Mittwoch, 11.05.2016

Abschussfreigabe für "feindliche" Flugzeuge

Weniger Elite-Polizei als geplant

Nur die Hälfte der ursprünglich 9000 eingeplanten Elite-Polizeieinheiten werden bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro eingesetzt. Das erklärte Mario Beltrame, für Sicherheit zuständiger Minister des Bundesstaates Rio de Janeiro, der Tageszeitung O Globo.

Das Polizeiaufgebot wird in Rio nicht so ausgeprägt sein, wie bisher geplant
© getty
Das Polizeiaufgebot wird in Rio nicht so ausgeprägt sein, wie bisher geplant

"Ich habe mit 9000 Männern gerechnet, aber es scheint, als ob die Regierung nur die Hälfte entsendet. Es wird eine Herausforderung, aber wir sind bereit", sagte Beltrame und beklagte mangelnde Hilfsbereitschaft anderer Bundesstaaten: "Das gefährdet die Sicherheitsstrategie für die Spiele. Die anderen Bundesstaaten sind nicht gewillt, ihren Beitrag zu leisten. Ich kann das nicht nachvollziehen."

Das vor Monaten verkündete Sicherheitskonzept sieht den Einsatz von insgesamt rund 80.000 Polizisten und Soldaten vor, um den reibungslosen Ablauf der Olympischen Spiele in der von Kriminalität geplagten Stadt zu gewährleisten.

Am Mittwoch wurde zudem ein präsidialer Erlass veröffentlicht, der es dem Militär während der Olympischen und Paralympischen Spiele erlaubt, als "feindlich" eingestufte Flugzeuge abzuschießen. Die Maßnahme kam bereits beim Confed Cup 2013 sowie während der Fußball-WM 2014 zur Anwendung. Verdächtige Maschinen werden laut Plan zunächst gewarnt und als feindlich eingestuft, wenn sie weitere Anweisungen ignorieren.


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