Mittwoch, 07.12.2016

Marcus Willis zwischen Wimbledon-Highlight und Profialltag

Mehr als ein One-Hit-Wonder?

Marcus Willis gelang im Sommer als Nummer 772 der Welt der märchenhafte Sprung aus der Vorqualifikation für Wimbledon hinein ins Zweitrunden-Karrierehighlight auf dem Centre Court gegen Roger Federer. Dann setzte ihn eine mysteriöse Leistenverletzung für Monate außer Gefecht.

"Es ist ein unfassbarer Traum, der da wahr wird. Ich werde auf einem Stadion-Court spielen", sagte Marcus Willis vor dem Zweitrunden-Match des diesjährigen Wimbledon-Turnieres gegen Roger Federer und scherzte auf der Pressekonferenz: "Ich bin nicht sicher, ob er auf Rasen spielen kann." Es sollte - trotz einer klaren Dreisatzniederlage - sein nächster großer Auftritt in jenen märchenhaften Wochen im Juni 2016 werden.

Am 29. Juni ging der Traum auf dem Centre Court in Erfüllung. Direkt den ersten Satz sicherte sich Federer zwar mit 6:0. Doch obwohl der Schweizer sein überlegenes Spiel gnadenlos durchzog, schaffte es Willis eine elektrisierende Atmosphäre zu erzeugen. Jeder Punktgewinn wurde bejubelt. Als der talentierte Linkshänder den Maestro gar überlobte, nahm der Jubel Murrayähnliche Zustände an.

Mühsam zu erwähnen, wie laut es wurde, als Willis im zweiten Durchgang sein erstes Aufschlagspiel durchbrachte. 6:3 und 6:4 endeten zwar die weiteren Sätze zu Gunsten des ehemaligen Weltranglistenersten. Doch der Lokalmatador ließ sich für jedes Ass, für jeden Winner und für jeden erfolgreichen Netzangriff feiern.

Das Ergebnis war für den 26-Jährigen zweitrangig. Das Match gegen den Maestro war sein persönliches Karrierehighlight. Medien wie Fans hatten Gefallen am auf und außerhalb des Platzes so charismatischen und orthodox zugleich auftretenden Willis gefunden. Doch kaum ein Experte setzte deshalb nun große sportliche Erwartungen in ihn.

WTA, ATP, Davis und Fed Cup live? Diese Turniere zeigt DAZN live und auf Abruf

ATP-Weltrangliste: Die meisten Wochen auf Platz 1
Andy Murray ist durch seinen Einzug ins Finale von Paris ab Montag erstmals die Nummer 1 der Welt. Doch wer war die meisten Wochen am Stück ganz oben? SPOX gibt einen Überblick
© getty
1/16
Andy Murray ist durch seinen Einzug ins Finale von Paris ab Montag erstmals die Nummer 1 der Welt. Doch wer war die meisten Wochen am Stück ganz oben? SPOX gibt einen Überblick
/de/sport/diashows/1611/tennis/weltranglistenersten-atp/meiste-wochen-federer-connors-murray-djokovic-nadal-becker.html
Zur Einordnung vorneweg: Boris Becker war 1991 zwei Mal die Nummer eins - einmal für neun Wochen, einmal für drei Wochen
© getty
2/16
Zur Einordnung vorneweg: Boris Becker war 1991 zwei Mal die Nummer eins - einmal für neun Wochen, einmal für drei Wochen
/de/sport/diashows/1611/tennis/weltranglistenersten-atp/meiste-wochen-federer-connors-murray-djokovic-nadal-becker,seite=2.html
Platz 14 - Andre Agassi (USA): 52 Wochen vom 13. September 1999 bis zum 10. September 2000
© getty
3/16
Platz 14 - Andre Agassi (USA): 52 Wochen vom 13. September 1999 bis zum 10. September 2000
/de/sport/diashows/1611/tennis/weltranglistenersten-atp/meiste-wochen-federer-connors-murray-djokovic-nadal-becker,seite=3.html
Platz 12 - Novak Djokovic (SRB): 53 Wochen vom 4. Juli 2011 bis zum 8. Juli 2012
© getty
4/16
Platz 12 - Novak Djokovic (SRB): 53 Wochen vom 4. Juli 2011 bis zum 8. Juli 2012
/de/sport/diashows/1611/tennis/weltranglistenersten-atp/meiste-wochen-federer-connors-murray-djokovic-nadal-becker,seite=4.html
Platz 12 - John McEnroe (USA): 53 Wochen vom 13. August 1984 bis zum 18. August 1985
© getty
5/16
Platz 12 - John McEnroe (USA): 53 Wochen vom 13. August 1984 bis zum 18. August 1985
/de/sport/diashows/1611/tennis/weltranglistenersten-atp/meiste-wochen-federer-connors-murray-djokovic-nadal-becker,seite=5.html
Platz 11 - Rafael Nadal (ESP): 56 Wochen vom 7. Juni 2010 bis zum 3. Juli 2011
© getty
6/16
Platz 11 - Rafael Nadal (ESP): 56 Wochen vom 7. Juni 2010 bis zum 3. Juli 2011
/de/sport/diashows/1611/tennis/weltranglistenersten-atp/meiste-wochen-federer-connors-murray-djokovic-nadal-becker,seite=6.html
Platz 10 - John McEnroe (USA): 58 Wochen vom 3. August 1981 bis zum 12. September 1982
© getty
7/16
Platz 10 - John McEnroe (USA): 58 Wochen vom 3. August 1981 bis zum 12. September 1982
/de/sport/diashows/1611/tennis/weltranglistenersten-atp/meiste-wochen-federer-connors-murray-djokovic-nadal-becker,seite=7.html
Platz 9 - Lleyton Hewitt (AUS): 75 Wochen vom 19. November 2001 bis zum 27. April 2003
© getty
8/16
Platz 9 - Lleyton Hewitt (AUS): 75 Wochen vom 19. November 2001 bis zum 27. April 2003
/de/sport/diashows/1611/tennis/weltranglistenersten-atp/meiste-wochen-federer-connors-murray-djokovic-nadal-becker,seite=8.html
Platz 8 - Ivan Lendl (Tschechoslowakei): 80 Wochen vom 30. Januar 1989 bis zum 12. August 1990
© getty
9/16
Platz 8 - Ivan Lendl (Tschechoslowakei): 80 Wochen vom 30. Januar 1989 bis zum 12. August 1990
/de/sport/diashows/1611/tennis/weltranglistenersten-atp/meiste-wochen-federer-connors-murray-djokovic-nadal-becker,seite=9.html
Platz 7 - Pete Sampras (USA): 82 Wochen vom 13. September 1993 bis zum 9. April 1995
© getty
10/16
Platz 7 - Pete Sampras (USA): 82 Wochen vom 13. September 1993 bis zum 9. April 1995
/de/sport/diashows/1611/tennis/weltranglistenersten-atp/meiste-wochen-federer-connors-murray-djokovic-nadal-becker,seite=10.html
Platz 6 - Jimmy Connors (USA): 84 Wochen vom 30. August 1977 bis zum 8. April 1979
© getty
11/16
Platz 6 - Jimmy Connors (USA): 84 Wochen vom 30. August 1977 bis zum 8. April 1979
/de/sport/diashows/1611/tennis/weltranglistenersten-atp/meiste-wochen-federer-connors-murray-djokovic-nadal-becker,seite=11.html
Platz 5 - Pete Sampras (USA): 102 Wochen vom 14. April 1996 bis zum 29. März 1998
© getty
12/16
Platz 5 - Pete Sampras (USA): 102 Wochen vom 14. April 1996 bis zum 29. März 1998
/de/sport/diashows/1611/tennis/weltranglistenersten-atp/meiste-wochen-federer-connors-murray-djokovic-nadal-becker,seite=12.html
Platz 4 - Novak Djokovic (SRB): 122 Wochen vom 7. Juli 2014 bis zum 7. November 2016
© getty
13/16
Platz 4 - Novak Djokovic (SRB): 122 Wochen vom 7. Juli 2014 bis zum 7. November 2016
/de/sport/diashows/1611/tennis/weltranglistenersten-atp/meiste-wochen-federer-connors-murray-djokovic-nadal-becker,seite=13.html
Platz 3 - Ivan Lendl (Tschechoslowakei): 157 Wochen vom 9. September 1985 bis zum 11. September 1988
© getty
14/16
Platz 3 - Ivan Lendl (Tschechoslowakei): 157 Wochen vom 9. September 1985 bis zum 11. September 1988
/de/sport/diashows/1611/tennis/weltranglistenersten-atp/meiste-wochen-federer-connors-murray-djokovic-nadal-becker,seite=14.html
Platz 2 - Jimmy Connors (USA): 160 Wochen vom 29. Juli 1974 bis zum 22. August 1977
© getty
15/16
Platz 2 - Jimmy Connors (USA): 160 Wochen vom 29. Juli 1974 bis zum 22. August 1977
/de/sport/diashows/1611/tennis/weltranglistenersten-atp/meiste-wochen-federer-connors-murray-djokovic-nadal-becker,seite=15.html
Platz 1 - Roger Federer (SUI): 237 Wochen vom 2. Februar 2004 bis zum 17. August 2008
© getty
16/16
Platz 1 - Roger Federer (SUI): 237 Wochen vom 2. Februar 2004 bis zum 17. August 2008
/de/sport/diashows/1611/tennis/weltranglistenersten-atp/meiste-wochen-federer-connors-murray-djokovic-nadal-becker,seite=16.html
 

Monate später, genauer gesagt in dieser Dezemberwoche, schlägt Willis fernab der kalten Insel bei durchschnittlich 24 Grad in Kairo auf. Future-Serie - die unterste Profiebene im Tennis. Es ist der dritte Auftritt seit den zauberhaften Tagen auf dem heiligen Grün. Hat Willis nichts gelernt? Hat sich seine Karriere seitdem nicht weiterentwickelt?

Willis wollte Karriere beenden

Willis hätte zu Beginn dieses Jahres wohl selbst nicht erwartet, dass er sich die Qualen der Future-Ebene nochmal antun würde. Mit Platz 23 in der britischen Rangliste sah Willis kaum Aussicht auf Erfolg und war drauf und dran seine Karriere zu beenden. Er hatte bereits ein Jobangebot aus den USA angenommen und war kurz davor, nach Übersee umzusiedeln.

Doch dann lernte er seine heutige Freundin Jennifer kennen. Sie überredete ihn seinen Traum noch nicht aufzugeben und dem aktiven Tennissport noch eine Chance zu geben. Auch, weil sie sah, dass er seinen Lebenswandel bereits in 2015 umgekrempelt hatte, professioneller wurde. Ihr Support sorgte dafür, dass sich eine erste Synthese aus besserer körperlicher Voraussetzung und seinem ohne Zweifel vorhandenen talentierten linken Händchen entwickelte.

Beim deutschen Regionalliga-Klub Marienburger SC in Köln sammelte er Siege und Selbstvertrauen. Über ein kleines britisches Turnier rückte er in die Nähe der Qualifikation zur Qualifikation für Wimbledon. Dann verpasste ein Landsmann einen Flug und Willis durfte spielen - und wie. Sechs atemberaubende Qualispiele gegen Spieler, die teilweise 500 Plätze vor ihm platziert waren, später traf er in der ersten Runde von Wimbledon auf Ricardis Berankis. Der Rest ist Geschichte.

Auftritte in der Yellow Press

An weiteren Turnierteilnahmen soll ihn im Saisonverlauf eine hartnäckige Leistenverletzung gehindert haben. Auftritte in Tennisclubs und kleinere Showevents waren für Willbomb90, wie Willis sich in den sozialen Medien nennt, jedoch drin.

Hinzu kamen nicht weniger als drei Pärchenauftritte in der britischen Yellow Press, im Hello! Magazin. Dort gaben Marcus und seine Jennifer unter anderem bekannt, dass sie im März Nachwuchs erwarten - und, dass sie sich recht sicher seien, das Baby nach dem Erstrundenerfolg in Wimbledon gegen Berankis gezeugt zu haben.

Um das Glück perfekt zu machen, erklangen im Herbst die Hochzeitsglocken. Auch hier sorgte das Magazin für standesgemäße Berichterstattung - gegen Bares versteht sich.

250-fache Gage

Für die Showmatches, die vielen Auftritte musste er Kritik einstecken. Manch einer war sauer, dass er seine dritte, ja vierte Chance nicht richtig ergreife - sein Talent verschwende. Schlicht zu viel Zeit mit anderen Dingen vergeude.

Bis zum Start bei den All England Championship hatte er im Jahr 2016 258 Pfund Preisgeld eingespielt. Ein Taschengeld, allerhöchstens.

Sport-Familien: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm
Nico Rosberg hat sich im Mercedes zum Formel-1-Weltmeister gekrönt. Er ist damit in die Fußstapfen seines Vaters getreten
© getty
1/32
Nico Rosberg hat sich im Mercedes zum Formel-1-Weltmeister gekrönt. Er ist damit in die Fußstapfen seines Vaters getreten
/de/sport/diashows/1612/mehrsport/sportlerfamilien/erfolgreich-vater-sohn-rosberg-manning-ali.html
Denn auch sein Vater Keke Rosberg war 1982 Champion in der Königsklasse. Die Rosbergs sind nicht das einzige Vater-Sohn-Duo, das im Sport große Dinge vollbracht hat. SPOX zeigt eine Auswahl...
© getty
2/32
Denn auch sein Vater Keke Rosberg war 1982 Champion in der Königsklasse. Die Rosbergs sind nicht das einzige Vater-Sohn-Duo, das im Sport große Dinge vollbracht hat. SPOX zeigt eine Auswahl...
/de/sport/diashows/1612/mehrsport/sportlerfamilien/erfolgreich-vater-sohn-rosberg-manning-ali,seite=2.html
Enzo Zidane: Der 21-Jährige (r.) debütierte Ende November in der Copa del Rey für die erste Mannschaft von Real Madrid - und traf sofort. Sein Trainer: sein Vater
© getty
3/32
Enzo Zidane: Der 21-Jährige (r.) debütierte Ende November in der Copa del Rey für die erste Mannschaft von Real Madrid - und traf sofort. Sein Trainer: sein Vater
/de/sport/diashows/1612/mehrsport/sportlerfamilien/erfolgreich-vater-sohn-rosberg-manning-ali,seite=3.html
Zinedine Zidane: Der Franzose gilt als einer der besten Fußballer aller Zeiten. Als Cheftrainer triumphierte er in der Saison 15/16 mit den Königlichen
© getty
4/32
Zinedine Zidane: Der Franzose gilt als einer der besten Fußballer aller Zeiten. Als Cheftrainer triumphierte er in der Saison 15/16 mit den Königlichen
/de/sport/diashows/1612/mehrsport/sportlerfamilien/erfolgreich-vater-sohn-rosberg-manning-ali,seite=4.html
Axel Merckx (r.): Der Belgier wurde 2004 in Athen Olympia-Dritter im Straßenrennen
© getty
5/32
Axel Merckx (r.): Der Belgier wurde 2004 in Athen Olympia-Dritter im Straßenrennen
/de/sport/diashows/1612/mehrsport/sportlerfamilien/erfolgreich-vater-sohn-rosberg-manning-ali,seite=5.html
Eddy Merckx: Sein Vater war da doch etwas erfolgreicher: Eddy gewann unter anderem fünfmal die Tour de France und dreimal den WM-Titel auf der Straße
© getty
6/32
Eddy Merckx: Sein Vater war da doch etwas erfolgreicher: Eddy gewann unter anderem fünfmal die Tour de France und dreimal den WM-Titel auf der Straße
/de/sport/diashows/1612/mehrsport/sportlerfamilien/erfolgreich-vater-sohn-rosberg-manning-ali,seite=6.html
Die Mannings: Vater Archie spielte 13 Jahre als Quarterback in der NFL, 1978 und 1979 war er im Pro Bowl dabei. Seine Söhne gewannen je zweimal den Super Bowl, Peyton mit den Indianapolis Colts und den Denver Broncos, Eli mit den New York Giants
© getty
7/32
Die Mannings: Vater Archie spielte 13 Jahre als Quarterback in der NFL, 1978 und 1979 war er im Pro Bowl dabei. Seine Söhne gewannen je zweimal den Super Bowl, Peyton mit den Indianapolis Colts und den Denver Broncos, Eli mit den New York Giants
/de/sport/diashows/1612/mehrsport/sportlerfamilien/erfolgreich-vater-sohn-rosberg-manning-ali,seite=7.html
Die Kühnhackls: Vater Erich, "Deutschlands Eishockey-Spieler des Jahrhunderts", gewann unter anderem mit der Nationalmannschaft sensationell Olympia-Bronze 1976, Sohn Tom ist amtierender Stanley-Cup-Sieger mit den Pittsburgh Penguins
© getty
8/32
Die Kühnhackls: Vater Erich, "Deutschlands Eishockey-Spieler des Jahrhunderts", gewann unter anderem mit der Nationalmannschaft sensationell Olympia-Bronze 1976, Sohn Tom ist amtierender Stanley-Cup-Sieger mit den Pittsburgh Penguins
/de/sport/diashows/1612/mehrsport/sportlerfamilien/erfolgreich-vater-sohn-rosberg-manning-ali,seite=8.html
Felix Neureuther: Der Ski-Profi siegte bei bislang 13 Weltcup-Rennen, holte WM-Silber (2013) und WM-Bronze (2015) im Slalom sowie mit der Mannschaft WM-Gold (2005) und WM-Bronze (2013)
© getty
9/32
Felix Neureuther: Der Ski-Profi siegte bei bislang 13 Weltcup-Rennen, holte WM-Silber (2013) und WM-Bronze (2015) im Slalom sowie mit der Mannschaft WM-Gold (2005) und WM-Bronze (2013)
/de/sport/diashows/1612/mehrsport/sportlerfamilien/erfolgreich-vater-sohn-rosberg-manning-ali,seite=9.html
Rosi Mittermaier/Christian Neureuther: Ski-Fahren können aber auch die Eltern: "Gold Rosi" Mittermaier gewann bei den Olympischen Winterspielen 1976 in Innsbruck zweimal Gold und einmal Silber, Ehemann Christian Neureuther sechs Weltcup-Rennen
© getty
10/32
Rosi Mittermaier/Christian Neureuther: Ski-Fahren können aber auch die Eltern: "Gold Rosi" Mittermaier gewann bei den Olympischen Winterspielen 1976 in Innsbruck zweimal Gold und einmal Silber, Ehemann Christian Neureuther sechs Weltcup-Rennen
/de/sport/diashows/1612/mehrsport/sportlerfamilien/erfolgreich-vater-sohn-rosberg-manning-ali,seite=10.html
Die Bradls: Vater Helmut war WM-Zweiter in der Klasse bis 250 ccm (1991), Sohn Stefan wurde Moto2-Weltmeister 2011
© getty
11/32
Die Bradls: Vater Helmut war WM-Zweiter in der Klasse bis 250 ccm (1991), Sohn Stefan wurde Moto2-Weltmeister 2011
/de/sport/diashows/1612/mehrsport/sportlerfamilien/erfolgreich-vater-sohn-rosberg-manning-ali,seite=11.html
Mick Schumacher: Der Youngster belegte zuletzt Platz zwei in der deutschen ADAC Formel-4-Meisterschaft
© getty
12/32
Mick Schumacher: Der Youngster belegte zuletzt Platz zwei in der deutschen ADAC Formel-4-Meisterschaft
/de/sport/diashows/1612/mehrsport/sportlerfamilien/erfolgreich-vater-sohn-rosberg-manning-ali,seite=12.html
Michael Schumacher: Um zu seinem Vater aufzuschließen fehlt aber noch Einiges. Michael ist mit sieben Titeln Formel-1-Rokordweltmeister
© getty
13/32
Michael Schumacher: Um zu seinem Vater aufzuschließen fehlt aber noch Einiges. Michael ist mit sieben Titeln Formel-1-Rokordweltmeister
/de/sport/diashows/1612/mehrsport/sportlerfamilien/erfolgreich-vater-sohn-rosberg-manning-ali,seite=13.html
Leila Ali: Muhammads Tochter aus dritter Ehe bestritt 24 Kämpfe als Profiboxerin und war Weltmeisterin im Halbschwergewicht
© getty
14/32
Leila Ali: Muhammads Tochter aus dritter Ehe bestritt 24 Kämpfe als Profiboxerin und war Weltmeisterin im Halbschwergewicht
/de/sport/diashows/1612/mehrsport/sportlerfamilien/erfolgreich-vater-sohn-rosberg-manning-ali,seite=14.html
Muhammad Ali: Ihr Vater war schließlich "The Greatest" und bedarf daher keiner großen Vorstellung
© getty
15/32
Muhammad Ali: Ihr Vater war schließlich "The Greatest" und bedarf daher keiner großen Vorstellung
/de/sport/diashows/1612/mehrsport/sportlerfamilien/erfolgreich-vater-sohn-rosberg-manning-ali,seite=15.html
Rick Barry: Rick war NBA-Champion 1975 mit den Golden State Warriors
© getty
16/32
Rick Barry: Rick war NBA-Champion 1975 mit den Golden State Warriors
/de/sport/diashows/1612/mehrsport/sportlerfamilien/erfolgreich-vater-sohn-rosberg-manning-ali,seite=16.html
Brent Barry: Sein Sohn konnte ihn allerdings überholen: Brent gewann den Titel gleich zweimal 2005 und 2007 mit den San Antonio Spurs
© getty
17/32
Brent Barry: Sein Sohn konnte ihn allerdings überholen: Brent gewann den Titel gleich zweimal 2005 und 2007 mit den San Antonio Spurs
/de/sport/diashows/1612/mehrsport/sportlerfamilien/erfolgreich-vater-sohn-rosberg-manning-ali,seite=17.html
Paolo Maldini: Paolo gewann mit dem AC Mailand fünfmal den Landesmeisterpokal/die Champions League und bestritt unter anderem 126 Länderspiele für Italien
© getty
18/32
Paolo Maldini: Paolo gewann mit dem AC Mailand fünfmal den Landesmeisterpokal/die Champions League und bestritt unter anderem 126 Länderspiele für Italien
/de/sport/diashows/1612/mehrsport/sportlerfamilien/erfolgreich-vater-sohn-rosberg-manning-ali,seite=18.html
Cesare Maldini: Auch der Vater ist eine Größe im italienischen Fußball. Er war Nationalspieler, gewann unter anderem mit dem AC Mailand zweimal den Europapokal der Landesmeister (1962 und 1963) und war außerdem Nationaltrainer von Italien und Paraguay
© getty
19/32
Cesare Maldini: Auch der Vater ist eine Größe im italienischen Fußball. Er war Nationalspieler, gewann unter anderem mit dem AC Mailand zweimal den Europapokal der Landesmeister (1962 und 1963) und war außerdem Nationaltrainer von Italien und Paraguay
/de/sport/diashows/1612/mehrsport/sportlerfamilien/erfolgreich-vater-sohn-rosberg-manning-ali,seite=19.html
Klay Thompson: Als einer der beiden Splash-Brothers gewann Klay 2015 mit den Golden State Warriors den NBA-Titel
© getty
20/32
Klay Thompson: Als einer der beiden Splash-Brothers gewann Klay 2015 mit den Golden State Warriors den NBA-Titel
/de/sport/diashows/1612/mehrsport/sportlerfamilien/erfolgreich-vater-sohn-rosberg-manning-ali,seite=20.html
Mychal Thompson: Sein Vater machte ihm dieses Kunststück gleich zweimal vor. Er holte den Titel 1987 und 1988 mit den Los Angeles Lakers
© getty
21/32
Mychal Thompson: Sein Vater machte ihm dieses Kunststück gleich zweimal vor. Er holte den Titel 1987 und 1988 mit den Los Angeles Lakers
/de/sport/diashows/1612/mehrsport/sportlerfamilien/erfolgreich-vater-sohn-rosberg-manning-ali,seite=21.html
Ken Griffey Sr. und Jr.: Zwei Baseball-Stars in einer Familie: Der Vater gewann mit den Cincinnati Reds zweimal die World Series (1975/1976); der Sohn war 13-maliger Allstar und wurde gerade in die Hall of Fame aufgenommen
© getty
22/32
Ken Griffey Sr. und Jr.: Zwei Baseball-Stars in einer Familie: Der Vater gewann mit den Cincinnati Reds zweimal die World Series (1975/1976); der Sohn war 13-maliger Allstar und wurde gerade in die Hall of Fame aufgenommen
/de/sport/diashows/1612/mehrsport/sportlerfamilien/erfolgreich-vater-sohn-rosberg-manning-ali,seite=22.html
Damon Hill: Noch eine Formel-1-Familie: Damon sicherte sich 1996 den WM-Titel
© getty
23/32
Damon Hill: Noch eine Formel-1-Familie: Damon sicherte sich 1996 den WM-Titel
/de/sport/diashows/1612/mehrsport/sportlerfamilien/erfolgreich-vater-sohn-rosberg-manning-ali,seite=23.html
Graham Hill: Sein Vater Graham war allerdings noch erfolgreicher und krönte sich 1962 und 1968 zum Weltmeister
© getty
24/32
Graham Hill: Sein Vater Graham war allerdings noch erfolgreicher und krönte sich 1962 und 1968 zum Weltmeister
/de/sport/diashows/1612/mehrsport/sportlerfamilien/erfolgreich-vater-sohn-rosberg-manning-ali,seite=24.html
Luke Walton: Luke gewann die Finals mit den Los Angeles Lakers 2009 und 2010. Mittlerweile trainiert er sein Ex-Team sogar
© getty
25/32
Luke Walton: Luke gewann die Finals mit den Los Angeles Lakers 2009 und 2010. Mittlerweile trainiert er sein Ex-Team sogar
/de/sport/diashows/1612/mehrsport/sportlerfamilien/erfolgreich-vater-sohn-rosberg-manning-ali,seite=25.html
Bill Walton: Sein Vater war ähnlich erfolgreich und konnte auch zwei Titel einheimsen. Einmal mit den Portland Trail Blazers 1977 und mit den Boston Celtics 1986
© getty
26/32
Bill Walton: Sein Vater war ähnlich erfolgreich und konnte auch zwei Titel einheimsen. Einmal mit den Portland Trail Blazers 1977 und mit den Boston Celtics 1986
/de/sport/diashows/1612/mehrsport/sportlerfamilien/erfolgreich-vater-sohn-rosberg-manning-ali,seite=26.html
Die Schmeichels: Vater Peter war unter anderem Europameister 1992 und Champions-League-Sieger mit Manchester United 1999. Sohn Kasper gewann 2016 mit Leicester City die englische Premier League
© getty
27/32
Die Schmeichels: Vater Peter war unter anderem Europameister 1992 und Champions-League-Sieger mit Manchester United 1999. Sohn Kasper gewann 2016 mit Leicester City die englische Premier League
/de/sport/diashows/1612/mehrsport/sportlerfamilien/erfolgreich-vater-sohn-rosberg-manning-ali,seite=27.html
Thiago Alcantara: Der Spanier gewann von 2013 bis 2016 mit dem FC Bayern die Klub-WM, dreimal die deutsche Meisterschaft und zweimal den DFB-Pokal
© getty
28/32
Thiago Alcantara: Der Spanier gewann von 2013 bis 2016 mit dem FC Bayern die Klub-WM, dreimal die deutsche Meisterschaft und zweimal den DFB-Pokal
/de/sport/diashows/1612/mehrsport/sportlerfamilien/erfolgreich-vater-sohn-rosberg-manning-ali,seite=28.html
Mazinho: Deshalb kann Thiago auch so gut kicken: Sein Vater gewann mit Brasilien 1994 die Weltmeisterschaft
© getty
29/32
Mazinho: Deshalb kann Thiago auch so gut kicken: Sein Vater gewann mit Brasilien 1994 die Weltmeisterschaft
/de/sport/diashows/1612/mehrsport/sportlerfamilien/erfolgreich-vater-sohn-rosberg-manning-ali,seite=29.html
Yannick Noah: Der Franzose war erfolgreicher Tennisspieler, gewann 1983 die French Open und 1991 den Davis-Cup mit Frankreich
© getty
30/32
Yannick Noah: Der Franzose war erfolgreicher Tennisspieler, gewann 1983 die French Open und 1991 den Davis-Cup mit Frankreich
/de/sport/diashows/1612/mehrsport/sportlerfamilien/erfolgreich-vater-sohn-rosberg-manning-ali,seite=30.html
Sein Sohn Joakim Noah entschied sich bei einer Körpergröße von 2.11 Metern für Basketball- und das mit Erfolg: Er spielt in der NBA für Die New York Knicks, ist bisher zweimaliger All-Star und einmaliger Defensive Player of the Year
© getty
31/32
Sein Sohn Joakim Noah entschied sich bei einer Körpergröße von 2.11 Metern für Basketball- und das mit Erfolg: Er spielt in der NBA für Die New York Knicks, ist bisher zweimaliger All-Star und einmaliger Defensive Player of the Year
/de/sport/diashows/1612/mehrsport/sportlerfamilien/erfolgreich-vater-sohn-rosberg-manning-ali,seite=31.html
Der Ex-Herthaner Marcelinho traf im Dezember 2016 erstmals in einem Pflichtspiel auf seinen Sohn Rodrigo (19 Jahre)
© pb esportes
32/32
Der Ex-Herthaner Marcelinho traf im Dezember 2016 erstmals in einem Pflichtspiel auf seinen Sohn Rodrigo (19 Jahre)
/de/sport/diashows/1612/mehrsport/sportlerfamilien/erfolgreich-vater-sohn-rosberg-manning-ali,seite=32.html
 

Etwas mehr als 60.000 Euro hat Willis alleine mit dem Zweitrundeneinzug in London verdient. Das entspricht nahezu dem 250-fachen der vorherigen Gagen. Zudem merkte der Brite rasch, dass sich das große Interesse an seiner Person, seiner Geschichte und seiner Beziehung auch in ein paar Extra-Einnahmen umwandeln lassen würde. Das machte er sich geschickt zu nutze. Doch nicht nur für einen besseren Lebensstandard, sondern ebenfalls im Sinne seiner weiteren Karriere.

Veränderungen für den Erfolg

Denn die Verletzungspause, das berichtete im Oktober der Telegraph, könnte vom Briten selbst bewusst etwas ausgedehnt worden sein, um seinen Körper für einen langfristigen Angriff auf die vorderen Plätze der Weltrangliste vorzubereiten.

"Wenn ich auf die Tour zurückkehre, dann ohne Unterbrechung. Ich will spielen bis ich 33, 34 bin", erklärte der 26-Jährige damals. Er habe sieben Prozent Körperfett abgebaut, ein spezifisches Trainingsprogramm aufgestellt - inklusive Ernährungsplan und Trainingsplan. "Außerdem habe ich die Bewegungsabläufe aufnehmen lassen und Einlagen erhalten, mit denen ich eine bessere und effektivere Körperhaltung erreicht habe." Willis ließ all die Dinge anklingen, die für Profis eine Selbstverständlichkeit sein sollten und deren Anfänge er bereits 2015 ins Rollen gebracht hatte.

Denn einer der Punkte, die Kritiker gerne verschweigen: Willis hatte schon lange vor dem Wimbledonmärchen genug von Übergewicht, regelmäßigen Discobesuchen und langwierigen Knieverletzungen aufgrund von Fehlhaltungen.

"Habe mir den Sieg verdient"

In all dem Trubel um seine Person ging dabei Eines besonders unter: Der Linkshänder verfügt über ein fabelhaftes Winkelspiel mit allerlei Slicevarianten und einem bockstarken Service.

"Ich habe in Wimbledon einen Top-50-Spieler in glatten Sätzen besiegt - nicht mit Augen zu und durch. Ich habe mir den Sieg damals verdient", sagte er rückblickend. Er wolle die körperlichen Voraussetzungen schaffen, dieses Potential regelmäßiger abrufen zu können.

Die große Bühne lockt

Bei den Erste Bank Open in Wien Ende Oktober, für das Willis ob seines guten Rufs eine Wildcard für die Qualifikation erhielt, konnte er diesen Nachweis noch nicht in Gänze antreten. In der ersten Qualifikationsrunde ging ihm bereits im zweiten Satz sichtbar die Puste aus. Willis verlor im dritten Satz. Doch trotz der noch offensichtlichen Schwächen, sah Willis schon recht drahtig aus.

Am nächsten Tag durfte er bei einem Promoturnier in selbiger Halle antreten. In sogenannten Matchtiebreaks bis zum zehnten Punkt duellierten sich Andy Murray, Jo-Wilfried Tsonga, Dominic Thiem, Marin Cilic, Tommy Haas, Goran Ivanisevic und eben Willis um ein Preisgeld von 250.000 US Dollar.

Willis war anzumerken, dass er die große Bühne zwar genoss, ihm aber Stabilität und Matchpraxis auf höherem Niveau gänzlich fehlten. Nach dem Vorrundenaus folgten weitere Trainingswochen in der Heimat, mit der Erkenntnis, sich Selbstvertrauen auf der untersten Profiebene holen zu wollen.

Wieder am Anfang

"Ich bin mir auch in Zukunft nicht zu schade, Futures zu spielen. Aber langfristig will ich mehr und mehr bei Challenger und Qualifikationen für ATP-Turnieren aufschlagen", erklärte er.

Novak Djokovic' verrücktes Tennisjahr 2016: Was machen Sachen, Novak?

Wirklich schön sind Future-Events allerdings nicht. Die Ebene ist harter Tobak und in etwa vergleichbar mit der Regionalliga im Fußball. Nur mit wesentlich schlechteren Rahmenbedingungen. In Kairo diese Woche geht es um 27 Weltranglisten-Punkte. Gewinnt er das Turnier, bleiben circa 1000 Euro Preisgeld übrig.

Willis will um seine Chance kämpfen

Das gelang vor zwei Wochen eindrucksvoll beim Future-Turnier-Sieg in Kuwait - ohne Satzverlust. In der Weltrangliste kletterte er zur Belohnung um drei Plätze auf Rang 442. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.

Aufgrund dem Mehr an Einnahmen, für deren Akquise er teilweise kritisiert wurde, finanzierte er sich nun den weiteren Aufenthalt und schlägt in Kairo auf. Es wird das letzte Turnier des Jahres sein. Aber nicht seiner Karriere.

Willis hat verstanden. Er kämpft um seine Chance - mit Nachhaltigkeit. "Ich habe ja auch gemerkt, dass es die Menschen gibt, die sich nicht mit dir freuen, die hinter meinem Rücken reden. Jene, die vielleicht eifersüchtig sind, weil ich mich für Wimbledon qualifiziert habe und gegen Federer spielen durfte." Nicht viele hätten das in ihrer Laufbahn geschafft, "erst recht nicht von Platz 770 aus." Er wolle beweisen, dass er eindeutig weiter klettern könne, um neue Chancen zu erhalten. Vielleicht schon in der einen oder anderen Qualifikation 2017.

Tennis in der Übersicht

Jannik Schneider

Diskutieren Drucken Startseite
ATP-Tour
WTA-Tour

Weltrangliste der Herren

Weltrangliste der Damen


www.performgroup.com

Copyright © 2017 SPOX. Alle Rechte vorbehalten.