Djokovic ringt Murray nieder

Von SPOX
Donnerstag, 04.09.2014 | 08:01 Uhr
Novak Djokovic bekommt es mit Andy Murray zu tun
© getty

Novak Djokovic muss erstmals einen Satzverlust hinnehmen, bezwingt am Ende aber doch Andy Murray. Kei Nishikori schreibt derweil Geschichte, während Serena William Flavia Pennetta vom Platz fegt.. Ekaterina Makarova stürzt dagegen den nächsten großen Namen.

Herren - Viertelfinale (alle Matches):

Kei Nishikori (JPN/10) - Stan Wawrinka (SUI/3) - 3:6, 7:5, 7:6 (9:7), 6:7 (5:7), 6:4

Flushing Meadows und Kei Nishikori - das passt einfach! Als erster Japaner in der Open Era überhaupt hat der an zehn gesetzte Nishikori das Halbfinale bei einem Grand-Slam-Turnier erreicht. Der letzte Landsmann, dem dies gelungen ist, war Jiro Satoh in Wimbledon 1933. In New York ist der letzte Halbfinaleinzug eines Japaners sogar 96 Jahre her, Ichiya Kumagae erreichte 1918 die Runde der letzten Vier.

Und auch zu Beginn seines Duells mit Stan Wawrinka sah Nishikori alles andere als gut aus. Insbesondere mit der Rückhand konnte Stan the Man seinen Kontrahenten immer wieder in Schach halten und schließlich auch breaken. Mit 6:3 ging der erste Durchgang an den Schweizer. Wie schon gegen Milos Raonic steckte der 24-Jährige aber nicht auf und kämpfte sich zurück in die Partie, beim Stand von 6:5 aus seiner Sicht nahm er Wawrinka den Aufschlag zum Satzausgleich ab.

Anschließend agierten beide Spieler komplett auf Augenhöhe, dementsprechend musste auch der Tiebreak über den dritten Satz entscheiden. Erneut bewies Nishikori Nervenstärke und wehrte zunächst einen Satzball vom Schweizer ab, bevor er seine dritte Chance selbst nutzte und den Tiebreak mit 9:7 für sich entschied. Wawrinka ließ sich allerdings nicht lumpen und schnappte sich Satz vier ebenfalls im Entscheidungsspiel mit 7:5.

Wie gegen Raonic ging es für den 24-Jährigen, der sich zwischenzeitlich den Fuß tapen lassen musste, also in einen entscheidenden fünften Satz. Wawrinka schien vermeintlich mehr Energie im Tank zu haben und feuerte sich immer wieder selbst an. Dann unterlief ihm jedoch beim Stand von 4:5 und 15:30 ein folgenschwerer Doppelfehler. Nishikori nutzte seinen zweiten Matchball, eine Vorhand Wawrinkas landete im Netzt und besiegelte das Aus.

"Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung wie ich dieses Spiel gewonnen habe. Ich hatte nicht mehr viel im Tank, nach dem zweiten Match über fünf Sätze und über vier Stunden in den letzten zwei Tagen. Ich gehe jetzt erstmal schlafen und werde im Halbfinale wieder alles geben", erklärte Nishikori nach Spielende.

Novak Djokovic (SRB/1) - Andy Murray (GBR/8) 7:6 (7:1), 6:7 (1:7) , 6:2, 6:4

Zwei Viertelfinals gab es bisher in Flushing Meadows, beide Male bekamen die Zuschauer einiges geboten! Djokovic hatte mit Murray in der Runde der letzten Acht die erste richtig schwere Aufgabe vor der Brust - und der Schotte wurde der Erwartungshaltung gerecht!

Wie schon gegen Tsonga nutzte Murray seine starke Vorhand und bereitete seinem Kontrahenten immer wieder große Probleme. Schon im ersten Satz hielt er gut mit und hatte sogar große Chancen auf den Satzgewinn, am Ende fehlten ihm Tiebreak aber die Nerven, Djokovic siegte locker mit 7:1.

Danach schien sich alles in Richtung des Serben zu entwickeln, beim Stand von 3:3 konnte er Murray breaken. Der Schotte holte sich das Aufschlagsspiel aber prompt zurück und blieb dran, im Tiebreak war er es dann, der sich den zweiten Satz mit 7:1 sichern konnte.

Danach schlichen sich beim Weltranglistenneunten aber immer wieder kleine Fehler ein, Djokovic blieb cool und sicherte sich den dritten Satz deutlich mit 6:2. Die weiterhin gut aufgelegten Zuschauer bekam daraufhin aber keine einseitige Partie zu sehen, sondern sahen erneut einen offenen Schlagabtausch der beiden Top-Spieler. Beim Stand von 4:5 aus seiner Sicht unterliefen Murray aber zwei unnötige Vorhandfehler, die das Aus des Schotten besiegelten.

"Das war ein Wahnsinnsmatch. Ich hoffe die Zuschauer hatten Spaß. Jetzt muss ich aber fokussiert bleiben und mich auf die nächste Runde konzentrieren", erklärte Djokovic. Er trifft nun auf Kei Nishikori.

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