Ja-Wort an Bedingungen geknüpft

Lausitzring bewirbt sich um deutschen GP

Von dapd
Mittwoch, 21.09.2011 | 13:49 Uhr
Stefan Bradl und seine Kollegen könnten 2012 auf dem Lausitzring starten
© Getty
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Ein Ja-Wort unter Vorbehalt: Die Betreiber des Lausitzrings haben sich offiziell um den deutschen Motorrad-Grand-Prix 2012 beworben. Die Premiere von Stefan Bradl und Co. im Süden Brandenburgs ist allerdings an Bedingungen geknüpft.

"Wir haben dem ADAC mitgeteilt, den Grand Prix unter Berücksichtigung gewisser Voraussetzungen durchzuführen", sagte Carolin Schneider, Sprecherin des Lausitzring-Betreibers EuroSpeedway. Bei den von EuroSpeedway gestellten Bedingungen gehe es vor allem um die Wirtschaftlichkeit des Rennens. Details wollte Schneider nicht nennen.

Das letzte Wort liegt nun beim ADAC. "Wir rechnen im Laufe der kommenden ein bis zwei Wochen mit einer Entscheidung", sagte Schneider. Der Lausitzring will im kommenden Jahr als Ausrichter für den gestrichenen WM-Lauf auf dem Sachsenring einzuspringen.

Ein Knackpunkt in den Verhandlungen mit dem ADAC dürfte auch die Laufzeit sein. "Es ist unser Bestreben, den MotoGP-Lauf bei einer positiven Entscheidung nicht nur für ein Jahr in der Region zu halten", sagte EuroSpeedway-Geschäftsführer Josef Meier der "Lausitzer Rundschau". In allererster Linie sei es wichtig, dass der Grand Prix auch in den kommenden Jahren in Deutschland stattfinde.

Sachsenring hofft auf 2013

Der ADAC Sachsen hatte wegen einer zu erwartenden Etatlücke von 850.000 Euro für das kommende Jahr auf die Rennen am Sachsenring verzichtet - trotz eines Besucherrekords von 230.000 Zuschauern in diesem Jahr. Für das Jahr 2013 soll man allerdings ein Erstzugriffsrecht bei der Terminvergabe vereinbart haben, um die Veranstaltung nach einem Jahr Auszeit wieder ins Erzgebirge zu holen.

Den Kampf um die WM hat man zumindest für die mittelfristige Zukunft noch nicht aufgegeben. "Wir arbeiten mit allen Kräften daran, den Motorrad Grand Prix ab 2013 wieder am Sachsenring zu etablieren", teilte der ADAC Sachsen mit.

Satte Lizenzgebühr birgt Risiko

Sowohl am Sachsenring als auch am Lausitzring bringt allein die von WM-Vermarkter Dorna geforderte Lizenzgebühr ein hohes finanzielles Risiko mit sich. Drei bis vier Millionen Euro sind gefordert, damit man die Rennen überhaupt austragen darf.

"Wichtig ist uns bei der Entscheidungsfindung, dass wir auch aus wirtschaftlicher Sicht eine erfolgreiche Veranstaltung durchführen können", sagte Meier dazu. Man sei ein mittelständisches Unternehmen ohne staatliche Beteiligung.

Am seit elf Jahren bestehenden Lausitzring finden 200.000 Zuschauer Platz. Ein "ausverkauftes Haus" konnte der Betreiber bei einer Motorsportveranstaltung noch nie melden. Insofern dürfte die bedeutendste Motorrad-Veranstaltung der Welt einen zusätzlichen Anreiz bieten.

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