Radsport

ARD lässt TV-Zukunft der Tour offen

SID
Ob Christopher Froome auch nächstes Jahr bei der Tour im ARD zu sehen ist, ist fraglich

ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky hat eine Fortsetzung der Tour de France-Übertragungen offen gelassen. "Im Herbst werden sich die relevanten ARD-Gremien verständigen, ob und wie es mit der Tour de France in der ARD weitergehen könnte", antwortete Balkausky einen Tag nach Ende der Rundfahrt auf SID-Anfrage.

Tour-Veranstalter ASO würde mit der ARD gerne über einen neuen Vertrag verhandeln, der auch die Übertragungen der ab 2018 geplanten Neuauflage der Deutschland-Tour beinhalten soll. Zudem ist der deutsche TV-Markt mit Blick auf den Grand Depart 2017 in Düsseldorf für die Organisatoren des wichtigsten Radrennens der Welt von zentraler Bedeutung.

Balkausky räumte ein, dass sich "das Zuschauerinteresse nicht auf dem Niveau befindet, wo es noch vor einigen Jahren war". Zu den Hochzeiten von Team Telekom und Jan Ullrich hatten etliche Millionen die Übertragungen von der Frankreich-Rundfahrt verfolgt, inzwischen liegen die Quoten seit dem ARD-Wiedereinstieg im vorigen Jahr bei etwas über einer Million.

Stabilisierung der Einschaltquoten

"Die Einschaltquoten der Übertragungen im Ersten haben sich 2016 bei rund 1,2 Mio. Zuschauern und knapp 10 Prozent Marktanteil stabilisiert", meinte Balkausky und fand, dies sei "schon einmal sehr ordentlich und entspricht dem Erfolg des Vorjahres". Gleichwohl hätte die ARD sich gefreut, "wenn das Zuschauerinteresse im zweiten Jahr wieder angewachsen wäre".

Bei Eurosport schalteten im Schnitt zwischen 200.000 und 400.000 Radsport-Interessierte ein. Die abschließende Etappe auf die Pariser Champs-Elysees verfolgten im Schnitt 1,57 Millionen Zuschauer im Ersten (Marktanteil 9,4 Prozent).

Sportlich hätte Balkausky sich "gewünscht, dass die deutschen Fahrer häufiger die Chance gesehen hätten, nach vorne zu fahren. Chris Froome dominierte die Tour in diesem Jahr natürlich."

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