Olympia

"Rückgratlos": Rutherford kritisiert IOC

SID
Greg Rutherford hat den IOC scharf kritisiert

Weitsprung-Star Greg Rutherford hat die Entscheidung des IOC für ein Olympia-Startrecht russischer Athleten als "rückgratlos" bezeichnet.

Das IOC habe es verpasst, eine "klare Botschaft der Transparenz und des Fortschritts" zu senden, sagte der 29 Jahre alte Olympiasieger von London und amtierende Weltmeister dem Guardian: "Was wir jetzt haben, ist ein schmutziger, grauer Bereich, womit niemandem geholfen ist."

Zudem ärgerte sich Rutherford über eine "erstaunliche Widersprüchlichkeit" des IOC. "Die Einführung einer Last-Minute-Verbannung für russische Athleten, die schon einmal eine Dopingsperre abgesessen haben, gleichzeitig Athleten aus anderen Ländern mit genau der gleichen Geschichte aber zuzulassen, ist, als würde man einen hungernden Mann bitten, 'Danke' zu sagen, wenn man ihm ein einziges Reiskorn gibt", sagte Rutherford.

Letztlich sei die Entscheidung, russische Athleten trotz des systematischen und vom Staat gesteuerten Dopingbetrugs in Rio starten zu lassen, der "rückgratlose Versuch, als netter Kerl für beide Seiten zu erscheinen", sagte Rutherford. Am Sonntag hatte das IOC entschieden, russische Sportler unter gewissen Umständen an den Olympischen Spielen in Rio teilnehmen zu lassen.

Russlands Leichtathleten sind hingegen vom Weltverband IAAF weiterhin international gesperrt. Einzig Weitspringerin Darja Klischina, die schon lange in den USA lebt und trainiert, darf in Brasilien starten.

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