Montag, 23.05.2016

French Open - Tag 2

Debakel für Lisicki - DTB-Duo weiter

Auch am zweiten Tag der French Open nimmt das Wetter Einfluss, trotzdem überschlagen sich die Ereignisse. Sabine Lisicki blamiert sich gegen eine Qualifikantin aus Paraguay bis auf die Knochen, Annika Beck und Dustin Brown stehen dagegen in der zweiten Runde. Titelverteidiger Stan Wawrinka entgeht einer historischen Pleite, Andy Murray liegt zunächst mit 0:2-Sätzen zurück und wird dann von der Dunkelheit gestoppt. Und: Marin Cilic unterliegt einem No-Name.

Sabine Lisicki ist bei den French Open in der ersten Runde ausgeschieden
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Sabine Lisicki ist bei den French Open in der ersten Runde ausgeschieden

Damen - 1. Runde (alle Matches)

Agnieszka Radwanska (POL/2) - Bojana Jovanovski (SRB) 6:0, 6:2

65:42 Punkte, kein Break zugelassen, selbst der Gegnerin fünf Mal den Aufschlag abgenommen: Viel weniger Mühe als die Nummer 2 der Setzliste kann man nicht haben.

In der zweiten Runde wartet Lokalmatadorin Caroline Garcia auf Radwanska, die sich mit 6:3 und 7:5 gegen Lesia Tsurenko aus der Ukraine durchgesetzt hat.

Kateryna Bondarenko (UKR) - Roberta Vinci (ITA/7) 6:1, 6:3

Mamma Mia, Italia! Nach Sara Errani (3:6, 2:6 gegen Pironkova) ist auch Vinci weg vom Fenster. Damit hat es die erste in den Top 10 gesetzte Spielerin erwischt. Die Italienerin gewann dabei gerade einmal 21 von 54 Punkten bei eigenem Aufschlag.

Annika Beck (GER) - Maryna Zanevska (UKR) 6:1, 6:2

Exakt 76 Minuten dauerte Becks Arbeitstag, dann war die erste Hürde auf Court 4 genommen. Dabei überzeugte die Deutsche gegen die Qualifikantin Zanevska vollends. 14 unerzwungene Fehler, 20 Punkte mehr als die Gegnerin (70:50) und sechs Breaks - diese Bilanz kann sich sehen lassen.

Womöglich kann die Weltranglisten-39., die bei den Australian Open im Januar erstmals ins Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers eingezogen war, auch in Paris für einen Coup sorgen. "Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung. Das ist mein Lieblings-Grand-Slam", sagte Beck, die nun gegen Bondarenko ran muss.

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Simona Halep (ROU/6) - Nao Hibino (JPN) 6:2, 6:0

Tatjana Maria (GER) - Jelena Jankovic (SRB/23)

Das eigentlich für Montag angesetzte Erstrundenspiel von Tatjana Maria musste wegen der erneuten Regen-Verzögerung um einen Tag verschoben werden.

Am Sonntag abgebrochene oder verlegte Matches

Veronica Cepede Royg (PAR) - Sabine Lisicki (GER) 6:2, 6:2

Die Trennung von Oliver Pocher. Der Trainerwechsel weg von Christopher Kas hin zu ihrem Vater. Die widrigen Bedingungen in Paris mit viel Feuchtigkeit und Wind. Lisicki hat - vielleicht in Folge dessen - einen desaströsen Auftritt hingelegt und ist nach dem Aus in der ersten Runde in Melbourne auch beim zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres gleich im ersten Match gescheitert.

Dabei lief gegen Cepede Royg, einer Qualifikantin aus Paraguay (Nr. 161 der Welt), von Beginn an rein gar nichts zusammen. Es dauerte keine halbe Stunde, da war der erste Satz schon weg. Allein die Fehlerquote erklärt es: 14 Unforced Errors stand ein einziger der Gegnerin gegenüber. Am Ende waren es gar 34. Im zweiten Satz lief es dann noch schlechter, nach knapp zehn Minuten stand es bereits 0:4 - die Vorentscheidung.

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Lisicki, für die es in dieser Saison bereits die zwölfte Niederlage im 19. Match war, bewegte sich schlecht bis gar nicht und erspielte sich keinen einzigen Breakpunkt in der nur knapp eine Stunde dauernden Partie. Nur 50 Prozent ihres einst so gefürchteten ersten Aufschlags kamen überhaupt ins Feld.

"Ich habe momentan einfach keinen Spaß, es passt nichts zusammen. Ich muss jetzt hoffen, dass die Freude wieder zurückkommt. Ich brauche jetzt Zeit, um mich zurückzuziehen und zu trainieren", sagte die ehemalige Wimbledon-Finalistin schluchzend. Und Fed-Cup-Chefin Barbara Rittner meinte: "Sabine war ein Schatten ihrer selbst. Sie wirkte sehr verunsichert, hat momentan einfach kein Selbstvertrauen. Es liegt viel Arbeit vor ihr."

Zarina Diyas (KAZ) - Carina Witthöft (GER) 2:6, 6:4, 6:2

Garbine Muguruza (ESP/4) - Anna Karolina Schmiedlova (SVK) 3:6, 6:3, 6:3

Muguruza tat sich in ihrem Auftaktmatch schwer. Warum? Die Wimbledonfinalistin wirkte lange gehemmt und leistete sich mit insgesamt 53 Unforced Errors viel zu viele Aussetzer.

Je länger das Match dauerte, desto besser lief es aber für Muguruza. Sie machte immer weniger Fehler und war dann ganz einfach besser als Schmiedlova.

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