Dobler vom "Hammer" erwischt

SID
Sonntag, 07.02.2016 | 16:57 Uhr
Jonas Dobler gehört seit August 2012 als Zolloberwachtmeister den Zoll-Ski-Team an
© getty
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Nach 50 Kilometern durch den norwegischen Nebel rang Jonas Dobler erschöpft nach Luft. "Leider ist der Hammer fünf Kilometer zu früh gekommen, dann war es vorbei", sagte der Skilangläufer aus Traunstein nach dem "Marathon" am Holmenkollen in Oslo.

Sogar Rang fünf schien für Dobler am Samstag in der Wiege des nordischen Skisports möglich, dann jedoch verließen ihn die Kräfte. "Ich habe mich lange richtig gut gefühlt, leider hat es nicht gereicht", sagte der 24-Jährige und war trotz Rang 17 am Ende zufrieden.

Das galt auch für Stefanie Böhler, die am Sonntag bei den Frauen über 30 km mit Rang 13 überzeugte.

Die Siege bei den längsten Rennen des Winters gingen zur Freude der unzähligen Fans an die Lokalmatadoren: Bei den Männern gewann Topfavorit Martin Johnsrud Sundby den seit 1902 ausgetragenen Klassiker in 2:08:41 Stunden.

Damit baute der Tour-de-Ski-Sieger seine Führung im Gesamtweltcup ebenso aus wie Therese Johaug, die am Sonntag in einem furiosen Rennen ihren schon zwölften Saisonsieg feierte.

"Therese läuft ein krasses Tempo"

Die überragende Johaug attackierte vor großer Kulisse bereits nach einem Kilometer und zog anschließend unaufhaltsam davon. Nach 1:24:55 Stunden hatte die Tour-de-Ski-Siegerin im Ziel gewaltige 3:46 Minuten Vorsprung auf ihre Teamkollegin Ingvild Flugstad Östberg (Norwegen). Rang drei ging an die Finnin Anne Kyllönen.

"Therese läuft ein krasses Tempo. Sie ist im Moment in einer eigenen Welt", sagte DSV-Trainer Torstein Drivenes über seine Landsfrau.

Die 27-Jährige sorgte für den siebten norwegischen Sieg bei dem Klassiker in Folge, zudem hat sie die Bestmarke von 17 Saisonsiegen ihrer Landsfrau Marit Björgen aus dem Winter 2011/2012 mehr denn je im Blick.

Bei den Männern verwies Sundby seinen Landsmann Niklas Dyrhaug (+18,8 Sekunden) und den Russen Maxim Wylegschanin (+1:05,4 Minuten) auf die Plätze. Für den 31-Jährigen war es der erste Weltcup-Sieg in seinem Heimstadion und der 22. seiner Karriere. Im Gesamtweltcup liegt der Titelverteidiger mit 1687 Punkten mehr als deutlich vor seinem Landsmann Finn Haagen Krogh (967).

Aus deutscher Sicht sorgten Thomas Wick (Zella-Mehlis) und Lucas Bögl (Gaissach) auf den Rängen 26 und 34 ebenso wie bei den Frauen Nicole Fessel (Oberstdorf) auf Rang 17 für weitere ordentliche Ergebnisse.

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