Sechsmal Gold für Deutschland

Loch triumphiert bei Heim-WM

SID
Sonntag, 31.01.2016 | 13:18 Uhr
Felix Loch ist zum fünften Mal Weltmeister
© getty
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Deutschlands Top-Rodler um Felix Loch haben bei der Heim-WM am Königssee für einen Rekord gesorgt. Loch gewann am Sonntag souverän bei den Männern, der abschließende Erfolg der Teamstaffel brachte die sechste Goldmedaille des Wochenendes für die Gastgeber und damit den neuen Bestwert bei einer Rodel-WM.

Für den 26-jährigen Loch war es bereits der fünfte WM-Titel im Einsitzer, er gewann mit mehr als vier Zehnteln Vorsprung auf Ralf Palik. Dritter wurde Wolfgang Kindl aus Österreich. Andi Langenhan holte Platz fünf, Johannes Ludwig belegte den enttäuschenden elften Platz.

"Es ist einfach nur der Hammer, ich bin nur froh", sagte Loch in der ARD: "Ich hätte nicht gedacht, dass es so geil ist vor dem eigenen Publikum. Das hier ist zu Hause, ganz zu Hause. Ich wohne ein paar Minuten von hier weg."

Schon am Samstag hatte Natalie Geisenberger bei den Frauen ihren dritten WM-Titel in Serie geholt, das gleiche gelang den Doppelsitzern Tobias Wendl/Tobias Arlt.

Loch unterstreicht seine Ausnahmestellung

Der WM-Rekord wurde möglich durch die erstmalige Austragung des nicht-olympischen Sprintwettbewerbes. Am Freitag hatten dabei ebenfalls Wendl/Arlt und Loch triumphiert, nur im Sprint der Frauen musste sich Geisenberger knapp der Überraschungssiegerin Martina Kocher (Schweiz) geschlagen geben. Der Traum von sieben Titeln in sieben Wettbewerben platzte damit schon am ersten WM-Tag.

Loch unterstrich mit seinen Siegen im Sprint und im klassischen Rennen seinen Status als weltbester Rodler der Gegenwart. Der Sohn vom Bundestrainer Norbert Loch hatte bereits die WM-Titel 2008, 2009, 2012 und 2013 gewonnen. Mit nun fünf Titeln im Einzelwettbewerb fehlt ihm nur noch ein WM-Sieg, um den Rekord des Südtirolers Armin Zöggeler einzustellen.

Bundestrainer Loch gönnte seinem Sohn vor allem den WM-Sieg vor heimischer Kulisse: "Das ist etwas Besonderes, Felix ist hier aufgewachsen. Wenn man einmal die Chance hat, so ein Rennen zu Hause zu fahren, dann ist das einfach nur geil."

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