Bayern-Manager nach frühzeitigem EM-Aus

Pesic wirft Schröder Egozentrik vor

SID
Mittwoch, 16.09.2015 | 00:30 Uhr
Bereits in den vergangenen Tagen musste Schröder heftige Kritik einstecken
© getty
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Marko Pesic, Geschäftsführer von Bayern München, hat Nationalspieler Dennis Schröder nach dem frühzeitigen EM-Aus heftig kritisiert. "Wenn Schröder in Zukunft Anführer der Nationalmannschaft sein möchte, wird das so nicht funktionieren: ich, ich ich!", sagte der 38-Jährige der Süddeutschen Zeitung (Mittwochausgabe): "Dann werden sich sehr bald Teamkollegen von ihm abwenden."

Der frühere deutsche Nationalspieler ist nicht nur der Meinung, dass sich NBA-Profi Schröder (22) zu sehr in den Mittelpunkt stellt. Auch die öffentliche Kritik des Point Guards der Atlanta Hawks an Bundestrainer Chris Fleming während der Vorrunde in Berlin stieß bei Pesic auf Unverständnis: "Das geht natürlich gar nicht." Schröder hatte vor laufender Kamera eine Anweisung Flemings als "nicht smart" bezeichnet, sich später aber dafür entschuldigt.

Pesic, der an der Seite von Superstar Dirk Nowitzki 2002 in den USA WM-Bronze und 2005 in Serbien und Montenegro EM-Silber geholt hatte, sieht sich nach dem Vorrundenaus in seinen Bedenken bestätigt.

Pesic verlangt "Fulltime-Bundestrainer"

"Als Nowitzki vor der EM erklärte, Schröder solle die Mannschaft anführen, bin ich schon zusammengezuckt", erklärte Pesic: "Weil ich glaube, dass ein 22-Jähriger, der noch nie ein Team getragen hat und noch nie auf diesem Niveau gespielt hat, das nicht einmal theoretisch kann. Und wie man jetzt gesehen hat: auch nicht praktisch."

Die Doppelrolle von Fleming (45), der künftig als Bundestrainer und Assistenzcoach beim NBA-Klub Denver Nuggets arbeiten wird, gefällt Pesic nicht - besonders vor dem Hintergrund der Reform des Weltverbandes FIBA, wonach von 2017 an im September und Februar Zeitfenster für die Nationalmannschaft eingeführt werden. Pesic verlangt deshalb eine Grundsatzentscheidung des DBB: "Dann brauchen wir einen Fulltime-Bundestrainer."

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