Freitag, 12.12.2014

Sablikova siegt vor Wüst

Pechstein Fünfte in Heerenveen

Claudia Pechstein hat zum Auftakt des Weltcups im niederländischen Eisschnelllauf-Mekka Heerenveen ein überzeugendes Rennen gezeigt. Die 42 Jahre alte fünfmalige Olympiasiegerin, die sich zunächst einen Fehlstart leistete, belegte am Freitag über 3000 m in 4:07,16 Minuten den fünften Rang. Der Sieg ging an Martina Sablikova (Tschechien/4:02,84), die Olympiasiegerin Ireen Wüst (4:03,14) im direkten Duell auf den zweiten Platz verwies. Den dritten Platz sicherte sich Carlijn Achtereekte (4:05,95).

Claudia Pechstein zeigt auch mit 42 Jahren noch starke Leistungen auf dem Eis
© getty
Claudia Pechstein zeigt auch mit 42 Jahren noch starke Leistungen auf dem Eis

Pechstein schlug zu Beginn ein hohes Tempo an und lief auch in der Folge gute Rundenzeiten. Erst auf den letzten 800 Metern ging der Berlinerin etwas die Puste aus. "Normalerweise laufe ich über das Gleichmaß, ich wollte mal etwas probieren. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung", sagte Pechstein, die im direkten Lauf die zwölf Jahre jüngere Niederländerin Jorien Voorhuis (4:08,92) klar in die Schranken wies. "Das war mein Ziel, das ist mir sehr gut gelungen", sagte Pechstein.

Mit Blick auf das Jahr 2014 zog Pechstein ein durchweg positives Fazit. "Für dieses Jahr gebe ich mir als Schulnote eine Eins", sagte Pechstein, die im Februar bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi nur knapp an einer Medaille vorbeigelaufen war. Zuletzt hatte sie beim Weltcup in Seoul/Südkorea das 5000-m-Rennen gewonnen.

Für ihren Lauf in Heerenveen erhielt Pechstein auch von Chef-Bundestrainer Markus Eicher Lob. "Claudia ist ein bisschen schnell angegangen. Aber heutzutage musst du offensiv beginnen und vorne etwas riskieren. Das hat sie versucht, es war der richtige Weg", sagte der Inzeller: "Der Lauf war viel besser als in Berlin." Beim Weltcup in ihrer Heimatstadt war Pechstein am vergangenen Wochenende rund eine halbe Sekunde langsamer gewesen und Sechste geworden.

Bente Kraus (Berlin/4:12,22) als zweite deutsche Starterin kam in Heerenveen nicht über den zwölften Rang hinaus.


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