Nachdem nicht mit ihm verlängert wurde

Medien: Trainer Embacher will DSV verklagen

SID
Donnerstag, 05.01.2017 | 11:27 Uhr
Schwimmtrainer Embacher wird wohl den DSV verklagen
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Trainer Frank Embacher wehrt sich offenbar juristisch gegen seine Ausbootung beim DSV. Der langjährige Erfolgscoach des inzwischen zurückgetretenen Weltrekordlers Paul Biedermann will Klage gegen seinen bisherigen Arbeitgeber einreichen.

Einen entsprechenden Bericht der Mitteldeutschen Zeitung am Donnerstag bestätigte der 52-Jährige dem SID. Der DSV hatte den am Jahresende auslaufenden Vertrag mit dem Bundesstützpunkttrainer in Halle/Saale nach einer wochenlangen Hängepartie nicht verlängert.

"Ich will daraus keine Schlammschlacht machen, aber ich werde auf mein Recht pochen. Sportlich gibt es keine Gründe dafür", sagte Embacher dem SID. Die Entscheidung wurde ihm in einem Brief, den er an Heiligabend erhalten hat, mitgeteilt: "So etwas am 24. Dezember auf dem Gabentisch zu haben, ist wie ein Schlag ins Gesicht."

Beim DSV war am Donnerstagmittag noch keine Klageschrift eingetroffen. Das bestätigte DSV-Präsidentin Gabi Dörries dem SID. Näher wollte sie auf den Fall mit Verweis auf die noch ungeklärte Stützpunktfrage nicht eingehen. Zwischen dem Doppelstandort Halle/Magdeburg und Potsdam entscheidet sich, wer fünfter und letzter Bundesstützpunkt der Beckenschwimmer wird.

Kürzungen als Grund für die Entlassung

Embacher war von einer Verlängerung des Vertrages ausgegangen, da die vom Deutschen Olympischen Sportbund verabschiedete Leistungssportreform, die Geldkürzungen für den DSV nach sich zieht, im Großen und Ganzen erst ab 2019 greifen soll.

Embacher hatte Biedermann zu einem Weltklasseschwimmer geformt und 2009 zu Doppel-Gold bei der WM in Rom geführt. Auch mit Daniela Schreiber, Theresa Michalak oder Torsten Spanneberg gewann der Trainer internationale Medaillen. Am Stützpunkt Halle/Saale hat er insgesamt 23 Jahre gearbeitet.

Sollte es keine Rückkehr zum DSV geben, könnte Embacher eine Stelle bei der Stadt Halle antreten. Eine fristgerechte Bewerbung hatte er bereits vor dem Jahreswechsel eingereicht.

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