Olympia

WADA hebt Suspendierung auf

SID
Craig Reedie ist Präsident der WADA

16 Tage vor der Eröffnung der Olympischen Spiele hat die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) am Mittwochabend die erst vor wenigen Wochen verhängte Sperre des Anti-Doping-Labors in Rio de Janeiro aufgehoben.

Damit darf das Labor die Analyse von Urin- und Blutproben bei den Olympischen Spielen (5. bis 21. August) und den Paralympics (7. bis 18. September) in Rio durchführen.

Die Suspendierung am 24. Juni wurde laut WADA wegen "einer Nichtübereinstimmung mit dem Internationalen Standard für Laboratorien (ISL)" verhängt. Nun sei das Labor wieder im Einklang mit dem Standard, erklärte die WADA.

"Die WADA ist hocherfreut, bekannt zu geben, dass die Akkreditierung des Labors in Rio wieder hergestellt worden ist", sagte WADA-Generaldirektor Olivier Niggli: "Alle Seiten haben eifrig daran gearbeitet, die identifizierten Probleme zu lösen, sodass das Labor für die Olympischen und Paralympischen Spiele optimal funktionieren kann." Die Sportler könnten "sicher sein, dass die Analyse sämtlicher Proben verlässlich" funktioniere, führte Niggli aus.

Nach der Suspendierung war eine Disziplinarkommission gebildet worden, welche auf der Grundlage der Verfahrensregeln die Einhaltung der angemahnten Standards überprüft hat. Am Mittwoch habe dann die Disziplinarkommission die Empfehlung an Craig Reddie, den Vorsitzenden des Exekutivausschusses gegeben, das Labor in Rio wieder zu akkreditieren, erklärte die WADA. Das Labor in der Olympiastadt weise nun wieder "die höchsten Qualitätsstandards" auf.

Labor machte nicht zum ersten Mal Probleme

Das Labor, in dem rund 5000 Olympia-Proben analysiert werden sollen, machte nicht zum ersten Mal Probleme. Bereits bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 waren die Proben aus Brasilien für immense Kosten quer über den Atlantik zu einem Labor im schweizerischen Lausanne geschickt worden, weil die WADA der Einrichtung in Rio de Janeiro im August 2013 wegen Unregelmäßigkeiten die Zulassung entzogen hatte.

Erst im vergangenen Jahr wurde das an einer staatlichen Universität angesiedelte Kontrolllabor nach kostspieligen Nachbesserungen und der Ausbildung von mehr als 90 Kontrolleuren wieder zugelassen. Rund 200 Millionen Real (53 Millionen Euro) wurden investiert, um den Ansprüchen zu genügen.

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