Giro d'Italia Tag 20

Nibali kurz vor zweitem Gesamtsieg

SID
Samstag, 28.05.2016 | 18:55 Uhr
Vincenzo Nibali ist ehemaliger Gewinner der Tour de France
© getty
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Der italienische Radprofi Vincenzo Nibali steht nach einem Herzschlagfinale kurz vor seinem zweiten Gesamtsieg beim Giro d'Italia. Auf der vorletzten Etappe über 134 km vom französischen Guillestre ins italienische Sant'Anna di Vinadio wurde der frühere Tour-Sieger vom Team Astana Sechster.

Damit nahm er dem Kolumbianer Esteban Chaves (Orica-GreenEdge) das Rosa Trikot des Gesamtführenden ab. Nibalis Vorsprung auf Chaves beträgt vor der letzten Etappe 52 Sekunden.

"Es ist wunderschön, am vorletzten Tag den Giro zu gewinnen", sagte Nibali im Gespräch bei Eurosport: "Ich wusste, dass ich es am letzten Anstieg unbedingt noch einmal versuchen muss. Ich habe lange gewartet, mich heute aber sehr gut gefühlt."

Der italienische Meister und Giro-Sieger von 2013 hatte vor der Etappe noch 44 Sekunden hinter Chaves gelegen und versuchte am letzten großen Anstieg nochmal alles. Mit der zweiten ernsthaften Attacke konnte der 31-Jährige seine Konkurrenten um Chaves entscheidend distanzieren. Für den "Hai von Messina" wäre es nach dem Vuelta-Sieg 2010 und dem Triumph bei der Tour de France 2014 der vierte Sieg bei einer der drei großen Landesrundfahrten.

Ein Este steht davon

Die Etappe über drei schwere Berge gewann Rein Taaramäe vom Team Katjuscha. Der Este war Teil der großen Fluchtgruppe und setzte sich am 2350 m hohen Colle della Lombarda von seinen Konkurrenten ab. Zweiter wurde Darwin Atapuma (Kolumbien/BMC) vor Joseph Dombrowski (USA/Cannondale).

Der Spanier Alejandro Valverde wird die Italien-Rundfahrt bei seinem Giro-Debüt als Dritter beenden. Der 36 Jahre alte Vuelta-Sieger von 2009 überholte auf der vorletzten Etappe den Niederländer Steven Kruijswijk (LottoNL-Jumbo), der bis zum Samstag noch Rosa getragen hatte. Valverde stand damit bei allen drei Grand Tours auf dem Treppchen.

Die letzte Etappe führt am Sonntag über 163 km von Cuneo nach Turin. Wie bei der Tour de France sind auch hier keine Attacken mehr zu erwartet, außerdem kommt das komplett flache Profil noch einmal den Sprintern entgegen.

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