Giro d'Italia: Tom Dumoulin siegt und baut Vorsprung auf Nairo Quintana aus

Dumoulin mit zweitem Tagessieg

SID
Samstag, 20.05.2017 | 18:10 Uhr
Tom Dumoulin holt sich seinen zweiten Tagessieg bei der 100.Giro d'Italia
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Der niederländische Radprofi Tom Dumoulin hat beim 100. Giro d'Italia seinen zweiten Tagessieg gefeiert und damit die Gesamtführung ausgebaut. Der 26 Jahre alte Kapitän des deutschen Sunweb-Teams setzte sich bei der Bergankunft nach 131 km an der Wallfahrtskirche von Oropa im Piemont mit drei Sekunden Vorsprung auf Russen Ilnur Sakarin (Katjuscha) durch.

Topfavorit Nairo Quintana (Kolumbien/Movistar) musste auf den letzten Metern abreißen lassen und verlor als Vierter 14 Sekunden auf Dumoulin, der am Dienstag mit dem Sieg im ersten Zeitfahren das Rosa Trikot erobert hatte. In der Gesamtwertung führt Dumoulin nun mit 2:37 Minuten auf Quintana.

Der Kolumbianer hatte zwar rund drei Kilometer vor dem Ziel attackiert und rund zehn Sekunden Vorsprung auf Dumoulin herausgefahren, danach aber die gewohnte Leichtigkeit vermissen lassen. Die Verfolger kamen wieder heran, der sichtlich demoralisierte Quintana konnte schließlich das Tempo nicht mehr mitgehen.

Nicht mehr dabei am Start in Castellania, dem Geburtstort der Radsport-Legende Fausto Coppi, war wie erwartet am Samstag der deutsche Meister André Greipel. Der 34-Jährige vom Team Lotto-Soudal stieg angesichts des schweren Schlussprogramms der Italien-Rundfahrt ohne eine reelle Siegchancen für die Sprinter vorzeitig aus.

Greipel nur kurz in Rosa

Greipel hatte die zweite Etappe gewonnen und damit das Rosa Trikot des Gesamtführenden erobert, das Maglia Rosa aber nach nur einem Tag wieder abgeben müssen. Bei den weiteren Sprintetappen enttäuschte Greipel, zuletzt gab es am Donnerstag und Freitag die Plätze acht und neun. Für Greipel rückt nun die Vorbereitung auf die Tour de France (1. bis 23. Juli) in den Mittelpunkt.

Die 15. Etappe über 199 km von Valdengo nach Bergamo dürfte am Sonntag keine nennenswerten Verschiebungen im Gesamtklassement bringen, auch wenn im letzten Rennviertel je eine Bergwertung der zweiten und dritten Kategorie auf dem Programm stehen. Am Montag wartet der dritte und letzte Ruhetag, danach geht es zum Showdown um Rosa in die Alpen.

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