Freitag, 17.10.2014

Saisonfinale in Hockenheim

Totale Krönung für BMW?

An der Überlegenheit von BMW-Pilot Marco Wittmann in der Saison 2014 gibt es im DTM-Fahrerlager keinen Zweifel. Ob BMW aber im Umkehrschluss das beste Gesamtpaket unter den drei Herstellern geschnürt hat, wird durchaus kontrovers diskutiert.

Marco Wittmann steht bereits als DTM-Champion fest
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Marco Wittmann steht bereits als DTM-Champion fest

"Die Stärke von BMW war Marco Wittmann", sagt beispielsweise Audis DTM-Leiter Dieter Gass fest. "Es gibt im Moment nur einen BMW vorne, und das ist Marco Wittmann", ergänzt Audi-Pilot Edorardo Mortara, der beim traditionellen Saisonabschluss auf dem 4,574 km langen Grand-Prix-Kurs von Hockenheim wie sein Markenkollege Mattias Ekström (Schweden) und Mercedes-Pilot Christian Vietoris (Gönnersdorf) zumindest noch Platz zwei in der Fahrerwertung erreichen kann.

Marco Wittmann zu Besuch bei SPOX

Wichtiger als der Vize-Titel bei den Fahrern ist aber gerade für die Team-Oberen die Markenwertung. Hier geht BMW (362 Punkte) mit einem leichten Vorsprung gegenüber Audi (341) an den Start, Mercedes (206) ist aufgrund des schlechten Saisonstarts längst außen vor. Für die Ingolstädter ist dagegen angesichts von 101 zu vergebenden Zählern durchaus noch etwas drin.

Audi in der Breite am stärksten

"Das wird eine schwierige Aufgabe für uns, aber es ist nicht unmöglich", sagt Gass. Der Trend nährt seine Hoffnungen: Immerhin geht Audi - in der Breite über die gesamte Saison der präsenteste Hersteller - mit dem Schwung des ersten Saisonsiegs ins Rennen. Und nicht nur Zandvoort-Sieger Ekström, sondern etwa auch der zweimalige Meister Timo Scheider präsentierten sich zuletzt immer stärker. "Mit einem guten Rennen, einem guten Ergebnis oder vielleicht sogar einem Sieg lebt es sich in der Winterpause viel angenehmer", sagt Scheider, der seinen ersten Triumph seit vier Jahren anpeilt.

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BMW will das natürlich verhindern - zumindest aber wollen die Münchner genügend Punkte für den dritten Sieg in Folge in der Markenwertung holen. Hierzu brauchen sie aber mehr als einen starken Wittmann, der immerhin fünf der elf BMW-Podiumsplätze in dieser Saison eingefahren hat. Markenkollege Timo Glock mahnt daher zur Geschlossenheit: "Wir haben uns in dieser Saison bei der Konstanz etwas schwer getan. Meistens war nur ein Auto immer vorne." Am Wochenende müsse es daher "unser Ziel sein, so viele Autos wie möglich in die Punkte zu bringen".

Der frühere Formel-1-Pilot, dem vor Jahresfrist an Ort und Stelle sein bislang einziger Sieg in der DTM geglückt war, möchte seinen Teil nur zu gern durch eine Wiederholung leisten: "Es wäre schön, wenn mir das auch dieses Mal wieder gelingen würde. Ich glaube schon, dass das möglich ist."

Marco Wittmann im Steckbrief


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