Regenfälle in Paris

French Open: Dach kommt erst 2020

SID
Montag, 23.05.2016 | 18:35 Uhr
Heftige Regenfälle in Paris haben den Spielplan der French Open auch am zweiten Tag durcheinandergewirbelt
© getty
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Heftige Regenfälle in Paris haben den Spielplan der French Open auch am zweiten Tag durcheinandergewirbelt. Kein Wunder, dass die seit Jahren geführte Diskussion über den zügigen Bau eines Daches neu entfacht wurde.

Im Stade Roland Garros soll dennoch erst ab 2020 eine Abdeckung über dem Court Philippe Chatrier zum Einsatz kommen. "Das ist dann das letzte Puzzle des Umbaus. Doch diese beiden verregneten Tage haben die Wichtigkeit dieser Installation gezeigt. Es ist eine Frage des Respekts gegenüber den Spielern und Zuschauern", sagte Turnierdirektor Guy Forget am Montag.

Ein Alptraum wäre es nach Angaben des französischen Ex-Profis, "wenn das Wetter noch drei, vier Tage so bleiben würde". Allerdings sind die Vorhersagen recht gut - bereits am Dienstag soll die Sonne scheinen. Zum Wochenende wird es dann nach Informationen der Meteorologen wieder nass.

Forget: "Das ist Frankreich"

Bei den Australian Open und in Wimbledon gibt es bereits jeweils mindestens ein Dach über den größten Courts - bei den US Open wird die 120 Millionen Dollar teure Abdeckung über dem Arthur-Ashe-Stadium, der größten Tennis-Arena der Welt, im August eingeweiht. Auf die Frage, warum das bedeutendste Sandplatzturnier diesbezüglich hinterherhinke, meinte Forget: "Das ist Frankreich."

Teile der Anlage im Westen von Paris befinden sich im Umbau. Allerdings gibt es am Bois de Boulogne derzeit einen Baustopp, da Anwohner und Umweltschützer geklagt haben.

"Müssen mit der Zeit gehen"

Die Fläche soll von derzeit 8,6 auf 12,8 Hektar erweitert werden. In Wimbledon ist das Areal 17,7 Hektar groß. "Wir müssen mit der Zeit gehen. Ich will das Turnier zum prestigeträchtigsten Grand Slam machen", sagte Forget.

Das Stade Roland Garros stößt schon seit Jahren an seine Kapazitätsgrenzen. 450.000 Tickets wurden für das diesjährige Event abgesetzt. "Wir hätten auch 600.000 bis 700.000 Karten verkaufen können, so groß war die Nachfrage", meinte Forget.

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