Wintersport

Hesse gewinnt in Heerenveen

SID
Judith Hesse siegte hauchdünn vor Olympiasiegerin Lee Sang-Hwa
© getty

Eisschnellläuferin Judith Hesse hat überraschend das 500-m-Rennen beim Weltcup in Heerenveen gewonnen. Die deutsche Meisterin aus Erfurt siegte am Sonntag in 38,19 Sekunden knapp vor Olympiasiegerin Lee Sang-Hwa (Südkorea/38,21) und Thijsje Oenema (Niederlande/38,23). Auch Nico Ihle landete auf dem Podest.

Knapp eine Woche vor der Einzelstrecken-WM an gleicher Stelle gelang der 32-Jährigen damit eine perfekte Generalprobe.

"Ein kanadischer Betreuer hat mir gesagt, dass das mein 111. Weltcup-Start war. Jetzt habe ich zum ersten Mal einen Weltcup über 500 m gewonnen. Das finde ich ziemlich cool", sagte eine überwältigte Hesse dem "SID".

Auch DESG-Teamleiter Helge Jasch freute sich mit seiner Athletin: "Wahnsinn, super. Der Sieg ist etwas ganz Besonderes. Judith hat sich auf das besonnen, was sie kann."

"Ich war ziemlich verwundert"

Hesse startete im Vergleich zum 500-m-Lauf am Samstag, als sie in 38,48 Sekunden nur Achte geworden war, etwas langsamer. Allerdings zeigte sie am Sonntag einen technisch nahezu fehlerfreies Rennen und lief ihre Runde daher deutlich schneller.

Mit einem Triumph hatte Hesse dennoch nicht gerechnet. "Ich hätte es nicht gedacht, dass es reicht. Ich war ziemlich verwundert", sagte sie.

Auch Ihle landet auf dem Podest

Nico Ihle in Heerenveen zum dritten Mal auf das Podium gelaufen. Über 500 m landete der Chemnitzer am Sonntag in 35,06 Sekunden auf dem dritten Platz und bewies eine Woche vor dem Saisonhöhepunkt bei der Einzelstrecken-WM an gleicher Stelle (12. bis 15. Februar) einmal mehr seine starke Form. Der Sieg ging an den Russen Pawel Kulischnikow (34,62) vor Mo Tae-Bum aus Südkorea (34,94).

"Ich bin zufrieden. Das war für mich in diesem Jahr die schnellste 500-m-Zeit. Ich konnte gut gegenhalten und habe mich nicht verrückt machen lassen. Das ist ein sehr gutes Zeichen für die nächste Woche", sagte Ihle.

Im abschließenden 1000-m-Rennen verpasste Ihle als Vierter in 1:09,50 Minuten nur knapp einen erneuten Auftritt auf dem Podium."Insgesamt kann ich sehr zufrieden sein. Das ist ein sehr gelungenes Wochenende für mich", sagte Ihle. Der 29-Jährige war bereits am Samstag über 500 m (35,11) und über 1000 m (1:09,06 Minuten) zu Bronze gelaufen.

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