Freitag, 05.12.2014

Enttäuschung für Olympiasiegerin

Vogt nur 19. beim Saisonstart

Skisprung-Olympiasiegerin Carina Vogt ist mit einem enttäuschenden 19. Platz in den WM-Winter gestartet. Beim ersten Weltcup-Sieg der Slowenin Spela Rogelj hatte die 22-Jährige im norwegischen Lillehammer nach zwei mäßigen Sprüngen nichts mit der Entscheidung zu tun. Beste Deutsche war Katharina Althaus (Oberstdorf) als Zehnte.

Carina Vogt kam in Lillehammer nur auf Rang 19
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Carina Vogt kam in Lillehammer nur auf Rang 19

Carina Vogt ließ enttäuscht die Schultern hängen, Bundestrainer Andreas Bauer schaute ratlos in den norwegischen Schnee: Die deutschen Skispringerinnen um Olympiasiegerin Vogt haben den Start in den WM-Winter gründlich verpatzt. Beste Deutsche beim Weltcup in Lillehammer war Katharina Althaus als Zehnte, Vogt musste sich beim überraschenden Sieg der Slowenin Spela Rogelj gar mit dem 19. Platz begnügen.

"Ich habe noch nicht ganz das Gefühl im Absprung. Besonders der erste Sprung ist nicht so gut gelungen, wie ich es gehofft habe", sagte Vogt, die sich im Frühjahr einer schweren Knieoperation unterzogen hatte. Auf der Olympiaschanze von 1994 flog sie auf 87 und 91 Meter und hatte mit 234,3 Punkten nichts mit der Entscheidung zu tun. In der vergangenen Saison hatte die 22-Jährige aus Degenfeld noch acht Podestplätze erreicht.

Rogelj siegt überraschend

Hinter dem Lichtblick Althaus (Oberstdorf), am Vortag überraschend Gewinnerin der Qualifikation, musste sich auch die ehemalige Vizeweltmeisterin Ulrike Gräßler (Klingenthal) mit einem 14. Rang begnügen. "Ich bin ganz gut in Form, aber noch nicht bei 100 Prozent. Der Start ist mehr oder weniger geglückt, das zählt", sagte die 27-Jährige.

Die 16 Jahre alte Debütantin Pauline Heßler (Lauscha) und die noch ein Jahr jüngere Gianina Ernst (Oberstdorf) sammelten auf den Plätzen 23 und 28 ebenfalls Weltcup-Punkte. Ohne Zähler blieb einzig Svenja Würth (Baiersbronn) auf Rang 36.

Vierschanzentournee: Die Sieger der letzten 20 Jahre
Die Vierschanzentournee ist jedes Jahr auf Neue ein Highlight. SPOX blickt auf die letzten 20 Sieger zurück
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2014/15: Stefan Kraft (Österreich). Der 22-Jährige setzte sich vor seinem Landsmann Michael Hayböck und Peter Prevc durch
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2013/14: Thomas Diethart (Österreich). Der Sensationssieger kam aus dem Nichts und gewann sowohl in Garmisch als auch in Bischofshofen
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2012/13: Gregor Schlierenzauer (Österreich). Der Dominator wiederholte seinen Triumph bei der Vierschanzentournee dank Siegen in Innsbruck und Bischofshofen
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2011/2012: Gregor Schlierenzauer (Österreich). Der 23-Jährige gewann in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen und bescherte den Österreichern den vierten Titel in Folge
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2010/2011: Thomas Morgenstern (Österreich). Morgi ließ Simon Ammann (SUI) und Tom Hilde (NOR) hinter sich
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2009/2010: Andreas Kofler (Österreich). Ihm reichte für den Gesamtsieg ein erster Platz in Oberstdorf, in den anderen drei Wettbewerben landete er nicht auf dem Podest
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2008/2009: Wolfgang Loitzl (Österreich). Loitzl gewann gleich drei der vier Springen
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2007/2008: Janne Ahonen (Finnland). Er holte sich als erster Skispringer den fünften Gesamtsieg. Erstmals wurden zwei Springen in Bischofshofen ausgetragen, Innsbruck (zu viel Wind) fiel aus
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2006/2007: Anders Jacobsen (Norwegen). Setzte sich nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Gregor Schlierenzauer durch
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2005/2006: Janne Ahonen (Finnland) und Jakub Janda (Tschechien). Das Duo hatte nach vier Springen jeweils 1081,5 Punkte. Erstmals in der Geschichte der Tournee gab es zwei Sieger
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2004/2005: Janne Ahonen (Finnland). Er knackte fast den Rekord von Sven Hannawald mit den vier Tagessiegen. Doch im letzten Springen landete Ahonen nur auf Platz zwei
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2003/2004: Sigurd Pettersen (Norwegen). Kam ebenfalls auf drei Siege. Peter Zonta war nur in Innsbruck besser
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2002/2003: Janne Ahonen (Finnland). Ihm reichte ein Sieg in Innsbruck, um die Tournee zum zweiten Mal zu gewinnen
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2001/2002: Sven Hannawald (Deutschland). Historisch! Hanni gewann als bislang einziger Athlet alle vier Springen. Da verbeugte sich selbst der 2007 verstorbene Bundestrainer Reinhard Heß
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2000/2001: Adam Malysz (Polen). Musste sich auf den ersten beiden Schanzen noch geschlagen geben, ehe er in Innsbruck und Bischofshofen triumphierte
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1999/2000: Andreas Widhölzl (Österreich). Er gewann auf den letzten drei Schanzen und sicherte sich so den Tourneesieg
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1998/1999: Janne Ahonen (Finnland). Schnappte sich 1999 den ersten seiner insgesamt fünf Tourneesiege
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1997/1998: Kazuyoshi Funaki (Japan). Er siegte auf den ersten drei Schanzen und holte sich vor Sven Hannewald den Titel
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1996/1997: Primoz Peterka (Slowenien). Gewann im knalligen Orange in Garmisch - dieser Erfolg reichte am Ende zum Tourneesieg
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1995/1996: Jens Weißflog (Deutschland). Der Floh vom Fichtelberg holte sich 1996 zum vierten und letzten Mal den Gesamtsieg
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Der Sieg ging völlig überraschend an die 20 Jahre alte Rogelj (267,3 Punkte) vor der Olympia-Zweiten Daniela Iraschko-Stolz (Österreich/266,2), die nach dem ersten Durchgang noch geführt hatte. Für Rogelj war es nach starken Flügen auf 93 und 99 Meter sogar der erste Podiumsplatz ihrer Karriere.

Takanashi nur Dritte

Nur Dritte wurde Topfavoritin Sara Takanashi (Japan/265,1), die in der vergangenen Saison 15 von 19 Wettbewerben gewonnen hatte. Weltmeisterin Sarah Hendrickson (USA), die fast den kompletten vergangenen Winter wegen einer Knieverletzung verpasst hatte, kam bei ihrem Comeback immerhin auf den neunten Rang.

Auf die Skispringerinnen wartet nun eine lange Weltcup-Pause: Weiter geht es erst am 10. Januar im japanischen Sapporo. Statt 19 Wettbewerben wie im Olympiawinter gibt es in dieser Saison nur noch 14 Springen. "Dabei hätten wir es durchaus verdient, mehr Wettkämpfe zu haben", sagte nicht nur Iraschko-Stolz.


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