Mittwoch, 11.07.2012

Armstrongs einsamer Kampf um sein Lebenswerk

Toursieger erhält Fristverlängerung von 30 Tagen

Lance Armstrong kämpft mit allen juristischen Winkelzügen um sein Lebenswerk, doch trotz eines Teilerfolgs zieht sich die Schlinge um den Hals des siebenmaligen Toursiegers immer weiter zu. Die drei mitangeklagten Ex-Teammitglieder des früheren US-Postal-Rennstalls - es handelt sich um die beiden Mediziner Michele Ferrari und Luis Garcia del Moral sowie den Trainer Jose "Pepe" Marti - verzichteten auf einen Einspruch gegen die Anklage der amerikanischen Anti-Doping-Agentur USADA.

Seinen Anklägern kann Lance Armstrong nicht davonradeln
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Seinen Anklägern kann Lance Armstrong nicht davonradeln

Damit handelten sie sich eine lebenslange Sperre ein. Armstrong immer mehr als Einzelkämpfer da. Und viele Argumente hat der einst allmächtige Texaner nicht mehr. Die Beweislast mit den Aussagen von zehn Zeugen ist ohnehin erdrückend. Und dass Ferrari und Co. weder Einspruch einlegten noch einen fünftägigen Aufschub beantragten, kommt einem Schuldeingeständnis gleich.

Dabei waren die Vorwürfe gravierend. Besitz, Handel und Verabreichung von verbotenen Substanzen sowie Komplizenschaft beim Verstoß gegen Anti-Doping-Richtlinien wurde dem Trio vorgeworfen. Kurzum: Sie waren Schlüsselfiguren in einer Mannschaft, die systematisches Doping betrieb.

Tour de France 2012: Die erste Woche in Bildern
Die Tour begann dieses Jahr in Lüttich. Tony Martin war einer der Favoriten auf den Sieg im Prolog. Aber er stürzte...
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Die Tour begann dieses Jahr in Lüttich. Tony Martin war einer der Favoriten auf den Sieg im Prolog. Aber er stürzte...
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...und machte so den Weg frei für Prolog-Maschine Fabian Cancellara. Der übernahm Gelb und gab es so schnell nicht mehr her
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...und machte so den Weg frei für Prolog-Maschine Fabian Cancellara. Der übernahm Gelb und gab es so schnell nicht mehr her
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Die erste Woche stand im Zeichen der Sprinter. Peter Sagan dominierte das Feld - da bleibt auch Zeit für den Forrest-Gump-Jubel
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Die erste Woche stand im Zeichen der Sprinter. Peter Sagan dominierte das Feld - da bleibt auch Zeit für den Forrest-Gump-Jubel
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Aber auch André Greipel schlug zu und fuhr zwei Tagessiege heraus - einen mehr als Mark Cavendish (l.)
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Aber auch André Greipel schlug zu und fuhr zwei Tagessiege heraus - einen mehr als Mark Cavendish (l.)
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Aber Peter Sagan war einfach überragend. Drei Etappensiege - da blieb den arrivierten Sprintern nur das Nachsehen. Hulk angry!
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Aber Peter Sagan war einfach überragend. Drei Etappensiege - da blieb den arrivierten Sprintern nur das Nachsehen. Hulk angry!
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Die stärkste Mannschaft war ganz klar Sky. Mit Tourfavorit Bradley Wiggins (r.) und seinen Koteletten dominierten sie das Feld
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Die stärkste Mannschaft war ganz klar Sky. Mit Tourfavorit Bradley Wiggins (r.) und seinen Koteletten dominierten sie das Feld
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Titelverteidiger Cadel Evans (r.) ließ sich von Wiggins aber nicht abschütteln. Zehn Sekunden trennten die beiden nach sieben Etappen
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Titelverteidiger Cadel Evans (r.) ließ sich von Wiggins aber nicht abschütteln. Zehn Sekunden trennten die beiden nach sieben Etappen
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Leider gab es wieder einige brutale Stürze. 17 Fahrer mussten bereits in Woche eins aufgeben, manche verletzten sich schwer
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Leider gab es wieder einige brutale Stürze. 17 Fahrer mussten bereits in Woche eins aufgeben, manche verletzten sich schwer
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Auf der siebten Etappe gab es die erste Bergankunft. Bradley Wiggins fuhr ganz vorne mit und luchste Cancellara das Maillot Jaune ab
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Auf der siebten Etappe gab es die erste Bergankunft. Bradley Wiggins fuhr ganz vorne mit und luchste Cancellara das Maillot Jaune ab
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Neue Klageschrift von Armstrong gegen die USADA

Diese Gewissheit dürfte nach all den Geständnissen der Vergangenheit wie von Floyd Landis oder Tyler Hamilton die Radsport-Welt kaum mehr überraschen, eine sportjuristische Aufarbeitung findet aber erst jetzt durch die USADA statt. Immerhin hat Armstrong ein wenig Zeit gewonnen.

Die Anti-Doping-Agentur gewährte ihm eine Fristverlängerung von 30 Tagen für einen möglichen Einspruch vor einem Schiedsgericht. Damit ist die ursprünglich auf Samstag datierte Deadline hinfällig. Das teilte Armstrongs Anwalt Tim Herman am Mittwoch mit. Nach der Fristverlängerung hat Armstrong die am Dienstag beim Bezirksgericht in Austin eingereichte Einstweilige Verfügung gegen die USADA wieder zurückgezogen.

Zuvor hatte Amtsrichter Sam Sparks eine 80-seitige Beschwerdeschrift abgewiesen, weil Armstrongs Anwälte darin doch ein wenig zu dick aufgetragen hatten. Wie die weitere Vorgehensweise des 40-Jährigen ist, bleibt unklar, denn Vertrauen in ein gerechtes Verfahren hat er nicht.

Die USADA verstoße gegen eigene Regeln und gegen den Code der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA. Sie mache Deals mit Zeugen und ignoriere die achtjährige Verjährungsfrist. Als eine quasi staatliche Agentur habe sie sich der Entscheidung der US-Staatsanwaltschaft zu beugen, die im Februar dieses Jahres ein Verfahren gegen das US-Postal-Team und Armstrong eingestellt habe. Außerdem sei die USADA nicht zuständig, weil der frühere Radstar seine Verträge stets mit dem Weltverband UCI geschlossen habe, heißt es aus dem Armstrong-Lager.

Aufgrund all dieser Einwände kommen die Anwälte Armstrongs zu dem Schluss, dass das Schiedsgericht korrupt sei und ihr Mandant keinen fairen Prozess erhalten werde. Es sei sicher, dass Armstrong lebenslang für Wettkämpfe im In- und Ausland gesperrt werde, dass seine sieben Toursiege aberkannt würden und dass er einen irreparablen Imageschaden davontragen werde.

Die Toursieger der letzten 15 Jahre
Am Mont Ventoux ließ er Pantani (r.) noch gewinnen. Aber am zweiten Sieg von Armstrong konnte im Jahr 2000 weder der noch Jan Ullrich etwas ändern (Titel annulliert)
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Am Mont Ventoux ließ er Pantani (r.) noch gewinnen. Aber am zweiten Sieg von Armstrong konnte im Jahr 2000 weder der noch Jan Ullrich etwas ändern (Titel annulliert)
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Die Tour 2001 ging in die Geschichte ein: Armstrong mimte am Berg den Leidenden, warf dann Ullrich den berühmten Blick über die Schulter zu - und weg war er! (Titel annulliert)
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Die Tour 2001 ging in die Geschichte ein: Armstrong mimte am Berg den Leidenden, warf dann Ullrich den berühmten Blick über die Schulter zu - und weg war er! (Titel annulliert)
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Beim vierten Streich von Armstrong im Jahr 2002 war Ullrich nicht am Start, dementsprechend ungefährdet radelte der Dominator zum Sieg (Titel annulliert)
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Beim vierten Streich von Armstrong im Jahr 2002 war Ullrich nicht am Start, dementsprechend ungefährdet radelte der Dominator zum Sieg (Titel annulliert)
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Ein Jahr später bot sich ein anderes Bild: Ullrich verlangte Armstrong alles ab. 61 Sekun- den betrug am Ende sein Vorsprung, aber es reichte zum fünften Sieg (Titel annulliert)
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Ein Jahr später bot sich ein anderes Bild: Ullrich verlangte Armstrong alles ab. 61 Sekun- den betrug am Ende sein Vorsprung, aber es reichte zum fünften Sieg (Titel annulliert)
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Keine Geschenke gab es 2004: Armstrong holte sich fünf Etappensiege und das Mannschaftszeitfahren - der sechste Sieg in Serie! (Titel annulliert)
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Keine Geschenke gab es 2004: Armstrong holte sich fünf Etappensiege und das Mannschaftszeitfahren - der sechste Sieg in Serie! (Titel annulliert)
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Sieben auf einen Streich: Der letzte Sieg des Texaners gelang ihm 2005. Wegen Doping wurden Armstrong aber alle Titel wieder aberkannt (Titel annulliert)
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Sieben auf einen Streich: Der letzte Sieg des Texaners gelang ihm 2005. Wegen Doping wurden Armstrong aber alle Titel wieder aberkannt (Titel annulliert)
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Eigentlich gewann Floyd Landis die Tour 2006. Drei Tage später flog er wegen Dopingmissbrauchs auf und aus dem Klassement. Der Titel ging an Oscar Pereiro
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Eigentlich gewann Floyd Landis die Tour 2006. Drei Tage später flog er wegen Dopingmissbrauchs auf und aus dem Klassement. Der Titel ging an Oscar Pereiro
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2007 holte Alberto Contador (r.) seinen ersten Sieg. Am Berg war der Spanier eine Klasse für sich. Winokurow und der Däne Rasmussen (l.) wurden des Dopings überführt
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2007 holte Alberto Contador (r.) seinen ersten Sieg. Am Berg war der Spanier eine Klasse für sich. Winokurow und der Däne Rasmussen (l.) wurden des Dopings überführt
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Überraschung! 2008 gewann der Spanier Carlos Sastre in Alpe d'Huez und siegte in Paris mit 58 Sekunden Vorsprung vor Cadel Evans
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Überraschung! 2008 gewann der Spanier Carlos Sastre in Alpe d'Huez und siegte in Paris mit 58 Sekunden Vorsprung vor Cadel Evans
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Ihn konnte auch das Comeback von Lance Armstrong nicht stoppen: Souverän holte sich Alberto Contador 2009 seinen zweiten Toursieg
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Ihn konnte auch das Comeback von Lance Armstrong nicht stoppen: Souverän holte sich Alberto Contador 2009 seinen zweiten Toursieg
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Der Luxemburger Andy Schleck (M.) bekam den Toursieg 2010 am grünen Tisch zugesprochen: Contador (l.) hatte gedopt. Verunreinigtes Steak - na klar!
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Der Luxemburger Andy Schleck (M.) bekam den Toursieg 2010 am grünen Tisch zugesprochen: Contador (l.) hatte gedopt. Verunreinigtes Steak - na klar!
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2011 durfte sich der Australier Cadel Evans in die Siegerliste eintragen. Im Zeitfahren und am Berg zermürbte er unter anderem die Gebrüder Schleck
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2011 durfte sich der Australier Cadel Evans in die Siegerliste eintragen. Im Zeitfahren und am Berg zermürbte er unter anderem die Gebrüder Schleck
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2012 fuhr Bradley Wiggins im Gelben Trikot am Triumphbogen vorbei. Er ist der erste Brite überhaupt, der die Frankreich-Rundfahrt gewinnen konnte
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2012 fuhr Bradley Wiggins im Gelben Trikot am Triumphbogen vorbei. Er ist der erste Brite überhaupt, der die Frankreich-Rundfahrt gewinnen konnte
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Wieder Sky! Auch 2013 triumphierte das britische Team bei der Tour de France. Christopher Froome wurde der Nachfolger von Bradley Wiggins
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Wieder Sky! Auch 2013 triumphierte das britische Team bei der Tour de France. Christopher Froome wurde der Nachfolger von Bradley Wiggins
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Vincenzo Nibali (M.) ließ bei der 2014er Tour de France nie Zweifel an seinem Sieg aufkommen und dominierte nach Belieben
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Vincenzo Nibali (M.) ließ bei der 2014er Tour de France nie Zweifel an seinem Sieg aufkommen und dominierte nach Belieben
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Anfangs wie eine Maschine, am Ende mit Schwächen: Trotzdem reichte es für Froome in Paris
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Anfangs wie eine Maschine, am Ende mit Schwächen: Trotzdem reichte es für Froome in Paris
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Deadline läuft am Samstag ab

Armstrong hat nun weitere 30 Tage Zeit, ein Schiedsverfahren zu beantragen, andernfalls wären direkte Sanktionen fällig. Wie diese aussehen, wurde bei Ferrari, del Moral und Marti deutlich. Eine lebenslange Sperre für alle Sportarten, die dem WADA-Code unterliegen, wurde gegen das Trio verhängt.

Für Ferrari, in Radsport-Kreisen auch als "Dottore Epo" bekannt, ist das nichts neues. In Italien ist er ohnehin schon lebenslang gesperrt worden. Der Ruf von del Moral ist kaum besser, er hatte auch schon mit dem aktuell wegen Dopings gesperrten Ex-Toursieger Alberto Contador zusammengearbeitet. Und auch Marti pflegt einen engen Draht zum umstrittenen Spanier.

USADA-Chef Travis Tygart betonte zwar, dass das die drei Angeklagten damit nicht gleichzeitig ihre Schuld anerkannt hätten, aber "sie kennen die Wahrheit. Sie kennen die Beweise, die wir ihnen mit eidesstattlichen Aussagen präsentieren würden. Deshalb haben sie die Alternative gewählt. Sie verzichten auf ein Verfahren".

Diese Personen dauerhaft zu sperren, sei ein starkes Statement, die aktuelle und nächste Generation an Sportlern vor dem Einfluss dieser Personen zu bewahren und die Integrität des künftigen Wettbewerbs zu schützen, ergänzte Tygart. Aus diesem Grund dürfen auch die weiteren mitangeklagten Personen kaum auf Milde hoffen. So drohen auch dem aktuellen RadioShack-Teamchef Johan Bruyneel und dem Mediziner Pedro Celaya lebenslange Sperren.


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