendet so eine große rote Party.

Gordon Hayward war mit 17 Punkten der beste Spieler bei den Butler Bulldogs
© Getty
Gordon Hayward war mit 17 Punkten der beste Spieler bei den Butler Bulldogs

Butler Bulldogs (5) - Syracuse Orange (1) 63:59

Unglaublich! Die Upset-Serie beim diesjährigen NCAA-Turnier geht weiter. Die Butler Bulldogs werfen mit Syracuse den nächsten vermeintlichen Titelkandidaten aus dem Turnier. Es ist bereits ihr 23. Sieg in Folge. Und was für einer! Nach der ersten Halbzeit lagen die Bulldogs bereits mit 35:25 in Führung - nur um fünf Minuten vor dem Ende des Spiels wieder mit vier Punkten hinten zu liegen.

Doch dann kamen Willie Veasley und Gordon Hayward - und elf Butler-Punkte in Serie. Besonders sehenswert: Veasleys Three-Point-Jumper. "Ich dachte, dass er über das Board geht", so Veasley, der auf insgesamt 13 Punkte kam. "Doch dann habe ich mich umgedreht - und er fiel rein. Das war ein echter "H-O-R-S-E"-Shot - das habe ich noch nie geschafft."

Entscheidend für die Niederlage von Syracuse: die Orange leisteten sich zu viele Ballverluste. 18 Turnover standen am Ende zu Buche. "18. Das darf man sich einfach nicht erlauben", sagte Syracuse-Coach Jim Boeheim, der erneut ohne Center Arinze Onuaku auskommen musste. "Die Bulldogs haben sich im Gegenzug fast keine gleistet."

Topscorer: Gordon Hayward (17) - Wes Johnson (17)

Xavier Musketeers (6) - Kansas State Wildcats (2) 96:101, 2OT

Was für ein Spiel! Und fast die nächste Sensation. Fast. Denn am Ende verpassten die Xavier Musketeers die Überraschung knapp. Die kleine Universität aus Cincinnati trieb nach dem unerwarteten Erfolg gegen Pittsburgh auch Kansas State an den Rand einer Niederlage. Erst in der Double Overtime konnten sich die favorisierten Wildcats durchsetzen.

"Beide Teams wollten einfach nicht, dass ihre Saison heute endet", sagte Kansas States Jacob Pullen, der in der zweiten Verlängerung zwei wichtige Dreier versenkte und damit für sein Team den Unterschied machte. Am Ende kam der Guard, der mit seinem Abraham-Lincoln-Gedächtnis-Bart das Turnier-Motto seines Teams ("Fear the Beard") und die T-Shirt-Mode der Fans prägte, auf 28 Punkte (4 Rebounds, 4 Assists).

Bis dahin hatte sich Xavier immer in den letzten Sekunden retten können. Sowohl kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit als auch in der ersten Verlängerung lagen die Musketeers jeweils mit drei Punkten hinten - kamen aber spektakulär zurück. Highlight: Jordan Crawfords "Nothing But Net"-Dreier aus zehn Metern am Ende der ersten Verlängerung.

Topscorer: Jordan Crawford (32) - Jacob Pullen (28)

Washington Huskies (11) - West Virginia Mountaineers (2) 56:69

Jetzt aber genug mit den Upsets. Dabei konnte Washington lange Zeit mithalten. Mehr noch: Die Huskies lagen zur Halbzeit sogar noch mit zwei Punkten in Führung. Am Ende war es dann aber doch eine deutliche Angelegenheit für die favorisierten Mountaineers - auch weil Kevin Jones, Devin Ebanks und Da'Sean Butler aufdrehten.

Der größte Aufreger des Spiels: Die Verletzung von West-Virginia-Star Butler. Der ging bei einem Zweikampf unsanft zu Boden und hielt sich anschließend die Hand. Doch der Schock dauerte nur zwei Sekunden. Dann stand er nämlich wieder auf und signalisierte, dass er weiterspielen kann. "Das war eine unglaubliche Erleichterung", so Teamkollege Jones. "Aber damit er liegen bleibt, muss es auch schon was Ernsthaftes sein."

Und das war es nicht. Zwar tauchte Butler auf der Pressekonferenz nach dem Spiel mit einem dicken Eisbeutel am Arm auf, gab aber bekannt, dass er im nächsten Spiel dabei ist. Glück für West Virginia. Denn die Mountaineers müssen bereits auf Point Guard Darryl Bryant verzichten, der sich am Dienstag im Training den Fuß brach.

Topscorer: Justin Holiday (14) - Kevin Jones (18)

Cornell Big Red (12) - Kentucky Wildcats (1) 45:62

Aus und vorbei ist er, der Traum von einem Ivy-League-Team im Elite Eight. Und das trotz eines inoffiziellen Heimspiels der Big Red. Tausende Fans verwandelten den Carrier Dome von Syracuse (keine 50 Meilen von Cornell-Campus entfernt) in eine große rote Party.

Dabei hatte alles so gut angefangen. 10:2 gingen die Big Red in den Eröffnungs-Minuten in Führung. "Wir hatten einen guten ersten Punch", sagte Cornell-Center Jeff Foote. Doch dann kamen John Wall, DeMarcus Cousins and Patrick Patterson - man nenne sie: die Party-Crasher. Bereits zur Halbzeit stand es 32:16 für Kentucky. Verhältnisse gerade gerückt.

Topscorer: Louis Dale (17) - DeMarcus Cousins (16)

March-Madness-Tipps: Die Zeit der Märchen ist vorbei!

SPOX

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