Mehrsport

UK Sport kappt finanzielle Unterstützung

SID
Die Badmintonprofis aus Großbritannien zeigten sich entrüstet

Gleich sieben Sportarten müssen in Großbritannien in Zukunft höchstwahrscheinlich ohne finanzielle Unterstützung von UK Sport auskommen. Die für die Sportförderung zuständige Organisation wies entsprechende Einsprüche der olympischen Verbände für Badminton, Fechten, Gewichtheben, Tischtennis und Bogenschießen sowie der paralympischen Verbände für Rollstuhl-Rugby und Goalball am Montag ab.

Die betroffenen Verbände können dagegen noch vor ein unabhängiges Sport-Schiedsgericht ziehen.

Vor allem die Entscheidung gegen Badminton erhitzte im Mutterland der Sportart die Gemüter. Erstmals in der Geschichte von UK Sport wird dabei einem Verband die Unterstützung (ca. 6,6 Millionen Euro) entzogen, obwohl er seine Medaillenziele erreichte. Chris Langridge and Marcus Ellis hatten in Rio Bronze im Herrendoppel gewonnen.

"Es fühlt sich an, als wenn wir wieder ein Hobby-Sport werden. Wenn wir keine Unterstützung erhalten, kommen wir wieder zu dem Punkt zurück, an dem sich die Spieler Jobs suchen müssen und Badminton in ihrer Freizeit spielen", sagte Gail Emms. Die Mixed- und Doppelspezialistin war selbst Welt- und Europameisterin und gewann 2004 mit ihrem Partner Nathan Robertson in Athen Olympiasilber.

Insgesamt schüttet die von einer Lotterie unterstützte Organisation bis zu den Olympischen Spielen in Tokio insgesamt umgerechnet etwa 403 Millionen Euro aus. Das sind etwa zwei Millionen Euro weniger als im Vorfeld der Spiele in Rio.

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