BBL: Playoff-Check, Viertelfinale

Ulm auf den Spuren der Warriors

Von Jan Menzner
Donnerstag, 04.05.2017 | 16:40 Uhr
Die Rekord-Saison von ratiopharm Ulm könnte in einer erneuten Enttäuschung enden
Advertisement
Basketball Champions League
Zielona Gora -
Bonn
Basketball Champions League
Teneriffa -
Ludwigsburg
NBA
Celtics @ Cavaliers
NBA
Rockets @ Warriors
Basketball Champions League
Bayreuth -
Straßburg
Basketball Champions League
Sassari -
Oldenburg
NBA
Timberwolves @ Spurs
NBA
Knicks @ Thunder
NBA
Cavaliers @ Bucks
NBA
Warriors @ Grizzlies
BSL
Fenerbahce -
Gaziantep
ACB
Real Madrid -
Malaga
NBA
Hawks @ Nets
NBA
Warriors @ Mavericks
Basketball Champions League
Riesen Ludwigsburg -
Neptunas
Basketball Champions League
Bonn -
Nymburk
NBA
Knicks @ Celtics
Basketball Champions League
Petrol Olimpija -
Medi Bayreuth
Basketball Champions League
EWE Baskets -
Karsiyaka
NBA
Pacers @ Thunder
NBA
Celtics @ Bucks
NBA
Thunder @ Timberwolves
NBA
Cavaliers @ Pelicans
BSL
Galatasaray -
Fenerbahce
ACB
Valencia -
Gran Canaria
NBA
Spurs @ Pacers

It's Playoff-Time in der BBL. Die besten Acht der Regular Season treten an, um die Basketball-Könige 2017 zu krönen. Das Favoriten-Trio in diesem Jahr besteht aus den Rekord-Ulmern, dem amtierenden Champion aus Bamberg und dem heißesten Team der Rückrunde: FC Bayern München. Im Duell Bayreuth gegen Oldenburg hingegen rechnen sich beide Mannschaften Chancen aus. SPOX macht den Check.

ratiopharm Ulm (1) - MHP Riesen Ludwigsburg (8)

Saison-Bilanz:

1:1(61:79, 97:80)

Ausgangslage:

Was wurde nicht alles über die Ulmer geschrieben: Rekord-Bilanz in der Regular Season, mit 27 gewonnen Spielen am Stück eine 47 Jahre alte Bestmarke pulverisiert - wer kann die bloß aufhalten?

Tatsächlich gelang dies während der Saison nur zwei Mannschaften. Eine davon sind die MHP Riesen Ludwigsburg. Dabei spielt es natürlich eine Rolle, dass das 33. Saisonspiel für die Ulmer keinerlei Bedeutung für die Playoffs hatte und sie verletzungsbedingt auf ein wichtiges Quartett verzichten mussten. Während die Rückkehr von Point Guard Braydon Hobbs sogar vor dem ersten Spiel stattfinden könnte, bleibt die Lage bei Da'Sean Butler unklar - und dann gibt es da natürlich noch Casey Prather und den Langzeitverletzten Tim Ohlbrecht.

Trotzdem haben die Ludwigsburger bewiesen, dass sie den Favoriten ärgern können. Bereits früher in der Saison schafften die Riesen einen Achtungserfolg, als sie Ulm mit einem 72:67 in der Quali-Runde des BBL-Cups nach Hause schickten.

Doch diese zwei Siege ändern nichts an der klaren Favoritenstellung Ulms. Auch wenn sie in den letzten sechs Saisonspielen zwei Niederlagen hinnehmen mussten, spielt ratiopharm eine historische Saison. Eine Rückkehr in die Finals, wo man 2016 von Bamberg gesweept wurde, ist durchaus realistisch.

Mit einem Offensiv-Rating von über 121 führen die Ulmer die BBL an und auch die Defensive agiert konstant auf höchstem Niveau (Liga-Zweiter: 100,6). Coach Thorsten Leibenath leitet eine der schnellsten Angriffstruppen der Liga und agiert gerne im Small Ball. Dabei sind die "Spatzen" auch noch äußerst ballsicher: Das Vorlagen-Turnover-Verhältnis von 1,84 ist Ligaspitze. Auch die effektive Wurfquote von 57,2 Prozent ist enorm stark.

Hoffen dürfen die Ludwigsburger hauptsächlich aufgrund des Mini-Einbruchs der Ulmer zum Saison-Finale und der langen Verletztenliste des Top-Seeds. Während Ulm zu kämpfen hatte, schaffte es Ludwigsburg, sich zum Ende der Saison noch einmal ein wenig zu steigern und verbesserte sich im Offensiv-Rating von einem enttäuschenden Platz 14 in der Hinrunde immerhin noch auf Platz acht. Trotzdem erzielen die Ulmer im Schnitt immer noch über elf Punkte mehr als die Riesen.

Players to watch:

Raymar Morgan. Der Topscorer der BBL (18,1 Punkte pro Spiel) ist die wohl offensichtlichste Wahl - nachdem er in Bamberg durch den Medizintest fiel, ist er in Ulm zum Anführer aufgestiegen. Da der Einsatz des besten Passers der Ulmer, Braydon Hobbs (5,5 Assists), aufgrund seiner Daumenverletzung fraglich ist, kommt auf Morgan in den Playoffs eine noch größere Aufgabe zu. Schafft er es in der Post-Season, die furiose Offensive trotz prominenter Ausfälle aufrecht zu erhalten, kann es für Ulm weit gehen.

Jack Cooley. Wenn die Riesen eine Chance haben wollen, müssen sie sich auf ihre große Stärke besinnen - das Rebounden. Dabei verlassen sich die Ludwigsburger primär auf ihren Center Jack Cooley. Der große US-Amerikaner sammelt mit 7,12 Brettern pro Spiel die zweitmeisten der gesamten Liga. Beim Blow-Out-Sieg der Riesen am 33. Spieltag holten sie mehr Defensiv-Rebounds (31) als Ulm auf beiden Seiten zusammen. Am Ende stand ein Plus von 15 Rebounds zu Buche - zehn davon gingen auf Cooleys Konto. Diese Leistung muss er erneut abrufen, um seinem Team eine Chance auf den Sieg zu geben.

Erlebe die NBA Live auf DAZN. Hol Dir jetzt Deinen Gratismonat

SPOX-Prognose:

Vieles wird darauf ankommen, welches Team den Spielstil bestimmt. Die Ulmer sind die deutlich spielsicherere Mannschaft, während Ludwigsburg versuchen muss, seine Größe und Rebound-Stärke auszuspielen. Insgesamt stehen auf Ulmer Seite die talentierteren Basketballer - aber die Ausfälle kosten sie ein Spiel. Ludwigsburg wird sich teuer verkaufen, aber zu wenig Punkte kreieren, um das Halbfinale zu erreichen. Tipp: Ulm in 4

Seite 1: Ulm - Ludwigsburg

Seite 2: Bamberg - Bonn

Seite 3: Bayern - Berlin

Seite 4: Bayreuth - Oldenburg

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung