Mittwoch, 20.04.2016

Russisches Anti-Doping-System wird kontrolliert

WADA-Experten erhalten Zugang

Russland hat angesichts des massiven Drucks im Leichtathletik-Dopingskandal abermals seinen Reformwillen bekräftigt und will sein Anti-Doping-System "so lange wie nötig" von zwei "unabhängigen" internationalen Experten kontrollieren lassen.

David Howman ist Generaldirektor der WADA
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David Howman ist Generaldirektor der WADA

Ab Ende April sollen dafür die beiden von der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA bestimmten Fachleute in Moskau stationiert werden und "vollumfänglichen und freien" Zutritt zu allen Anti-Doping-Tätigkeiten im Land erhalten. Das teilte das russische Sportministerium am Mittwoch mit.

Durch die Maßnahme soll gewährleistet werden, dass das russische Anti-Doping-System frei von unzulässiger Einmischung und vollauf unabhängig sei. "Wir glauben, dass Sport auf allen Ebenen sauber und fair sein muss", sagte Sportminister Witali Mutko. Die "Träume sauberer Athleten" dürften nicht von den Fehlern anderer zerstört werden.

Entscheidung über Olympia-Aus steht aus

Als weitere Maßnahme sollen alle russischen Leichtathleten, die als Teilnehmer für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro in rund drei Monaten infrage kommen, vor dem Saisonhöhepunkt mindestens dreimal getestet werden. Durchgeführt werden die Tests demnach vom Leichtathletik-Weltverband IAAF. Diese "extern verwalteten" Tests sollen zusätzlich zu bereits vorhandenen Anti-Doping-Maßnahmen durchgeführt werden.

Die russischen Leichtathleten sind derzeit von der IAAF wegen systematischen Dopings ausgeschlossen, über ein Olympia-Aus soll im Mai entschieden werden.


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