Pechstein mit Gelassenheit zur WM

"Schönste Siege bereits geholt"

SID
Dienstag, 10.02.2015 | 14:35 Uhr
Nach ihren außer-sportlichen Erfolgen gibt sich Pechstein gelassen vor der WM
© getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
AEGON International Women Single
DiLive
WTA Eastbourne: Tag 3
Boodles Challenge
Di13:30
The Boodles: Tag 1
AEGON International Women Single
Mi12:00
WTA Eastbourne: Tag 4
Boodles Challenge
Mi13:30
The Boodles: Tag 2
National Rugby League
Do11:50
Eels -
Bulldogs
AEGON International Women Single
Do12:00
WTA Eastbourne: Viertelfinals
Boodles Challenge
Do13:30
The Boodles: Tag 3
National Rugby League
Fr11:50
Broncos -
Storm
AEGON International Women Single
Fr12:00
WTA Eastbourne: Halbfinals
Boodles Challenge
Fr13:30
The Boodles: Tag 4
AEGON International Women Single
Sa13:15
WTA Eastbourne: Finale
Boodles Challenge
Sa14:00
The Boodles: Tag 5
National Rugby League
So08:00
Rabbitohs -
Panthers
Shanghai Darts Masters
Do13:00
Shanghai Darts Masters -
Tag 1
National Rugby League
Fr11:50
Roosters -
Rabbitohs
Shanghai Darts Masters
Fr13:00
Shanghai Darts Masters -
Tag 2
National Rugby League
Sa09:30
Panthers -
Sea Eagles
National Rugby League
Sa11:30
Storm -
Eels

Auf Claudia Pechstein ruhen bei der Einzelstrecken-WM in Heerenveen die Hoffnungen auf der Langstrecke. Nach ihren Erfolgen abseits der Eisbahn wirkt die 42-Jährige gelassen wie lange nicht mehr.

Die leichte Trainingseinheit am Dienstagvormittag auf dem Eisoval von Heerenveen spulte Claudia Pechstein mit Routine ab. Tausende Runden ist die fünfmalige Olympiasiegerin in ihrer langen Karriere in der legendären Thialf-Eishalle bereits gelaufen, 37 Medaillen strich sie hier bei verschiedenen Wettkämpfen ein.

Am Donnerstag fällt für die Berlinerin beim 3000-m-Rennen der Einzelstrecken-WM erneut der Startschuss im niederländischen Eisschnelllauf-Mekka - und so gelassen wie vor dem Höhepunkt der Saison 2014/15 wirkte sie lange nicht mehr.

Das Blatt hat sich zu ihren Gunsten gewendet. "Neben meinem Weltcup-Erfolg von Seoul habe ich in dieser Saison meine schönsten Siege bereits geholt", sagte Pechstein.

Pechstein auch abseits des Eises erfolgreich

Gemeint waren die großen Erfolge, die die bald 43-Jährige im Januar im Kampf um ihre Rehabilitierung erreicht hatte. Erst ließ das Oberlandesgericht (OLG) München ihre Schadenersatzklage gegen die ISU auf 4,4 Millionen Euro zu, dann folgte eine für Pechstein positive Einschätzung der DOSB-Expertenkommission.

"Das waren zwei wichtige, sporthistorische Erfolge, die mir sehr viel bedeuten", sagte Pechstein, für die der juristische Marathon längst noch nicht beendet ist: "Das war meine Belohnung für einen mittlerweile sechs Jahre dauernden Kampf. Mehr konnte ich in dieser Saison nicht erreichen."

Pechstein war 2009 wegen erhöhter Blutwerte von der ISU für zwei Jahre gesperrt worden, ohne dass es einen Dopingbefund gegeben hatte. Pechstein argumentierte stets mit einer genetisch bedingten Blutanomalie und erhielt dabei Unterstützung von Experten.

Komplizierte Vorbereitung

Auch dass die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) den von Pechstein besonders heftig kritisierten Sportdirektor Günter Schumacher im Dezember absetzte und den zweimaligen Bahnrad-Olympiasieger Robert Bartko (Berlin) ins Amt holte, kann als ein Erfolg für sie gewertet werden.

Die Folgen der Hängepartie im Verband spürt Pechstein nach eigenen Angaben aber noch heute. "In diesem Jahr war die Vorbereitung auf die WM so kompliziert wie selten zuvor.

Da wir im Sommer noch keinen neuen Sportdirektor und keine klare Linie hatten, mussten wir Sportler improvisieren und vieles selbst organisieren, inklusive Trainingslager", sagte sie. Auch angesichts der Triumphe abseits der Eisbahn sei es ihr schwer gefallen, "sich so vor der WM zu fokussieren, wie man es gewohnt ist".

Wofür es für Pechstein am Ende reicht, ist daher schwer einzuschätzen. Über 5000 m ist eine Medaille am wahrscheinlichsten, Gold wie beim Weltcup in Seoul sogar im Bereich des Möglichen. "Es ist zwar ein ganz großer Traum von mir, nochmals aufs Treppchen zu kommen, aber man muss realistisch bleiben", sagte Pechstein: "Eine Medaille als Ziel auszugeben wäre vermessen."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung