Anti-Doping-Hausbesuch in Ulm

NADA chillt bei Günther

Von Tim Holzwarth
Mittwoch, 06.11.2013 | 16:00 Uhr
Spielmacher Per Günther steht mit Ratiopharm Ulm momentan auf dem achten Platz der BBL
© getty
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Nationalspieler Per Günther bekam am Montagmorgen in Ulm unverhofft Besuch von der Anti-Doping-Agentur NADA. Mit unangekündigten Kontrollen hat der Aufbauspieler von ratiopharm Ulm dabei gar kein Problem. Was ihn stört sind der Zeitpunkt und die Art und Weise.

Um 6.25 Uhr schmiss das Geräusch der Türklingel Günther aus dem Bett. Der Anlass: Eine unangemeldete Dopingkontrolle!

Dass der 25-Jährige zu Hause war, wusste die NADA da schon lange. Da Günther Nationalspieler ist, muss er an jedem einzelnen Tag seinen Aufenthaltsort in einen Online-Kalender eintragen, um für unangemeldete Kontrollen zur Verfügung zu stehen. "Die wissen alles über mich", sagte er zu "Radio 7".

"Ein fremder Vogel chillt in deiner Wohnung"

Unter den strengen Augen des Kontrolleurs laufen diese wie folgt ab: Hose bis zu den Knöcheln runter, T-Shirt unters Kinn klemmen und einmal um 360 Grad drehen. So weit, so gut.

Wenn man nicht, wie Günther, erst kurz zuvor auf der Toilette war. Dann kann die ganze Sache schon mal länger dauern. "So ein fremder Vogel chillt dann morgens zwei Stunden in deiner Wohnung", so der gebürtige Gießener.

Kontrollen nicht gerechtfertigt?

Nach bis zu 40 negativen Kontrollen versteht der Aufbauspieler das Misstrauen der NADA nicht wirklich. "Wenn ich Lance Armstrong oder irgendein russischer Gewichtheber wäre, könnte ich ein bisschen Argwohn verstehen", so Günther sarkastisch.

Wenn überhaupt hätte es in den letzten Jahren höchstens acht Dopingfälle im deutschen Basketball gegeben, vermutet der Ulmer Spieler: "Davon waren wahrscheinlich sechs Kollegen dabei, die mal ein bisschen Marihuana geraucht haben, ein Kokser war vielleicht dabei und ein Einziger, den man mal erwischt hat."

Nutznießer Schwethelm

Welche Kollegen er damit meint, bleibt sein Geheimnis. Ein Ulmer Teamkollege jedoch profitierte von morgendlichem NADA-Erlebnis seines Teamkollegen: Philipp Schwethelm. Der stand nämlich als anschließend auf der Liste des Kontrolleurs.

Dank der Verzögerung im Hause Günther schlug er aber erst um acht Uhr beim Forward auf. Dieser war ebenfalls nicht begeistert, hielt dem Kontrolleur aber via Facebook zu Gute: "Das er erst Per Günther aus dem Bett geklingelt hat, rechne ich ihm hoch an!"

Per Günther im Steckbrief

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