Nach Tod seines Pferdes Hickstead

Lamaze denkt über Rücktritt nach

SID
Donnerstag, 10.11.2011 | 10:47 Uhr
Eric Lamaze denkt über den Rücktritt aus dem aktiven Pferdesport nach
© Getty
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Nach dem Tod seines Weltklassepferdes Hickstead denkt Olympiasieger Eric Lamaze über ein mögliches Ende seiner Karriere nach.

"Er war das beste Pferd in der Geschichte, und vielleicht wird es nie wieder einen wie ihn geben", sagte der sichtlich erschütterte Kanadier bei einer Pressekonferenz in Toronto.

Hickstead war beim Springreiter-Weltcup am Sonntag in Verona im Parcours zusammengebrochen und ersten Obduktionsergebnissen zufolge an Ort und Stelle an einem Aortariss gestorben.

"Er hat mir alles bedeutet"

Selbst im Tod sei das Pferd noch um die Sicherheit seines Reiters bemüht gewesen, sagte Lamaze mit Tränen in den Augen: "Er ist so gefallen, dass er mich dabei nicht verletzen konnte. Er wollte, dass ich okay bin, am Ende lag er direkt neben mir." Hickstead habe seine Karriere und sein Leben verändert: "Und er hat mir alles bedeutet."

In der Reiterei sei es anders als in den meisten übrigen Sportarten. "Man entscheidet sich für den Sport, weil man ihn liebt, aber ein Reiter entscheidet sich auch deshalb dafür, weil er das Tier liebt", sagte er: "Wenn ein Pferd stirbt, ist das etwas anderes, als wenn beim Hockey oder beim Tennis ein Schläger zu Bruch geht."

Lamaze hat nun bis zum 31. Dezember Zeit, um im Hinblick auf die Olympischen Spiele in London einen Nachfolger für Hickstead zu finden."Wir haben zwar ein paar hervorragende Pferde im Stall, die gut genug für Olympia sind, aber nicht gut genug für eine Medaille", gab der 43-Jährige zu. Lamaze will in den nächsten Wochen entscheiden, ob er in London antreten oder seine Karriere beenden wird.

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