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Niederschmetternde Bilanz der Dolphins

Einfach nur ein Sieg

Von Daniel Paczulla
Freitag, 14.12.2007 | 12:08 Uhr
Miami Dolphins, Fans
© Getty
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München - An den 10. Dezember 2006 dürften sich die Fans der Miami Dolphins gerne zurückerinnern. Damals jubelten sie über einen 21:0-Sieg gegen die New England Patriots. Lang, lang ist's her.

Denn seitdem gab es für die Dolphins-Anhänger nichts mehr zu feiern. Seit über einem Jahr wartet das Team nun schon auf das nächsten Erfolgserlebnis.

Die Bilanz ist niederschmetternd: 16 Niederlagen in Folge. In dieser Saison sind sie das absolute Loser-Team der Liga und könnten es sogar in der Geschichte der NFL werden.

"Historisch unperfekte Saison?"

Noch kein Team verbuchte 16 Pleiten in einer Spielzeit. Bislang stehen die Carolina Panthers mit 15 Niederlagen (2001) an der Spitze. Doch Miami ist drauf und dran, ihnen diesen Platz streitig zu machen.

Nach 13 Begegnungen sind sie immer noch sieglos. Bleiben sie es auch noch in den letzten drei Begegnungen, werden sie wohl einen Rekord für die Ewigkeit aufstellen - Null zu 16.

Während die Patriots (13 Siege) auf dem besten Weg zu einer perfekten Saison ohne Niederlage sind, wollen die Dolphins die "historisch unperfekte Saison" ("Miami Herald") vermeiden. Viel Zeit bleibt nicht mehr.

Und von den drei ausstehenden Partien kann man das Duell bei den Patriots auch noch getrost streichen. Bleiben also die Heimspiele gegen die Balitmore Ravens (16. Dezember) und Cincinnati Bengals (30. Dezember).

Sonntag kommen die Ravens

Die größten Chancen, die Null in eine Eins umzuwandeln, haben die Dolphins am kommenden Sonntag. Im Dolphins Stadium empfangen sie die Ravens, die  seit sieben Spielen ohne Sieg sind.

Doch was spricht für ein erfolgreiches Match? Selbst die Spieler sind pessimistisch. "Wir sind nicht konkurrenzfähig", betont Cornerback Goodman und legt nach: "Wir haben weder in der Offense noch in der Defense das Niveau, Spiele zu gewinnen."

Das Hauptproblem: Quarterback 

Das größte Problem ist dabei die Quarterback-Position. Trent Green (5 TD, 7 INT, Rating: 72,6), Cleo Lemon (3 TD, 6 INT, Rating: 65,5) und John Beck (0 TD, 3 INT, Rating: 53,6) haben eines gemeinsam: sie waren konstant schlecht.

Für Green war die Saison bereits nach fünf Spielen aufgrund einer Gehirnerschütterung beendet. Danach spielte Lemon für fünf Partien, ehe sich Beck vier Mal austoben durfte. Im letzten Spiel bei den Buffalo Bills (17:38-Pleite) wechselte Rookie-Coach Cam Cameron dann erneut zu Lemon.

Gebracht hat es gar nichts. Stattdessen stellte das Team einen unrühmlichen Vereinsrekord mit acht Ballverlusten auf. "Wir spielen wie ein High-School-Team", schimpft Left Tackle Vernon Carey. Und das schon die ganze Saison.

"Kleinigkeiten, die sich summieren"

Eine weitere, detaillierte Analyse für das desaströse Auftreten kann man sich schenken. "Es gibt viele Probleme. Das ist das Problem", sagt Vonnie Holliday (Defensive Line). "Es sind halt so viele Kleinigkeiten, die sich summieren."

Schaut man grob auf die Statistik, gibt es gleich die Beweise. Die Lauf-Verteidigung ist die schlechteste der Liga, die Offense rangiert nur auf dem drittletzten Platz. Absolut nicht ins Bild passt da die sensationelle Pass-Verteidigung, die auf Platz drei steht.

Statistik hin oder her, was zählt, ist nur noch der eine, erlösende Sieg in dieser Saison. Den Fans graut es vor der Tatsache, das absolute Loser-Team in der NFL-Geschichte zu werden. Die Zeit rennt, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Doch darauf setzen die Dolphins seit dem 10. Dezember 2006.

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