Freitag, 20.12.2013

Darts-WM, 7. Tag

Demolition Man verpasst die Sensation

Darren "Demolition Man" Webster verpasst am 7. Tag in seinem Erstrundenmatch gegen James "The Machine" Wade einen sensationellen Sieg nur knapp. Wes Newton setzte sich wie zu erwarten gegen Qualifikant Royden Lam durch, der zuvor Gino Vos ausschaltete. Am Ende des Abends schied Tomas Seyler gegen Kevin Painter aus, der sich in Bestform präsentierte.

Darren Webster trifft in seinem Erstrundenmatch auf James Wade
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Darren Webster trifft in seinem Erstrundenmatch auf James Wade

James Wade (England) - Darren Webster (England) 3:2 (3:2, 2:3, 2:3, 3:2, 3:1)

Was für eine bittere Niederlage! Sechs Matchdarts spielte sich Darren Webster gegen den an Nummer sechs gesetzten Profi im vierten Satz heraus. 40 Rest standen nach zwölf Darts im fünften Leg noch auf der Anzeigetafel. Doppel-20, Doppel-10, Doppel-4 - er vergab alle.

Wade rettete sich gerade noch in Satz drei und drehte dort die Partie. "Ich bin der glücklichste Mann der Welt. Ich kann nicht glauben, dass ich das noch gewonnen habe", sagte "The Machine" später: "Eigentlich müsste ich nach Hause fahren. Aber Darren hat den Job einfach nicht beendet. Normalerweise verliere ich solche Spiele."

Der Favorit hatte während des gesamten Matches Probleme die Doppel-20 zu treffen und musste immer wieder auf die Doppel-10 ausweichen. Er selbst schob seine unbefriedigende Checkout-Quote von 36 Prozent auf seine nigelnagelneuen Schuhe. Sie seien so unbequem gewesen, dass er Schmerzen gehabt habe.

Webster hätte den Sieg verdient gehabt. Der "Demolition Man" spielte über seinem Niveau, traf die Doppel sicherer (44 Prozent) und war konstanter. Im entscheidenden Moment flatterten jedoch die Nerven. Wade rettete sich mit einem 14-Dart-Finish in die zweite Runde, wo er auf Andy Smith trifft.

Kevin Painter (England) - Tomas Seyler (Deutschland) 3:0 (3:1, 3:0, 3:0)

Auch der letzte Deutschsprachige ist raus! Schon bei seinem Einzug guckte Shorty doof. Der Alexandra Palace war vor dem letzten Erstrundenmatch schon halbleer, da dröhnte "Whatever You Want" von Status Quo aus den Boxen. Dabei wollte Seyler mit "An Tagen wie diesen" von den Toten Hosen einmarschieren.

Zunächst schien die Änderung der britischen Organisatoren den 39-jährigen Bremerhavener zu motivieren. 180 zum Auftakt. Das erste Leg ging an den Deutschen, als "The Artist" noch über 200 Rest hatte. Im Ally Pally machten sich die deutschen Schlachtenbummler bemerkbar und feuerten Shorty lautstark an.

Das Niveau mit einem Average von weit über 100 konnte Seyler aber nicht halten. Er fiel bis zum Ende auf 87 Prozent. Entscheidend waren aber die Unterschiede bei den Doppeln.

Sechs von sieben Checkouts von Painter klappten in den ersten beiden Sätzen. Der Profi aus Essex zeigte bis zum Ende sein bestes Dart: Sein Average lag bei 98,59 Punkten, die Checkoutrate bei 81,82 Prozent. Gegen die Topwerte war für Shorty kein Kraut gewachsen.

Mark Webster (Wales) - Mensur Suljovic (Österreich) 3:2 (1:3, 3:2, 2:3, 3:0, 4:2)

"Mensur ist brilliant gestartet und ich hatte Probleme mitzuhalten. Es sah so aus, als würde ich 0:3 verlieren", erklärte Webster im Anschluss an das Match, in dem Suljovic fünf der ersten sechs Legs gewonnen hatte. Schon im zweiten Satz brach die Dominanz allerdings: Nachdem Suljovic den ersten mit drei 180s für sich entschieden hatte, fehlte plötzlich die Konzentration. Im entscheidenden fünften Leg verrechnete sich der Österreicher und ließ 40 Rest. "The Spider" bedankte sich artig und glich aus.

Immer wieder bekamen beide Kontrahenten Nervenflattern. Während Suljovic im dritten Leg des nächsten Satzes neun Chancen aufs Double ausließ, vergab Webster sogar zehn. Im entscheidenden fünften Leg ließ der Österreicher weitere vier Doppelmöglichkeiten ungenutzt, die Webster abermals nicht bestrafte und den Satz so abgab.

Die Top 10 der PDC Order of Merit
Rang 1: Phil Taylor mit 748.350 Pfund
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Rang 1: Phil Taylor mit 748.350 Pfund
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Rang 2: Michael van Gerwen mit 540.650 Pfund
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Rang 2: Michael van Gerwen mit 540.650 Pfund
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Rang 3: Adrian Lewis mit 437.400 Pfund
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Rang 3: Adrian Lewis mit 437.400 Pfund
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Rang 4: Simon Whitlock mit 311.300 Pfund
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Rang 4: Simon Whitlock mit 311.300 Pfund
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Rang 5: Andy Hamilton mit 295.700 Pfund
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Rang 5: Andy Hamilton mit 295.700 Pfund
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Rang 6: James Wade mit 265.000 Pfund
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Rang 6: James Wade mit 265.000 Pfund
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Rang 7: Dave Chisnall mit 256.300 Pfund
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Rang 7: Dave Chisnall mit 256.300 Pfund
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Rang 8: Wes Newton mit 205.200 Pfund
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Rang 8: Wes Newton mit 205.200 Pfund
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Rang 9: Robert Thornton mit 204.400 Pfund
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Rang 9: Robert Thornton mit 204.400 Pfund
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Rang 10: Raymond van Barnefeld mit 200.100 Pfund
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Rang 10: Raymond van Barnefeld mit 200.100 Pfund
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Seine eigene fehlende Kaltschnäuzigkeit regte den Waliser offenbar gewaltig auf. Mit seinem fünften und sechsten 180 gewann er Satz vier zu Null. Ein 15- und ein 11-Darts-Finish brachten Webster auch im fünften Satz auf die richtige Spur, trotzdem endete er wieder bei 2:2. Zwei Legs später war die Entscheidung gefallen: Mit seinem achten 180 ließ "The Spider" noch 43 Rest. Suljovic spürte den Druck und kam beim möglichen 57er Finish nicht zum Doppel. Wieder bedankte sich Webster: 3, Tops, Spiel gewonnen.

Royden Lam (Hong Kong) - Gino Vos (Niederlande) 4:1 Legs

"The Wolf" sticht "The Fox" in der Qualifikation aus, allerdings scheint Lam nicht zu Höherem berufen. Ein Average von 79,4 sicherte ihm immerhin ein Erstrundenmatch gegen Wes Newton.

Wes Newton (England) - Royden Lam (Hong Kong) 3:1 (3:2, 3:1, 1:3, 3:2)

Mit einem 12-Darts-Finish zum Abschluss hat "The Warrior" seine Favoritenrolle gegen Qualifikant Lam erfüllt. Der 38-Jährige aus Hong Kong spielte riskant und entschied sich mehrmals für den Checkout per Bull's Eye, mit dem er auch den dritten Satz gewann. Zwar verbesserte Lam seinen Average auf 83 Prozent, gegen die 88 Punkte von Newton war das aber zu wenig.

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