Mittwoch, 30.11.2016

Deutsche Sportler über den Oylmpia-Verzicht von ARD und ZDF

"Schande über Sport-Deutschland!"

Die öffentlichen TV-Sender ARD und ZDF verzichten auf die Übertragung von Olympia 2018 sowie 2024. Die deutschen Sport-Stars um Fabian Hambüchen sind größtenteils fassungslos, mancher sieht aber auch Chancen.

Rund 150 Millionen Euro hätten ARD und ZDF für die Bildrechte an Olympia auf den Tisch legen müssen, das war den öffentlichen Sender zu viel. Eurosport erhielt den Zuschlag und wird die Spiele von 2018 und 2024 übertragen. Die Bild sprach mit deutschen Sportlern.

Viele sind fassungslos. Fabian Hambüchen, Turn-Olympiasieger, etwa: "Der Ausstieg von ARD und ZDF ist nicht nachvollziehbar und enttäuschend. Damit wird uns die ganz große Bühne genommen." Er spricht aus, was viele denken. "Schande über Sport-Deutschland! Verdummung und fehlende Wertevermittlung durch vielfältigen Sport", flucht Wasserspringer Patrick Hausding.

Viele der olympischen Sportler haben es schwer, Sponsoren und damit ausreichend Gelder zu finden. "Wenn wir noch weniger zu sehen sind, dann wird die Lage noch schlimmer, was Sponsoren angeht", befürchtet BMX-Fahrerin Nadja Pries. Einige der Randsportarten waren schon in den Öffentlichen kaum zu sehen.

Frischer Wind durch Eurosport?

Gleichzeitig liegt die Hoffnung nun auf Eurosport. Hockey-Spieler Moritz Fürste geht voran: "Was ARD und ZDF zuletzt angeboten haben, hat mich nicht mehr überzeugt. Vielleicht bringt Eurosport ja frischen Wind rein." Ähnlich sieht es auch Hambüchen: "Ich setze jetzt aber voll auf Eurosport, die sich in der Vergangenheit immer sehr turnbegeistert gezeigt haben."

Letztlich schwebt aber vor allem ein Vorwurf über allem. "Ich denke, wäre es um Fußball gegangen, hätten die gezahlt", spricht Radfahrerin Trixi Worrack es aus. Für die Weltmeisterschaft 2014 zahlte man 210 Millionen Euro, wenngleich das Publikum deutlich vielversprechender war.

Ben Barthmann
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